Schicksal Sprüche – zeit

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Manchmal härmst du dich leidend und manchmal freust du dich handelnd: Diese Gewalt, dies Los wechselt vom Manne zum Mann.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 987f

Wenn das Schicksal uns schmeichelt, tut es das, um uns zu verraten.

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Der Mensch sieht nur das Spinnrad des Schicksals, aber nicht die Spindel; daher sagt er: seht ihr nicht den ewigen, leeren Kreislauf der Welt?

Jean Paul, Museum, 1814. II. Sedez-Aufsätze. Erste und zweite Lieferung. Das Welt-Rätsel

Das Schicksal macht den Mann zum Unter-Schicksal des Weibes.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Dritter Band. 20. Jobelperiode. 88. Zykel

Will das Schicksal Weise demütigen, so überrascht es sie gewöhnlich bei jenen kleinen Gelegenheiten, in denen man meist sorglos und wehrlos ist. Der begabteste Mensch der Welt kann es nicht verhindern, dass wirkliche Belanglosigkeiten furchtbares Unglück nach sich ziehen, und er verliert seinen Ruf oder sein Vermögen durch eine geringfügige Unbedachtsamkeit, wie ein anderer sich beim Aufundabgehen im Zimmer ein Bein bricht.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Wie anders säet der Mensch, und wie anders läßt das Schicksal ihn ernten.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Kleinere Schriften vermischten Inhalts. Ueber Völkerwanderung, Kreuzzüge und Mittelalter, 1789

So legt das Schicksal Nacht um uns und reicht uns nur Fackeln für dennächstenWeg, damit wir uns nicht betrüben über die Klüfte der Zukunft und über die Entfernung des Ziels.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. Sechster Schalttag

Kein Held hat einen Schild gegen die Pfeile des Schicksals.

Seidel (Hg.), Anthologie aus der asiatischen Volkslitteratur, 1898. Der Perser im Lichte seiner Sprichwörter

Mißgeschick: Das Geschick, das man nie zu vermissen gezwungen ist.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben.

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Gegenüber dem Schicksal stehen sogar die Götter machtlos.

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Das Schicksal ist ein Verräter.

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Auch des Menschen Tun Ist eine Aussaat von Verhängnissen, Gestreuet in der Zukunft dunkles Land, Den Schicksalsmächten hoffend übergeben.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 2. Akt, 6. Auftritt, Wallenstein

Das Schicksal behandelt den Menschen, wie der Bildhauer den Steinblock. Je mehr es an ihm hämmert und meißelt, um so vollendeter entsteht die Form.

Schütz (Hg.), Vergißmeinnicht. Eine Blumenlese aus dem Gebiete des Wahren, Guten und Schönen, in tausend mit den Namen der Verfasser versehenen Aufsätzen für Stammbücher, 1820

Nicht eignem Wunsch, nein, höheren Gewalten Entspringt das Erdenlos, das uns beschieden; Doch jeder darf es eigen sich gestalten, Und dann wird er mit seinem Los zufrieden.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Der Weise [bekümmert sich] nicht um die herbeigezogenen Schicksale, sondern um das, was diese Schicksale herbeizieht. Dann fällt ihm alles zu, ohne daß es jemand hindern kann.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Erster Teil. Buch I - Mong Tschun Gi. 3. Kapitel: Das Wichtignehmen des eignen Ich / Dschung Gi

Gutes und Böses kommt unerwartet dem Menschen.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. Vor dem Palaste des Menelas zu Sparta. Chor

Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.

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Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise und kennt der Götter Walten.

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Was sein muß, das geschehe, doch nicht drüber.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 2. Akt, 2. Szene, Walter Fürst

Für Glück und Unglück im Schicksal des Menschen gibt es keine Hintertüren; sie kommen, wie die Menschen selbst sie rufen. Auf Gut und Böse folgt deren Vergeltung, wie der Schatten dem Körper folgt.

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