Schicksal Sprüche

Sprüche über Schicksal

628 Sprüche in dieser Kategorie

Widersacher, Weiber, Schulden, Ach! kein Ritter wird sie los.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Balladen. Aus >Ritter Kurts Brautfahrt<

Fürwahr! des Schicksals Wetter rafft auch Helden hin.

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Und errangst du schon das Ziel, Fürchte noch des Schicksals Tücke!

Kind, J. F., Gedichte. Aus: König Ankäos, 1802

Vor des Schicksals Zwanggebot ist kein Entfliehn.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr

Nur wer sich gegen sein Schicksal stellt, kann Angst haben.

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Mit seinem Schicksal ist keiner zufrieden, Noch unzufrieden mit seinem Talent.

Deshoulières, Verschiedene Betrachtungen (Réflexions diverses)

Non veder non sentir m'e gran ventura ... Geschlossenen Auges laß mich gehn, mein Schicksal, bis der Tag vorüber, der trüb und trüber sich umzieht. Nicht sehn, nicht hören! Wie die Maske sieht aus leeren Löchern und den Wogenschall die Muschel fängt, nur so noch laß mein Leben sein, indes die Seele tief in Schlummer liegen mag, bis sie ein beßrer Tag zu neuem Blühen drängt.

Morgenstern, C., Gedichte. Melencolia

– Da kommt das Schicksal – Roh und kalt Faßt es des Freundes zärtliche Gestalt Und wirft ihn unter den Hufschlag seiner Pferde – – Das ist das Los des Schönen auf der Erde!

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 12. Auftritt, Thekla

Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

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Wir hängen aufs tiefste von dem ab, was nicht in uns Erscheinung werden kann.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Schicksal ist nie eine Frage der Chance, sondern eine Frage der Wahl.

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Was kommen soll, kommt nicht ohne unser Zutun, aber anders als wir denken. Der Mensch ist nicht Herr seiner Taten; wie rein unser Wollen auch sein möge: unser Handeln wird bestimmt durch eine Menge Antriebe und Verhältnisse, die außer uns liegen, aber in uns wirken.

Bodenstedt, Die letzten Falkenburger, 1887

Unsere Schicksale sind nicht außer uns, sondern in uns und unserem Willen.

Grosse, Maria Mancini, 1871

Was wir Schicksal nennen, ist selten mehr, als die Wirkung einer äußeren, unabwendbaren Gewalt, als der Segen oder Fluch, den unsere inneren Bedingungen über uns bringen.

Wachenhusen, Die neue Lorelei. Roman vom Rhein, 1877

Es ist wenig Entfernung vom tarpejischen Felsen bis zum Kapitol.

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Überhaupt ist das Los des Menschen und seine Bestimmung zur irdischen Glückseligkeit weder ans Herrschen noch ans Dienen geknüpfet. Der Arme kann glücklich, der Sklave in Ketten kann frei sein; der Despot und sein Werkzeug sind meistens, und oft in ganzen Geschlechtern, die unglücklichsten und unwürdigsten Sklaven.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Zweiter Teil. Neuntes Buch. IV. Die Regierungen sind festgestellte Ordnungen unter den Menschen, meistens aus ererbter Tradition

Träumen von Glück, aufstehen zu Sorgen, das ist jedes Los, der lebt und liebt.

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Das Schicksal entreißt nichts, was es nicht erst gegeben hat.

Seneca, Von der Unerschütterlichkeit des Weisen oder Von der Stärke des Weisen (De Constantia Sapientis). 5. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt, 1923

Schicksal und Wille stets in Fehden, So daß der Wille sich am Schicksal bricht, Nur der Gedank' ist dein, der Ausgang nicht.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Das Schicksal [...] ist ein vornehmer, aber teurer Hofmeister.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. Zweites Buch. Neuntes Kapitel

Das ist Menschenlos, – bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

Hebbel, F., Gespräche. Am 10. November 1863 auf die Nachricht von der Zuerkennung des Schillerpreises für "Die Nibelungen", die ihn auf dem Totenbett erreichte