Schicksal Sprüche – glück

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Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, daß der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, daß er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Täuschungen ihm anhängt, abstreife.

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Du schaust zum Goldpalast hinauf, Als könnt' ihn Unglück nicht erreichen; O wisse, gleich läuft Schicksals Lauf, Aus jedem Hause trug man Leichen, Aus jedem Auge ward geweint, Durch jeden Busen bebten Schrecken! Freu' dich der Sonne, die dir scheint, Laß dunkle Zukunft Gott dir decken!

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O dieses Menschenleben! Wenn es glücklich ist, Ein Schatten kann es wandeln.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr. V. 1300f. Übersetzt von Johann Gustav Droysen, 1842

Der eine sagt: "Wie man sich bettet, schläft man stets;" Der andre meint: "Wie es das Schicksal will, so geht's."

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Laß dich das Schicksal nicht klein finden, wenn es dich groß besucht, und wenn es klein kommt, tue nicht, als ob ein Elefant eintrete.

Merian (Hg.), Weite. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter. Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1927

Wer einmal die Pein des Schicksals in sich überwunden hat, für den ist jede sonstige Pein nur »ein Fall«, über den es sich nicht erst verlohnt zu lamentieren. Er lächelt und wird gütig, so wie nur ein Sieger gütig zu sein vermag. – Wer noch klagenkann, der hat eigentlich über nichts zu klagen.

Stammler, Du und Es. Vom Wesen und von der Gemeinschaft, 1917

Das Schicksal hat mir stets zugelacht, aber nur – um mir die Zähne zu zeigen!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen.

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Wenn das Schicksal die Hand auf eines Menschen Haupt legt, so legt es ihm zwei Finger auf die Augen, zwei auf die Ohren und einen auf den Mund.

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Was kömmt, nimm immer mit Dank auf, daß es nicht härter ist.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Das Schicksal. Träget das Schicksal dich; so trage du wieder das Schicksal. Folg ihm willig und froh; willt du nicht folgen, du mußt.

Herder, Blumen, aus der Griechischen Anthologie gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 1. und 2. Sammlung), 1785-86. Erstes Buch

Begnügt euch, Menschen, mit dem Wort: "So ist es!"

Dante Alighieri, Die göttliche Komödie (La Divina Commedia), entstanden ca. 1307-1321; Erstdruck 1472

Man ergebe sich in sein Schicksal, wenn man kein anderes hat.

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Man sollte das Schicksal nicht immer gegen den Strich bürsten.

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Der schlimmste Wucherer ist Das Schicksal allezeit: Für eine Stunde Glück Zahlst du eine Stunde Leid.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das Schicksal gibt häufig dem Knackmandeln, der keine Zähne mehr hat.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Pessimisten-Arznei Du klagst, dass nichts dir schmackhaft sei? Noch immer, Freund, die alten Mucken? Ich hör dich lästern, lärmen, spucken — Geduld und Herz bricht mir dabei. Folg mir, mein Freund! Entschließ dich frei, Ein fettes Krötchen zu verschlucken, Geschwind und ohne hinzugucken! — Das hilft dir von der Dyspepsei!

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen

Wenn du meinst, du kannst dein Schicksal leiten, heißt das nicht gleichzeitig, daß du es ins Glück führst.

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Schicksal ist, wenn sich zwei Menschen finden, die sich nicht einmal gesucht haben.

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Blauer Himmel. Heiter blick' ich, ohne Reue In des Himmels reine Bläue, Zu der Sterne lichtem Gold. Ist der Himmel, ist die Freundschaft, Ist die Liebe mir doch hold. Laure, mein Schicksal, laure! Keine Stürme, keine Schmerzen, Heit're Ruh' im vollen Herzen, Kann es aber anders sein? Blauer Himmel, treue Freundschaft, Reiche Liebe sind ja mein. Laure, mein Schicksal, laure! Hat das Schicksal arge Tücke, Sieh', ich fürchte nichts vom Glücke, Heiter bin ich, wie die Luft. Mein der Himmel, mein die Freundschaft, Mein die Liebe bis zur Gruft. Laure, mein Schicksal, laure!

Chamisso, Gedichte

Wie oft werden wir von einem scharf ins Auge gefaßten Ziel abgelenkt, um ein höheres zu erreichen! Der Reisende bricht unterwegs zu seinem höchsten Verdruß ein Rad und gelangt durch diesen unangenehmen Zufall zu den erfreulichsten Bekanntschaften und Verbindungen, die auf sein ganzes Leben Einfluß haben. Das Schicksal gewährt uns unsre Wünsche, aber auf seine Weise.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 10. Kap.