Seele Sprüche
Sprüche über Seele
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Für Krankheiten der Seele gibt es kein Mittel zur Genesung – – – nur Betäubungsmittel.
Über Angelegenheiten, die unser Inneres in Anspruch nehmen, sollten wir nicht mit anderen reden: denn uns ist es dabei ernst, den andern nicht.
Es sind oft kleine seelische Dinge, die für große Entwicklungen ausschlaggebend sind.
Der Unsterbliche wird sterblich auf der Erde, und jeder Geist wird ein Mensch!
Wo eine Seele schweres Leid erduldet, Wo sie in heißen Kämpfen stritt, O, frage nicht, was sie verschuldet, Nein, frage nur, wie viel sie litt.
In einer Seele voll Unmut und Verdruß erstickt die dumpfe schwere Luft alle geistigen Blüten und den sittlichen Wuchs.
PsychePsyche, my soulEdgar Poe ... und Psyche, meine Seele, sah mich an Von unterdrücktem Weinen blaß und bebend Und sagte leise: »Herr, ich möchte sterben, Ich bin zum Sterben müde und mich friert.« O Psyche, Psyche, meine kleine Seele, Sei still, ich will dir einen Trank bereiten, Der warmes Leben strömt durch alle Glieder. Mit gutem warmem Wein will ich dich tränken, Mit glühendem sprühendem Saft des lebendigen Funkelnden, dunkelnden, rauschend unbändigen, Quellenden, schwellenden, lachenden Lebens, Mit Farben und Garben des trunkenen Bebens: Mit sehnender Seele von weinenden Liedern, Mit Ballspiel und Grazie von tanzenden Gliedern, Mit jauchzender Schönheit von sonnigem Wehen Hellrollender Stürme auf schwarzgrünen Seen, Mit Gärten, wo Rosen und Efeu verwildern, Mit blassen Frauen und leuchtenden Bildern, Mit fremden Ländern, mit violetten Gelbleuchtenden Wolken und Rosenbetten, Mit heißen Rubinen, grüngoldenen Ringen Und allen prunkenden duftenden Dingen. Und Psyche, meine Seele, sah mich an Und sagte traurig: »Alle diese Dinge Sind schal und trüb und tot. Das Leben hat Nicht Glanz und Duft. Ich bin es müde, Herr.« Ich sagte: Noch weiß ich wohl eine Welt, Wenn dir die lebendige nicht gefällt. Mit wunderbar nie vernommenen Worten Reiß ich dir auf der Träume Pforten: Mit goldenglühenden, süßen lauen Wie duftendes Tanzen von lachenden Frauen, Mit monddurchsickerten nächtig webenden Wie fiebernde Blumenkelche bebenden, Mit grünen, rieselnden, kühlen, feuchten Wie rieselndes grünes Meeresleuchten, Mit trunken tanzenden, dunklen, schwülen Wie dunkelglühender Geigen Wühlen, Mit wilden, wehenden, irren und wirren Wie großer nächtiger Vögel Schwirren, Mit schnellen und gellenden, heißen und grellen Wie metallener Flüsse grellblinkende Wellen ... Mit vielerlei solchen verzauberten Worten Werf ich dir auf der Träume Pforten: Den goldenen Garten mit duftenden Auen Im Abendrot schwimmend, mit lachenden Frauen, Das rauschende violette Dunkel Mit weißleuchtenden Bäumen und Sterngefunkel, Den flüsternden, braunen, vergessenen Teich Mit kreisenden Schwänen und Nebel bleich, Die Gondeln im Dunklen mit seltsamen Lichtern, Schwülduftenden Blumen und blassen Gesichtern, Die Heimat der Winde, die nachts wild wehen, Mit riesigen Schatten auf traurigen Seen, Und das Land von Metall, das in schweigender Glut Unter eisernem grauem Himmel ruht. – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – Da sah mich Psyche, meine Seele, an Mit bösem Blick und hartem Mund und sprach: »Dann muß ich sterben, wenn du so nichts weißt Von allen Dingen, die das Leben will.«
Daß man einem Wasser nicht auf den Grund blicken kann, beweist noch nicht, daß es tief ist.
Wer das Mönchsgewand sich anlegt noch im Schmutz des Sündenleides, Unwahrhaftig, ohne Selbstzucht: – Ist nicht wert des gelben Kleides.
Man besitzt nur die Seele, die sich uns gab, nicht die, die man sich nahm.
Ein gesundes Menschengemüt und ein gesunder Baum werden durch Sturm nicht geknickt, sondern – wenn nur erst der Stamm widerstandskräftig ist – noch wurzeltiefer und wurzelfester.
Wenn aus dem innerst tiefsten Grunde Du ganz erschüttert alles fühlst, Was Freud und Schmerzen jemals dir ergossen, Im Sturm dein Herz erschwillt, In Tränen sich erleichtern will und seine Glut vermehrt, Und alles klingt an dir und bebt und zittert, Und all die Sinne dir vergehn, Und du dir zu vergehen scheinst Und sinkst, und alles um dich her Versinkt in Nacht, und du, in inner eigenem Gefühle, Umfassest eine Welt: Dann stirbt der Mensch.
Arme Seele Bist du nah, und Stirn und Wange Schimmern meinem Blick – Findt die Seele wirr und bange Kaum in sich zurück. Kann das Aug, wohin ich's sende, Nichts mehr von dir sehn – Hört die Seel durch alle Wände Deinen Atem gehn. Tut am Haus die Türe klappen, Wird's so öd, so weit – Muß die arme Seel nachtappen In der Dunkelheit.
Wenn der Strom niederer wird, sieht man erst, an wie viel Stellen er seicht war. Menschenseelen und Ströme, die ihren Zufluß nicht aus inneren tiefen Quellen, sondern eben nur von außen haben, vom Regen, vom Schneeschmelzen, von Tagesereignissen und Lektüre, sind sehr leicht in ihrer Seichtigkeit und Veränderlichkeit erkennbar.
Aus dem Kerne, den die Menschen verworfen, läßt Gott oft emporwachsen die edelste Frucht.
Auf einen ernsten Gelehrten Nichts Schöneres als eine ernste Seele, die, was sie schaut, gelassen andern spiegelt und alle Kraft, die reich ihr innewohnt, allein ins Leuchten dieses Spiegels legt.