Schicksal Sprüche – zukunft

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Entweder sei Prometheus oder Psyche, entweder schaffe oder liebe; in beiden Fällen besiegelst du das Schicksal.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Versetzt dir 's Schicksal Stich auf Stich, Nimmt 's noch so scharf dich unter's Messer, Dann, Schwergeprüfter, tröste dich: Geschor'ne Haare wachsen besser.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Lassen Sie den Schicksalsfaden leise laufen, wie er läuft, ohne ihn reißen und aufhalten zu wollen: so geht er desto sichrer seinen Gang, und findet sich wieder in unsre Hand, vielleicht wenn wir's am wenigsten gedenken und hoffen.

Herder, J. G., Briefe. An Karoline Flachsland, 20. April 1771

Ich sage mir, daß so wenig alles Schlimme, was man befürchtet, wie alles Gute, was man erhofft, buchstäblich eintrifft; man muß von beidem viel abziehen.

Friedrich II. (der Große), Briefe. An d'Argens, April 1761

Des Menschen Verdüsterungen und Erleuchtungen machen sein Schicksal!

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 11. März 1828

Mein Schicksal ruft.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

… [Das] Bleigießen, welches das Schicksal mit uns veranstaltet.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43

Das Schicksal ist die Zeit in ihrer beschleunigten Form.

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Es ist gesprochen, du hast es vernommen, Das Schlimmste weißt du, nichts ist mehr zurück! Wie die Seher verkündet, so ist es gekommen, Denn noch niemand entfloh dem verhängten Geschick. Und wer sich vermißt, es klüglich zu wenden, Der muß es selber erbauend vollenden.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor.

Der Menschensohn, der schicksallos sich glaubt, Ihn blickt der Genius der Menschheit schon Mitleid’gen Auges an, und sieht die Stunde Beflügelt nah’n, die sein Geschick erfüllt.

Hamerling, Ahasver(us) in Rom, 1866. Motto

Das Schicksal behält immer Recht, auch wo es scheinbar Unrecht tut.

Zweig, Amerigo, Stockholm 1944

Es gibt auf alle Fälle Schicksalsbestimmungen...

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 137.

Für den Menschen und für jedes Ding ist das Heute nicht Gestern. Auf den Liebesschwur von gestern folgt heute der Fluch des Hasses; nicht aus freien Stücken, gewiß nicht; aber es mußte so kommen. Möchte sich der helle Glanz der goldenen Jugend freiwillig in das düstere Dunkel des glanzlosen Alters verwandeln? Es ist furchtbar, daß wir, Söhne der Zeit, aus ihr gebildet und gewoben, so eingeschlossen und so tief versenkt in das Geheimnis der Zeit, dastehen; furchtbar, wie über uns allen und über allem, was wir haben, sehen und tun, geschrieben steht: »Ruhe nicht, verharre nicht, vorwärts, deinem Schicksal entgegen.«

Carlyle, Die französische Revolution (The French Revolution: A History), 1837. Die Tuilerien. Erstes Kapitel. Epimenides

Kein Zug des Schicksals setzt mich matt: – Matt werden kann ja nur der König!

Freiligrath, F., Gedichte. Aus: Springer, 1886

Denn wer im Wege steht dem Geschick, das dem endlichen Ziele Furchtbar zueilt, stürzt in den Staub, ihn zerstampfen die Rosse.

Goethe, Achilleis, entstanden 1798-99, Erstdruck 1808. Erster Gesang

Das Schicksal des Menschen formt sich jeden Tag und keiner kennt es. Unser Schicksal ist das, was wir sind. Sind wir mutlos, so entmutigen wir es.

Rolland, Clerambault. Geschichte eines freien Gewissens im Kriege (Clerambault, histoire d’une conscience libre pendant la guerre), 1920

O Himmel, könnte man im Buch des Schicksals doch lesen!

Shakespeare, König Heinrich IV. (King Henry IV), 2 Teile, Erstdruck 1598-1600. Zweiter Teil. Dritter Aufzug, erste Szene, König Heinrich

Nichts ist untragbar, was notwendig ist. Auch der Winter ist tragbar. Und das Alter. Und der Tod. Sie kommen ohne zu fragen, wollt ihr's tragen? Sie kommen. Und wir tragen's.

Dahn, Kampf um Rom, 1876

Was aber gibt es, das nicht das Schicksal nach seinem Willen aus voller Blüte in den Staub werfen könnte?

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 91. Brief. Übers. Internet Originaltext: Quid enim est quod non fortuna, cum voluit, ex florentissimo detrahat?

Fremd, wie niebeschrieben sieht mich mein Schicksal an.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Der neuen Gedichte anderer Teil, 1908. Aus: Die Liebende

Wo das Schicksal sich irrt, stürzen die Pläne der Menschen.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Ubi fata peccant, hominum consilia excidunt