Schicksal Sprüche – glück
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Gleichschätzung macht Ruh Wenn du die Dinge nimmst ohn allen Unterscheid, So bleibst du still und gleich in Lieb und auch in Leid.
Groll nicht den Wechseln des Schicksals; denn das Schicksal hasst alle Grollenden. Ertrag in Geduld seine Schläge; denn alle Dinge nehmen ein Ende. Wie viele wonnige Freuden kleiden sich in Leid! Und Fröhlichkeit naht, wo du Unheilsschläge schaust.
Das Schicksal nimmt manchmal, um uns nicht zu erschrecken, die Miene des Zufalls an.
Wenn das Leben kein Ende nähme, wer verzweifelte noch an seinem Geschick?
Dann habe ich mich auch überzeugt, daß nur rauhe Bewegung und wechselvolles Geschick einen tüchtigen, d. h. nach allen Seiten hin tüchtigen Charakter hervorbringen kann. Darum leben hoch Ebbe und Flut, Freude und Leid, Glück und Elend!
Der Himmel gibt die Gunst des Augenblicks. Wer schnell sie faßt, wird Meister des Geschicks.
Es kann ja nicht immer möglich sein, Daß alles sich glücklich ende – Und wenn die Sonne am höchsten steht, Kommt immer die Sonnenwende.
Die kleinen Unfälle, die uns stündlich vexieren, kann man betrachten als bestimmt, uns in Übung zu erhalten, damit die Kraft, die großen zu ertragen, im Glück nicht ganz erschlaffe.
So leitet das Schicksal den gebrechlichen Nachen meines Lebens: bin ich glücklich, so spannt es alle Segel auf, bin ich im Unglück, so wirft es Anker.
Du bist wie deine tiefen, drängenden Wünsche. Wie deine Wünsche, so ist dein Wille. Wie dein Wille, so ist deine Tat, und wie deine Tat, so ist dein Schicksal.
Es ist sinnlos, dem Schicksal zu grollen; denn es nimmt keine Klagen an.
Gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.
Das Schicksal vergilt manchmal schnell, manchmal langsam, aber zuverlässig.
Schicksal Wie du im Herzen glaubst, so wird dir das Schicksal begegnen; was du an andern tust, wird dir von andern geschehn.
Ich kann gar nicht begreifen, wie mir etwas begegnen kann, das mir unangenehm ist.
Nein, bettle, wer da will des Glückes eitle Gaben, Im Wunsche groß, klein im Genuß: Von mir soll das Geschick nur diese Bitte haben: Gleich fern von Not und Überfluß.
Der eine spekuliert immer glücklich, der andere immer unglücklich; der eine liebt immer glücklich, der andere immer unglücklich; der eine reist dreimal um die Welt ohne Unfall, der andere trifft es bei jeder Ausfahrt so, daß ein Rad bricht oder ein Pferd durchgeht oder doch wenigstens, daß es mit Mollen gießt.
Das Schicksal behandelte mich schlecht, ich schaute es an und lachte, damit niemand sah, wie bitter der Becher war, den ich trank. Die Fröhlichkeit kam vorbei, hielt an bei mir, und sagte: "Ich kam um zu sehen, mit wem du lachst?"
Das Geschick läßt unsere Tugenden und Laster hervortreten wie das Licht die Körper.
Wenn es jemandes Schicksal ist, zu ertrinken, wird er auch in einem Becher Wasser ertrinken.
Jemand, der sich seiner Kraft als eines schwer erworbenen Guts bewusst ist, glaubt nicht leicht an die gänzliche Ungunst des äußern Geschicks.