Schicksal Sprüche – zukunft

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So legt das Schicksal Nacht um uns und reicht uns nur Fackeln für dennächstenWeg, damit wir uns nicht betrüben über die Klüfte der Zukunft und über die Entfernung des Ziels.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. Sechster Schalttag

Das Übel, was uns trifft, ist selten oder nie so schlimm als das, welches wir befürchten.

Hecker (Hg.), Schillers Persönlichkeit. Urtheile der Zeitgenossen und Documente gesammelt von Max Hecker, 3 Bde., 1904-09

Auch des Menschen Tun Ist eine Aussaat von Verhängnissen, Gestreuet in der Zukunft dunkles Land, Den Schicksalsmächten hoffend übergeben.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 2. Akt, 6. Auftritt, Wallenstein

Gutes und Böses kommt unerwartet dem Menschen.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. Vor dem Palaste des Menelas zu Sparta. Chor

Was sein muß, das geschehe, doch nicht drüber.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 2. Akt, 2. Szene, Walter Fürst

Nach den Grundsätzen des Fortschritts soll es schon lange gar kein Schicksal mehr geben.

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Es gibt Gezeiten im Geschick der Menschen, die, wird die Flut genutzt, zum Glück hinführen, wird sie verfehlt, so bleibt des Lebens Reise in Untiefen und Widrigkeiten stecken. Jetzt schwimmen wir auf einer hohen Woge und müssn, wenn sie naht, die Strömung nutzen, wollen wir nicht scheitern.

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Und wieder tritt das Leben mir mit vorgestelltem Fuß entgegen, und wieder reißt des Zufalls Gier vom Munde mir mein Häppchen Segen. Und wieder ist der Weg verbaut, den meine Hände wühlend schufen. Zum hohen Ziel, das ich geschaut, weist mich kein Pfad, gehn keine Stufen. Gott liebt den Menschen nicht, der frei hinaufsteigt zu den Zukunftspforten. Die Häscher seiner Polizei, des Schicksals, lauern allerorten.

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Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.

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Jeder ist seine eigene Parze und spinnt sich selber seine Zukunft.

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Unsere Schicksale kommen aus uns selbst, wie die Wolken nur aus der Erde.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Das Schicksal hält es immer mit den Kühnen.

Destouches, Der Ehrgeizige und die Indiskrete (L'Ambitieux et l’indiscrète), 1737

Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefaßt die Zügel festzuhalten, und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.

Goethe, Egmont, 1788. 2. Akt, Egmont zum Sekretär

Schicksal! wir wollen sehn, was dir beliebt. Wir wissen, daß wir sterben werden; Frist Und Zeitgewinn nur ist der Menschen Trachten.

Shakespeare, Julius Cäsar, Erstdruck 1623

Der Himmel gibt die Gunst des Augenblicks. Wer schnell sie faßt, wird Meister des Geschicks.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Scheint mir die Sonne heut, um das zu überlegen, was gestern war? und um zu raten, zu verbinden, was nicht zu erraten, nicht zu verbinden ist, das Schicksal eines kommenden Tages?

Goethe, Egmont, 1788. 2. Akt, Egmont zum Sekretär

Es kann ja nicht immer möglich sein, Daß alles sich glücklich ende – Und wenn die Sonne am höchsten steht, Kommt immer die Sonnenwende.

Brackel, Die Tochter des Kunstreiters, 1875

Wie vieles wird zu jeder Frist verhütet – bedachten wir schon einmal dies zu Ende? wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!

Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Es gibt keineswegs dergleichen wie ein Omen. Das Schicksal sendet nie seine Boten voraus. Dazu ist es zu klug oder zu grausam.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

So ist es uns ergangen So ist es uns ergangen. Vergiß es nicht in beßrer Zeit! – Aber Vöglein singen und sangen, Und dein Herz sei endlos weit. Vergiß es nicht! Nur damit du lernst Zu dem seltsamen Rätsel »Geschick«. – Warum wird, je weiter du dich entfernst, Desto größer der Blick? Der Tod geht stolz spazieren. Doch Sterben ist nur Zeitverlust. – Dir hängt ein Herz in deiner Brust, Das darfst du nie verlieren.

Ringelnatz, J., Gedichte. Verstreut Gedrucktes

Unabänderlich sind des Schicksals ew'ge Beschlüsse, Was auf der Stirne steht, wird an dem Kopfe gescheh'n.

Hammer-Purgstall (Hg.), Juwelenschnüre Abul-Maani's (des Vaters der Bedeutungen), das ist Bruchstücke eines unbekannten persischen Dichters, gesammelt und übersetzt duch Joseph von Hammer, Wien 1822