Religion Sprüche – sinn

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Alles, was, außer dem guten Lebenswandel, der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.

Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, 1793. Viertes Stück. Vom Dienst und Afterdienst unter der Herrschaft des guten Prinzips, oder von Religion und Pfaffentum

Immer, zu allen Zeiten, hatten die Menschen das Verlangen, irgend welchen Begriff von dem Anfang und von dem Endziel ihres irdischen Daseins zu haben, und so entstand die Religion, um ihnen ein Leitprinzip für die gesamte Menschheit zu geben, um jenes Band zu erleuchten, welches alle Menschen als Brüder untereinander verbindet, als Brüder, die alle einen gemeinschaftlichen Ursprung, eine gemeinschaftliche Lebensaufgabe und ein gemeinschaftliches Lebensziel haben.

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Keine Religion macht an und für sich selig, sondern allein die Tugend, die durch Religion erwärmt und gebildet werden soll.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Weitere Religionsbetrachtungen eines einfältigen Laien

Die Religion wäre für das Volk nicht so unentbehrlich, wenn die Reichen nicht so wenig Moral hätten.

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Die Religion verspricht den Gläubigen eine Luxuswohnung im Himmel, ohne ihnen die genaue Adresse zu geben.

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Religion ist schließlich nicht, was den Menschen an Gott, sondern an das Leben knüpft.

Gött, E., Briefe. An Herrn und Frau Professor K., 18. Juni 1902

Ohne Religion sinkt der Mensch zum Tier herab; es fehlt ihm zu einem blutdürstigen Ungeheuer weiter nichts als Löwenzähne oder Wolfskrallen.

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Religion ist nicht bloß eine Kirche, in die man gelegentlich zum Beten geht, sondern eine Welt, in der man beständig leben soll.

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Das Wunderbare entsteht nicht erst an einer besonderen Stelle, es durchdringt vielmehr alles geistige Leben; wer es nicht schon in diesem sieht, wer nicht in dem, was uns täglich und stündlich bewegt, ein Geheimnis gewahrt und anerkennt, dem mag die Religion lediglich ein überflüssiger, ja schädlicher Anhang des Lebens dünken.

Eucken, Der Wahrheitsgehalt der Religion, 2. umgearbeitete Auflage 1905 (EA: 1901)

Liebet Gott und die Kreatur, feiert die Sonne und machet Musik: So habt ihr eine Religion!

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Zoroasters Religion ist zugleich Philosophie, der Griechen Religion ist zugleich Kunst, Moses Religion ist zugleich Staat, Christus Religion ist bloß Seele und Leben, aus welchem alles dies kommen kann.

Herbart, J. F., Rezensionen. Rezension zu: Religion, Wissenschaft, Kunst und Staat, in ihren gegenseitigen Verhältnissen betrachtet von Joh. Jac. Wagner. Erlangen, 1819

Die Religion ist die beste Führerin durch das Leben, die beste Leiterin in frohen Tagen, die beste Trösterin im Unglück.

Seume, Kurzes Pflichten- und Sittenbuch für Landleute (Ein Nachlaß moralisch-religiösen Inhalts von J. G. Seume), 1811 (posthum). Von der Religion

Der Protestantismus ist gut für's Leben, aber der Katholizismus für's Sterben.

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Um des Weltgeistes Leben in sich aufzunehmen und um Religion zu haben, muß der Mensch erst die Menschheit gefunden haben, und er findet sie nur in Liebe und durch Liebe.

Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern, 1799. Zweite Rede

Religion und Theologie Sind grundverschiedene Dinge, Eine künstliche Leiter zum Himmel die, Jene die angeborne Schwinge.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 23.

Der religiöse Sinn stirbt gewöhnlich an indirekter Schwäche.

Schleiermacher, Über die gute Lebensart, 1798 (Fragment)

Alles wird gut für den Menschen, wenn er sein Leben von der Arbeit und seine Größe von der Religion herleitet.

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Ich möchte keinen Palast als Wohnung haben, denn in diesem Palast würde ich nur ein Zimmer bewohnen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Ich habe 96 Jahre gelebt, war beständig gesund, gesegnet mit Reichtum und Glück, Ansehen und Sympathie von seiten des Volkes und mit allem, was die Welt geben kann. Doch was mich am meisten jetzt tröstet, ist das Bewußtsein, daß ich stets meinen religiösen Verpflichtungen nachgekommen bin, daß ich stets aufrichtig bemüht war, meinem Gott treu zu dienen.

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Was die Sonne für die Erde ist, ist die Religion für den Menschen.

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Alle Religion geht auf die Idee von Sinn und Wert des Lebens.

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