Schicksal Sprüche – zeit
277 Sprüche gefunden
[…] Armeen habe ich vernichtet, aber gegen Feuer, Eis, gegen den Tod reichen meine Kräfte nicht aus. Das Schicksal war mächtiger als ich […].
Unser Wille mag noch so rein sein, wir thun alles, was wir können, der Himmel selbst scheint uns zu winken, und es wird doch nichts draus. Das ist der unerforschliche Organismus jener höheren Sphärenkreise, in die unser Auge vergebens zu dringen sucht.
So hetzt eins das andre; und was man abzuwenden sucht, das macht sich erst recht.
Selbst gegen seine Lieblinge zeigt sich das Schicksal nie allzu großmütig. Selten gewähren die Götter den Sterblichen mehr als eine einzige unsterbliche Tat.
Das Schicksal ist ganz einem Buchhändler gleich, Papier sind die Menschen – sein s' arm oder reich; Sie sind leere Blätter bei ihrem Entstehn, 's ist anfangs die Farb' nur der Unschuld zu sehn; Die erste Erziehung ist das Manuskript, Die schon dem Papiere Bedeutsamkeit gibt, Dann kommt es zum Buchhändler Schicksal ins Haus, Sein Druck macht erst fertige Bücher daraus. Die geistreichsten Menschen gehn oft so herum, Kein Mensch auf der Welt aber kümmert sich drum, So gibt es auch Schriften, die sehr geistreich sind, Wozu grad' deshalb kein Verleger sich find't; Das dümmste Zeug prachtvoll oft aufgelegt wird; Im Franzband, mit Goldschnitt dazu noch verziert, So auch mancher Mensch, des Verstandes ganz bar, Steigt herum illustriert als ein Prachtexemplar.
Nichts ist untragbar, was notwendig ist. Auch der Winter ist tragbar. Und das Alter. Und der Tod. Sie kommen ohne zu fragen, wollt ihr's tragen? Sie kommen. Und wir tragen's.
Was aber gibt es, das nicht das Schicksal nach seinem Willen aus voller Blüte in den Staub werfen könnte?
Das Schicksal muss in seiner ganzen Wucht bedacht werden.
Wenn auch das meiste oder gar alles von ungefähr, blindlings und zufällig geschehen würde – würde dann etwas auf andere Weise geschehen, als es jetzt geschieht?
Fremd, wie niebeschrieben sieht mich mein Schicksal an.
Wem des anderen Schicksal gefällt, dem ist sein eigenes gänzlich verhasst.
Das Schicksal, meinst du, habe sich dir gegenüber gewandelt, doch du irrst. Das sind stets seine Sitten, entspricht seiner Natur. Bewahrt hat es gegen dich nur die Beständigkeit in seiner eigenen Wandelbarkeit.
Wo das Schicksal sich irrt, stürzen die Pläne der Menschen.
Das Schicksal folgt seinen eigenen Wegen.
Die Schicksalsgöttinnen vollenden ihr Werk.
So sagten es die Weissagungen.
Ein Unglücklicher werde aus einem Mächtigen, aus einem Unglücklichen ein Mächtiger.
Was auch immer das Schicksal in die Höhe gehoben hat, erhebt es, um es fallen zu lassen.
Niemandem ist es je gelungen, die drei spinnenden Mädchen mit seinen Bitten zu erweichen: an dem einmal festgelegten Tag halten sie fest.
Das Schicksal kann man nirgendwo ausschließen.
Unser Schicksal – die ganze Welt. Darum geht es auch nie um den Einzelnen.