Schicksal Sprüche – zeit
277 Sprüche gefunden
Manchmal härmst du dich leidend und manchmal freust du dich handelnd: Diese Gewalt, dies Los wechselt vom Manne zum Mann.
Wenn das Schicksal uns schmeichelt, tut es das, um uns zu verraten.
Der Mensch sieht nur das Spinnrad des Schicksals, aber nicht die Spindel; daher sagt er: seht ihr nicht den ewigen, leeren Kreislauf der Welt?
Das Schicksal macht den Mann zum Unter-Schicksal des Weibes.
Will das Schicksal Weise demütigen, so überrascht es sie gewöhnlich bei jenen kleinen Gelegenheiten, in denen man meist sorglos und wehrlos ist. Der begabteste Mensch der Welt kann es nicht verhindern, dass wirkliche Belanglosigkeiten furchtbares Unglück nach sich ziehen, und er verliert seinen Ruf oder sein Vermögen durch eine geringfügige Unbedachtsamkeit, wie ein anderer sich beim Aufundabgehen im Zimmer ein Bein bricht.
Wie anders säet der Mensch, und wie anders läßt das Schicksal ihn ernten.
So legt das Schicksal Nacht um uns und reicht uns nur Fackeln für dennächstenWeg, damit wir uns nicht betrüben über die Klüfte der Zukunft und über die Entfernung des Ziels.
Kein Held hat einen Schild gegen die Pfeile des Schicksals.
Mißgeschick: Das Geschick, das man nie zu vermissen gezwungen ist.
Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben.
Gegenüber dem Schicksal stehen sogar die Götter machtlos.
Das Schicksal ist ein Verräter.
Auch des Menschen Tun Ist eine Aussaat von Verhängnissen, Gestreuet in der Zukunft dunkles Land, Den Schicksalsmächten hoffend übergeben.
Das Schicksal behandelt den Menschen, wie der Bildhauer den Steinblock. Je mehr es an ihm hämmert und meißelt, um so vollendeter entsteht die Form.
Nicht eignem Wunsch, nein, höheren Gewalten Entspringt das Erdenlos, das uns beschieden; Doch jeder darf es eigen sich gestalten, Und dann wird er mit seinem Los zufrieden.
Der Weise [bekümmert sich] nicht um die herbeigezogenen Schicksale, sondern um das, was diese Schicksale herbeizieht. Dann fällt ihm alles zu, ohne daß es jemand hindern kann.
Gutes und Böses kommt unerwartet dem Menschen.
Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.
Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise und kennt der Götter Walten.
Was sein muß, das geschehe, doch nicht drüber.
Für Glück und Unglück im Schicksal des Menschen gibt es keine Hintertüren; sie kommen, wie die Menschen selbst sie rufen. Auf Gut und Böse folgt deren Vergeltung, wie der Schatten dem Körper folgt.