Religion Sprüche
Sprüche über Religion
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Die Anfänge einer Religion mögen den Diebstahl einer Münze, eines Hammels verhindert haben. Es kommt aber früher oder später ein Zeitpunkt, da um dieser selben Religion willen sich Hunderttausende von Menschen die Gurgel abschneiden oder auf dem Scheiterhaufen winden.
Es gibt, die Religion sei, welche sie wolle, nur einen Gott, nur eine Tugend, nur eine Wahrheit, nur ein Glück. Du findest alles, wenn du der Stimme deines Herzens folgst.
Gebundenheit ist die Wurzel der Religion, Hingebung ihre Blüte.
Liebe, Kunst, Religion hüllen sich gern in das Gewand der Scham.
Religion zu haben ist Pflicht des Menschen gegen sich selbst.
Wenn es keine Versprechungen gäbe, womit sollte die Religion bezahlen?
Das Wesen jeder Religion besteht nur in der Antwort auf die Frage: wozu lebe ich und welches ist mein Verhältnis zu der mich umgebenden unendlichen Welt.
Religion ist die höchste Form der Liebe.
Die Religion hinterließ fast nichts als ihren zeremoniellen Teil, dem man als bequemstes, billigstes Andachtsmittel das Gebet entnimmt, da es meist nur Wünsche enthält.
Wenn man sich nur ein wenig frei über Religion und das Elend des Menschen ausläßt, läßt man sich ohne Widerstand unter die überlegenen Geister einreihen.
Und es tut mir gut, etwas Schweres zu machen. Das hindert nichts daran, daß ich ein schreckliches Bedürfnis (soll ich das Wort sagen?) nach Religion habe. Dann gehe ich in die Nacht hinaus und male die Sterne…
Die Philosophie ist nur für das Einzelwesen verantwortlich, die Religion für die Massen.
Die christliche Religion ist die Religion des Leidens.
Der Protestantismus ist eine Philologie, keine Religion.
Der Quietismus ist die Heuchelei des perversen Mannes und die wahre Religion der liebevollen Frau.
Den Fundamentalunterschied aller Religionen kann ich nicht, wie durchgängig geschieht, darin setzen, ob sie monotheistisch, polytheistisch, pantheistisch, oder atheistisch sind; sondern nur darin, ob sie optimistisch oder pessimistisch sind, d. h. ob sie das Dasein dieser Welt als durch sich selbst gerechtfertigt darstellen, mithin es loben und preisen, oder aber es betrachten als etwas, das nur als Folge unserer Schuld begriffen werden kann und daher eigentlich nicht sein sollte, indem sie erkennen, dass Schmerz und Tod nicht liegen können in der ewigen, ursprünglichen, unabänderlichen Ordnung der Dinge, in dem, was in jedem Betracht sein sollte.
Religion ist Gefühls- nicht Verstandessache; die Religion ist die beste, die sich am wenigsten an das Gefühl wendet. Aus diesem Grunde halte ich die protestantische für die schlechteste.
Gar viele sind stolz darauf, sich zu einer Religion zu bekennen, deren Gebote sie nicht befolgen.
Aus der Theologie wird man zur Philosophie, aus der Philosophie zur Religion geführt.
Religion und Moral können der Kraft des Temperaments einen Zügel anlegen; sie können sie nicht zerstören.