Schicksal Sprüche – zeit
277 Sprüche gefunden
Nacht am Flusse Liegen eine Sternennacht und lauschen, wie der Kahn an seiner Kette zieht und die Welle flüstert und entflieht und die Wipfel leis dawiderrauschen –. Wie es seufzt und rüttelt ohne Ruh, Freiheit wider Knechtschaft einzutauschen. Armes Herz, so zerrst und stöhnst auch du. Eine Nacht so seinem Schicksal lauschen...
Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig – und läßt ihn im Greisenalter reich werden.
Wolkenbild Düstergraue Wolken ragen Trotzig auf, Felsen gleich. Naht mit Brausen Sturmessausen Fährt in's Wolkengebirg. Und die Berge zerbrechen, Und die Felsen zerschellen – Sah's und dacht' des Menschenlooses.
Ich sah einmal ein Kind die Hand ausstrecken, um das Mondlicht zu haschen; aber das Licht ging ruhig weiter seine Bahn. So stehn wir da, und ringen, das wandelnde Schicksal anzuhalten.
Memento Kannst dem Schicksal widerstehen, Aber manchmal gibt es Schläge; Will's nicht aus dem Wege gehen, Ei, so geh' du aus dem Wege!
Manchem mag noch so viel Tragisches passiren – er bringt es doch nie über die Lustspielfigur hinaus.
Das Schicksal zerstreut, der Mensch muss sammeln.
Fürwahr! des Schicksals Wetter rafft auch Helden hin.
Vor des Schicksals Zwanggebot ist kein Entfliehn.
Non veder non sentir m'e gran ventura ... Geschlossenen Auges laß mich gehn, mein Schicksal, bis der Tag vorüber, der trüb und trüber sich umzieht. Nicht sehn, nicht hören! Wie die Maske sieht aus leeren Löchern und den Wogenschall die Muschel fängt, nur so noch laß mein Leben sein, indes die Seele tief in Schlummer liegen mag, bis sie ein beßrer Tag zu neuem Blühen drängt.
– Da kommt das Schicksal – Roh und kalt Faßt es des Freundes zärtliche Gestalt Und wirft ihn unter den Hufschlag seiner Pferde – – Das ist das Los des Schönen auf der Erde!
Was kommen soll, kommt nicht ohne unser Zutun, aber anders als wir denken. Der Mensch ist nicht Herr seiner Taten; wie rein unser Wollen auch sein möge: unser Handeln wird bestimmt durch eine Menge Antriebe und Verhältnisse, die außer uns liegen, aber in uns wirken.
Was wir Schicksal nennen, ist selten mehr, als die Wirkung einer äußeren, unabwendbaren Gewalt, als der Segen oder Fluch, den unsere inneren Bedingungen über uns bringen.
Das Schicksal entreißt nichts, was es nicht erst gegeben hat.
Schicksal und Wille stets in Fehden, So daß der Wille sich am Schicksal bricht, Nur der Gedank' ist dein, der Ausgang nicht.
Das Schicksal [...] ist ein vornehmer, aber teurer Hofmeister.
Das ist Menschenlos, – bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.
Es führt das Schicksal an verborgnem Band Den Menschen auf geheimnißvollen Pfaden, Doch über ihm wacht eine Götterhand, Und wunderbar entwirret sich der Faden.
Kinder auf der Wiese Auf der Wiese Schmetterlinge, Kinder hurtig hinterher. Haschen sie und reißen lustig – Seht! – das Tierchen kreuz und quer. Kinder aber werden größer. Hurtig hinter ihnen her Hascht das Schicksal – seht! – und lustig Reißts die Menschlein kreuz und quer.
Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.
Schicksal ist dem Weisen in seiner menschlichen Sprache unwandelbarer Wille der unwandelbaren Liebe.