Schicksal Sprüche – zeit
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Die Schicksale des Lebens gehen ihren Gang, scheinbar fühllos, fort.
So geizen die Götter mit ihren Gaben Und versagen der Sehnsucht die Seligkeitsfülle. Wer sein Glück verspielt hat, dem werfen sie spöttisch In den Schooß das Geschenk aus Schadenfreude Und gewähren den Wunsch wann er wertlos geworden!
Voll Weisheit sind des Schicksals Fügungen!
Jedweder ist des dunklen Schicksals Knecht.
Sein Schicksal kann keinem entgehen, sollte man sagen, nicht seinem Schicksal kann keiner entgehen; denn nicht das Schicksal fängt den Menschen; der Mensch jagt nach seinem Schicksal.
Wo die Menschen wenig Kraft und Tapferkeit besitzen, zeigt Fortuna in hohem Maße ihre Macht.
Erbarmen nicht, noch Göttergunst, noch Bitten versöhnen dein Geschick; uralter Stempel, aus Demant geschnitten, prägt Leid und Glück.
Die Vorsehung ist auch weltklug und heult mit den Wölfen wie der schlaueste Mensch. Sobald aber ihr Wille reif geworden, wirft sie die Maske ab.
Das Schicksal ist die Zeit in ihrer beschleunigten Form.
Es hängt von der Breite des Schicksals ab, wieviel unvergeß- und unverwischbare Spuren es in der Seele hinterläßt.
Es ist gesprochen, du hast es vernommen, Das Schlimmste weißt du, nichts ist mehr zurück! Wie die Seher verkündet, so ist es gekommen, Denn noch niemand entfloh dem verhängten Geschick. Und wer sich vermißt, es klüglich zu wenden, Der muß es selber erbauend vollenden.
Der Menschensohn, der schicksallos sich glaubt, Ihn blickt der Genius der Menschheit schon Mitleid’gen Auges an, und sieht die Stunde Beflügelt nah’n, die sein Geschick erfüllt.
Je mehr Macht er [der Mensch] dem Schicksal beimißt, desto mehr beraubt er sich selber jener Macht, die Gott ihm verlieh, indem er ihn mit Vernunft begabte.
Das Schicksal behält immer Recht, auch wo es scheinbar Unrecht tut.
Es gibt auf alle Fälle Schicksalsbestimmungen...
Für den Menschen und für jedes Ding ist das Heute nicht Gestern. Auf den Liebesschwur von gestern folgt heute der Fluch des Hasses; nicht aus freien Stücken, gewiß nicht; aber es mußte so kommen. Möchte sich der helle Glanz der goldenen Jugend freiwillig in das düstere Dunkel des glanzlosen Alters verwandeln? Es ist furchtbar, daß wir, Söhne der Zeit, aus ihr gebildet und gewoben, so eingeschlossen und so tief versenkt in das Geheimnis der Zeit, dastehen; furchtbar, wie über uns allen und über allem, was wir haben, sehen und tun, geschrieben steht: »Ruhe nicht, verharre nicht, vorwärts, deinem Schicksal entgegen.«
Ich war Fatalist von jeher. Wenn das Schicksal etwas will, so haben wir zu gehorchen.
Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens schlanke Flamme oder schmale Leier.
Welche Schicksale haben doch die schwachen Sterblichen, die wie Blätter im Wind treiben!
Denn wer im Wege steht dem Geschick, das dem endlichen Ziele Furchtbar zueilt, stürzt in den Staub, ihn zerstampfen die Rosse.
O Himmel, könnte man im Buch des Schicksals doch lesen!