Religion Sprüche – sinn

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Religion ist Sinn und Geschmack fürs Unendliche.

Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern, 1799

Religion, welche Form sie auch habe, ist als Unterpfand eines höheren Lebens eine unerläßliche Bedingung des menschlichen Daseins.

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Alle Menschen, welche sich nicht auf irgend ein Waffenhandwerk verstehen – Mund und Feder als Waffen eingerechnet – werden servil: für solche ist die christliche Religion sehr nützlich, denn die Servilität nimmt darin den Anschein einer christlichen Tugend an und wird erstaunlich verschönert.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Drittes Hauptstück. Das religiöse Leben

Religion ist tiefes Überzeugtsein, Daß dies Leben ein gebrechliches; Religion ist ahnendes Gebeugtsein Unter ein Unaussprechliches.

Ziel, Moderne Xenien. Ein Glaubensbekenntniß in Sprüchen und Strophen, 1889. Die Kirche und ihre Leute

Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch der Mittelpunkt der Religion, der Mensch das Ende der Religion.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 19. Kapitel: Der christliche Himmel oder die persönliche Unsterblichkeit

"Rette deine Seele!" Des Katholiken charakteristisches Zeichen soll sein, daß er die Religion lebt. Nicht, daß er von ihr redet.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Was ist Religion: Sich in alle Ewigkeit weiter und höher entwickeln wollen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1908

Es ist unmöglich, dass ein Mensch ohne Religion seines Lebens froh werde.

Kant, Nachlass

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, Hat auch Religion; Wer jene beiden nicht besitzt, Der habe Religion.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien, Kap. 9

Wer irgendeine Art von Religion zur Stütze seiner Sittlichkeit bedarf, dessen Moralität ist nicht rein, denn diese muß ihrer Natur nach in sich selbst bestehen.

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Religion ist nicht eine Schablone für alle: Jeder lebt seinen eigenen Glauben.

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Religion ist für mich wie ein Spiel: Der Anfang ist die Geburt, das Ende ist der Tod; der Spielablauf ist das Leben.

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Religion ist für mich wie ein Wegweiser durchs Leben.

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Der Mensch ist seiner Beschaffenheit nach ein religiöses Tier.

Burke, Betrachtungen über die Französische Revolution (Reflections on the Revolution in France, And on the Proceedings in Certain Societies in London Relative to that Event), 1790

Die Religiosität, die Sittlichkeit eines beschränkten Lebens – eines Hirten, eines Bauern, in ihrer konzentrierten Innigkeit und Beschränktheit auf wenige und ganz einfache Verhältnisse des Lebens, hat unendlichen Wert und denselben Wert als die Religiosität und Sittlichkeit einer ausgebildeten Erkenntnis und eines an Umfang der Beziehungen und Handlungen reichen Daseins.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1837 (posthum). Einleitung

Freilich ist es für den Staat sehr bedeutsam, daß jeder Staatsbürger seine Religion habe, die ihn seine Pflichten lieben läßt.

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762

Religion ist für mich Leben, das beginnt und wieder aufhört.

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Mitten in der Endlichkeit eins werden mit dem Unendlichen und ewig sein in jedem Augenblick, das ist die Unsterblichkeit der Religion.

Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern, 1799. Zweite Rede

Keine Philosophie und keine Moral kann bei der großen Menge jemals die Religion ersetzen.

Schlosser, Weltgeschichte in zusammenhängender Erzählung, 9 Bde., 1815-24

Die Religion hat weit höhere Absichten, als denrechtschaffnen Mannzu bilden. Sie setzt ihn voraus; und ihr Hauptzweck ist, den rechtschaffnen Mann zuhöhern Einsichtenzu erheben.

Lessing, G. E., Briefe, die Neueste Litteratur betreffend, Erstdruck 1759-65. 49. Brief, 2. August 1759

Ein ganzes Volk ohne Religion ist ein Phantom; es hat keins gegeben und es wird keins geben; und so ist auch der einzelne Mensch ohne Religion einem Phantome gleich zu achten; nur die Negation unterhält seine Form, sonst würde er in sich selbst zerrinnen.

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