Schicksal Sprüche – zeit

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So sehr du auch Acht gibst, so sehr du dich entgegenstellst… der Weg des Himmels ist immer derselbe.

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Dahin gelassen gehn, wohin das Schicksal zieht, Soll jeder, der den Faden sieht.

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Du greifst in deines eigenen Schicksals Speichen Du greifst in deines eigenen Schicksals Speichen mit Kinderhand, wähnst goldene Liebeskronen zu erreichen, erhaschst nur Tand. Zerstörst vom reinsten Glück die heiligen Blüten mit täppischer Faust – und lebst dein Leben – Trug und Wahn zu hüten –, bis es verbraust!

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Es ist schwer, gegen das Verhängnis anzukämpfen, denn es naht unaufhaltsam die Stunde, wo frivoles Menschenwerk zusammenbricht!

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Das ist das Schicksal aller holden Dinge: Erkauft mit Thränen und mit Schmerz verloren.

Heyse, Italienisches Liederbuch, 1860

Wir Menschen führen uns nicht selbst; bösen Geistern ist Macht über uns gelassen, daß sie ihren höllischen Mutwillen an unserm Verderben üben.

Goethe, Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, 1773. 5. Akt, Weislingen mit sich allein

Oft greift mit eiserner Hand in die Harfe des Lebens, wenn sie am zartesten tönt, gellend das düstre Geschick.

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Recht stets behält das Schicksal; denn das Herz In uns ist sein gebieterischer Vollzieher.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1. Akt, 7. Auftritt, Wallenstein

Ein Schicksal ist so viel wert, als der Mensch es schätzt.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Wir selbst sind unser Schicksal.

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Das Geschick bewirkt es, daß wir allen anderen ein Gespenst, daß wir selber unsre einzige Wirklichkeit sind. Das Geschick bewirkt es, daß wir die riesenhafte Angel der Welt, daß wir ein Sandkorn sind; daß wir der Stein sind, der zur Lawine wird, der Kiesel, dessen konzentrische Wellenringe über den ganzen Meeresspiegel hinweg weiter und weiter werden.

Wolfe, Schau heimwärts, Engel (Look Homeward, Angel: A Story of the Buried Life), 1929

Der Mensch denkt – und Gott lenkt, und ehe man eine Hand umwendet, sind unsere Zustände und Wünsche anders, als wir es voraus dachten.

Eckermann, J. P., Briefe. An Goethe, 6. November 1830

Wenn das Schicksal die Hand auf eines Menschen Haupt legt, so legt es ihm zwei Finger auf die Augen, zwei auf die Ohren und einen auf den Mund.

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Um die Tragödien der anderen liegt immer etwas wie Banalität.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Das Schicksal prolongiert einen Wechsel meistens zweimal, bevor es ihn präsentiert.

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Haben wir unser Schicksal in Händen? Oder sind wir nur Werkzeuge, die dem Gebot des Werdens dienen?

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Unsere Vernunft ist dem Schicksal ebenso unterworfen wie unser Vermögen.

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Das Schicksal gibt dem Menschen oft den Wundbalsam früher als die Wunde.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Erstes Heftlein. 2. Hundposttag

Das Schicksal ist unheilvoll. Keiner, der geboren wurde, entrinnt ihm.

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Das Schicksal. Träget das Schicksal dich; so trage du wieder das Schicksal. Folg ihm willig und froh; willt du nicht folgen, du mußt.

Herder, Blumen, aus der Griechischen Anthologie gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 1. und 2. Sammlung), 1785-86. Erstes Buch

Es ist oft schwer, den Finger Gottes von der Knute des Schicksals zu unterscheiden.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931