Schicksal Sprüche – zeit

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Wir können uns noch so sehr auflehnen gegen das Schicksal und das Gesetz alles Lebens, wir sterben doch. Wir und unsere Physiognomien, unsere Witze, unsere Bilder, die Erinnerung an uns, alles vergeht.

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Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 20. Hundposttag

Wenn nicht geschehen wird, was wir wollen, so wird geschehen, was besser ist.

Luther, M., Briefe. An Melanchthon, 30. Juni 1530

Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

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Was sein wird, wird sein.

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Wenn das Schicksal ruft: "Le jeu est fait, messieurs!" – so achten das die Wenigsten, erst wenn sie hören: "Rien ne va plus!" bekommen sie Lust, aber zu spät.

Börne, Der Narr im weißen Schwan oder: Die deutschen Zeitungen (Fragment), 1829. 2. Kapitel

Karma ist die ewige Bestätigung der menschlichen Freiheit... Unsere Gedanken, unsere Worte und Taten sind Fäden in einem Netz, das wir uns umhängen.

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Es rollt das Schicksal nach Ordnung der Dinge.

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Wenn du dem Wind die Segel ließest, dann würdest du fahren, nicht wohin dein Wille strebte, sondern wohin das Wehen triebe; wenn du den Schollen den Samen vertrautest, würdest du tragende und unfruchtbare Jahre unter sich abwägen. Du hast dich dem Schicksal zur Herrschaft gegeben: du mußt dich in die Gewohnheiten dieses Herren schicken. Du versuchst, den Schwung des rollenden Rades aufzuhalten? Aber, törichtester aller Sterblichen, wenn es zu stehen beginnt, hört es auf, Geschick zu sein!

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 2. Buch

Man kann sein Schicksal weder voraussehen noch ihm entgehen; doch man kann es annehmen.

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Das Schicksal ereilt uns oft auf den Wegen, die man eingeschlagen hat, um ihm zu entgehen.

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Es hat keinen Sinn, mit dem Unvermeidlichen zu diskutieren.

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Schulden, Alter und Tod kommen unangemeldet ins Haus.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Habe das Schicksal lieb, denn es ist der Gang Gottes durch die Seele.

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Was dir die Zeit befiehlt, vollende mit Kraft und unverdrossnem Mut, und siehe, du sprichst zuletzt, am Ende: So wie es kam, so war es gut!

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Was Schicksal schützt, das muß bestehen, und fehlt auch jede andre Hut; Was Schicksal schlägt, das muß vergehen, ist auch die Obhut treu und gut.

Fritze (Übers.), Pantschatantra. Ein altes indisches Lehrbuch der Lebensklugheit in Erzählungen und Sprüchen, aus dem Sanskrit neu übersetzt von Ludwig Fritze, 1884

Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt, das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zum Hügel – das Blättchen rühmt sich seiner Flügel.

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Dein Leben ist nicht dein eigen, es ist das Gleichgewicht der Kräfte, das Himmel und Erde dir zugeteilt. Deine Natur und dein Schicksal sind nicht dein eigen, sie sind der Lauf, den Himmel und Erde dir zugeteilt. Deine Söhne und Enkel sind nicht dein eigen, sie sind die Überbleibsel, die Himmel und Erde dir zugeteilt.

Liezi (Liä Dsi), Das wahre Buch vom quellenden Urgrund, übersetzt von Richard Wilhelm 1911. Buch I. Offenbarungen der unsichtbaren Welt. 12. Eigentum

Aus des Schicksals dunkler Quelle rinnt das wechselvolle Los, heute stehtst du fest und groß, morgen wankst du auf der Welle.

Inschrift. Am Schicksalsbrunnen, Stuttgart

So sind die Schicksalswege dieser rauhen Welt: Heute wirst du sanft in den Sattel gehoben, und morgen wird dir der Sattel auf die Schultern gelegt.

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Schaffe bis zum Höchsten! Wahre die Stille bis zum Völligsten! Alle Dinge mögen sich dann zugleich erheben. Ich schaue, wie sie sich wenden. Die Dinge in all ihrer Menge, ein jedes kehrt zurück zu seiner Wurzel. Rückkehr zur Wurzel heißt Stille. Stille heißt Wendung zum Schicksal. Wendung zum Schicksal heißt Ewigkeit. Erkenntnis der Ewigkeit heißt Klarheit. Erkennt man das Ewige nicht, so kommt man in Wirrnis und Sünde.

Laotse (Laozi), Tao Te King (Daodejing), entstanden um 400 v. Chr.