Schicksal Sprüche

Sprüche über Schicksal

628 Sprüche in dieser Kategorie

Menschenschicksale sind lose Blätter, die vom Winde getrieben zur Erde fallen – vergehen – und keine Spuren hinterlassen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wissend, schauend, unverwandt Muß ich mein Geschick vollenden, Fallend in dem fremden Land.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Kassandra, 1802

Das Schicksal weiß immer das Beste für uns.

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Wir planen unsere Zukunft und nennen es dann Schicksal.

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Was oft die Menschen denken, Worauf ihr Sinn gericht, Kann Gott bald anders lenken, Sein Will' ist unser nicht.

Titz, J. P., Gedichte. Aus: In coelis sancti Jubila vera canunt, 1652

Es ist wirklich ein Luxus vom Schicksal, daß es Pfeile schleudert; an seinen Fügungen sieht man ohnedem, daß es das Pulver nicht erfunden hat.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Klage. Und sollte nicht das Herz erbeben, Gebeugt vom Schicksal, rauh und erzen, Wird ihm ein jeder Schritt durch's Leben Zum blutigen Markstein neuer Schmerzen? Wenn Menschen seine Welt zerstören, Durch Hohn sein innerst Selbst vernichten? Sollt es sich zürnend nicht empören, Bleibt ihm Enttäuschung und Verzichten? Sein Schrei nach Frieden ist vergebens, Getränkt mit Wermut ward sein Fühlen... Du gold'ner Quell des ew'gen Lebens, Vermagst du einst, dies wegzuspülen?

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Kann ich mein Schicksal auch nicht sehen, ich bin getrost: Du kennst das Ziel!

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Die Finsternisse von Sonne und Mond, die Gefangenschaft wilder Elefanten und Schlangen und die Armut der Weisen zu sehen, dies zeigt, daß das Schicksal immer obsiegt.

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Schichtenweise liegen die Schicksale der Menschen übereinander und bauen die Zeiten auf.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wer das wahre Kreuz bei sich trägt, über den hat der Teufel keine Macht, aber das wahre Kreuz ist weder eins von Silber noch von Gold, sondern es ist der Sinn, der willig und mit Dank trägt, was ihm Gott auferlegt.

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In dem Geschick begegnen wir dem verkörperten Charakter.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Mit falschem Einsatz lässt sich das Schicksal auf die Dauer nicht betrügen.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Die Weisesten merken höchstens nur, wie das Schicksal sie leitet und sind es zufrieden.

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Ergebung in das, was geschehen kann, Hoffnung und Vertrauen, daß nur dasjenige geschehen wird, was heilsam und gut ist, und Standhaftigkeit, wenn etwas Widerwärtiges eintrifft, sind alles, was man dem Schicksale entgegenstellen kann.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 12. Januar 1824

Dunkel und verhüllt sind die Endzwecke des Schicksals und doch befördern wir täglich durch unser Tun und Denken – wenn auch scheinbar das Gegenteil – den geheimen Gang desselben.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Was die Schickung schickt, ertrage.

Herder (Hg.), Adrastea (Zeitschrift), 1801-03/04 (11. und 12. Stück hg. durch seinen Sohn W. G. von Herder). Aus: Die wiedergefundnen Söhne

An einem Meeresufer spazieren wandeln und in einem Regentümpel daneben ersaufen; – das ist ein wahrhaft tragikomisches Schicksal.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Gold täuscht, Richter werden getäuscht, Schlechte stehen gut da, Gerechte fehlen, die Besten werden dahingerafft.

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Was von Gott kömmt, das läßt sich alles tragen, wenn zwei in Gott eins sind.

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Nur ein großes Geschick hat Raum im Rahmen des Dramas.

Geibel, E., Gedichte. Dichtungen in antiker Form. Aus: Dramaturgische Epistel