Religion Sprüche – philosophisch
315 Sprüche gefunden
Keine Philosophie und keine Moral kann bei der großen Menge jemals die Religion ersetzen.
Da Gott aber derart verborgen ist, ist jede Religion, die nicht lehrt, Gott sei verborgen, nicht die wahre.
Die Religion hat weit höhere Absichten, als denrechtschaffnen Mannzu bilden. Sie setzt ihn voraus; und ihr Hauptzweck ist, den rechtschaffnen Mann zuhöhern Einsichtenzu erheben.
Ein ganzes Volk ohne Religion ist ein Phantom; es hat keins gegeben und es wird keins geben; und so ist auch der einzelne Mensch ohne Religion einem Phantome gleich zu achten; nur die Negation unterhält seine Form, sonst würde er in sich selbst zerrinnen.
Religion ist das Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit.
Nur, wo die Vernunft Licht und das Gefühl Wärme gibt, entspringt echte Religiosität.
Alles, was, außer dem guten Lebenswandel, der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.
Immer, zu allen Zeiten, hatten die Menschen das Verlangen, irgend welchen Begriff von dem Anfang und von dem Endziel ihres irdischen Daseins zu haben, und so entstand die Religion, um ihnen ein Leitprinzip für die gesamte Menschheit zu geben, um jenes Band zu erleuchten, welches alle Menschen als Brüder untereinander verbindet, als Brüder, die alle einen gemeinschaftlichen Ursprung, eine gemeinschaftliche Lebensaufgabe und ein gemeinschaftliches Lebensziel haben.
In dem Felde der Endlichkeit ist die Bestimmung, daß jeder bleibt, was er ist; hat er Böses getan, so ist er böse: das Böse ist in ihm als seine Qualität. Aber schon in der Moral, noch mehr in der Sphäre der Religion wird der Geist als frei gewußt, als affirmativ in sich selbst, so daß diese Schranke an ihm, die bis zum Bösen fortgeht, für die Unendlichkeit des Geistes ein Nichtiges ist: der Geist kann das Geschehene ungeschehen machen; die Handlung bleibt wohl in der Erinnerung, aber der Geist streift sie ab.
Religion ist persönliche Beziehung zu Gott. Sie ist unbedingte Gegenwart.
Was ist denn das Wesen der Religion? [...] Es ist Mut, also das Gegenteil von Furcht [...]. Es ist Liebe, also das Gegenteil von Selbstsucht; ein religiöser Mensch enthält sich aller kränklichen, weichlichen, trübseligen Einbezogenheit und tritt freudig hervor für das Wohl der Gesamtheit. Es ist Freiheit, also das Gegenteil von allem Knechtssinn.
Wo die meiste sogenannte positive Religion war, war immer die wenigste Moralität.
Aber der Geist der Religion wohnt nicht in den Schalen der Dogmatik, hat sein Wesen nicht in den Kindern des Unglaubens, noch in den ungeratenen Söhnen und übertünchten Gräbern des Glaubens, läßt sich wenig durch üppige glänzende Vernunftsprünge erzwingen, noch durch steife Orthodoxie und Mönchswesen.
Die wahre Religiosität zeigt sich im ganzen Verhalten des Menschen.
Jede Religion ist falsch, die in ihrem Glauben nicht einen Gott als Grund aller Dinge verehrt.
Keine Religion macht an und für sich selig, sondern allein die Tugend, die durch Religion erwärmt und gebildet werden soll.
In seiner Religion muß man aufrichtig sein: wahre Heiden, wahre Juden, wahre Christen.
Die wahre Gottesverehrung besteht darin, dass man nach Gottes Willen handelt.
Nicht der Inbegriff gewisser Lehren als göttlicher Offenbarungen (denn der heißt Theologie), sondern der aller unserer Pflichten überhaupt als göttlicher Gebote, ist Religion.
Religion in des Griechen Gemüt war sittliche Handlung, aber sie ward Handwerk, schwatzender Pöbel, in dir!
Selbst wenn Gott nicht existierte, blieben die Religionen etwas Göttliches.