Seele Sprüche – gedanken

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Sowohl des Menschen Körper als auch seine Taten können erblickt werden. Vielmehr aber liegt inwendig in ihm, was keiner sieht und keiner kennt.

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Eine gereinigte Seele ist nicht eine reine Seele.

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Du bist dir nur des einen Trieb's bewußt; O lerne nie den andern kennen! Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust Zu den Gefilden hoher Ahnen.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Szene: Vor dem Tor, Faust zu Wagner

Geh hin: der Seele Grenzen findest du nicht, auch wenn du alle Straßen wanderst; so tief reicht ihr vernünftiges Wesen.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 97.

Was der Saft im Baum ist, das ist die Seele im Körper, und ihre Kräfte entfalte sie wie der Baum seine Gestalt. Die Erkenntnis gleicht dem Grün der Zweige und Blätter, der Wille den Blüten, das Gemüt ist wie die zuerst hervorbrechende Knospe, die Vernunft wie die voll ausgereifte Frucht. Der Sinn endlich gleicht der Ausdehnung des Baumes in Höhe und Breite. So ist die Seele der innere Halt und die Trägerin des Leibes.

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Halte deiner Seele Spiegel Unter jedem Hauche rein; Göttlicher Gedanken Siegel Möge deine Stirne sein!

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Was in dir ist, ist auch außerhalb von dir. Deine Erscheinung ist vom gleichen Stoff, der dich innerlich bekleidet. Du erschaffst dein inneres Leben in sichtbarer Form überall um dich herum.

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Ein Seelenbad ist wichtiger als Sonnenbaden.

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Seelen sind wie Harfen in den Winden gehängt. Aus jeder kann ein Klang erweckt werden; vom eintönig dumpfen Laut bis hin zur selig-reinen Melodie, die Gott selbst unmittelbar auf der Menschenseele spielt.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des Körpers und umgekehrt: ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies auch zugleich den Zustand der Seele.

Pseudo-Aristoteles, Physiognomonica, aus zwei Teilen unterschiedlicher Herkunft zusammengesetztes Werk über Physiognomie, Autorschaft ungeklärt. 808b (Traktat B, 4.)

Siebenmal habe ich meine Seele verachtet: Das erste Mal, da ich sie als demütig ansah, auf dass sie an Größe gewinne. Das zweite Mal, als ich sah, wie sie vor Verkrüppelten hinkte. Das dritte Mal, als sie zwischen Schwerem und Leichtem wählen konnte, und sie sich für das Leichte entschied. Das vierte Mal, als sie ein Unrecht beging und sich selbst damit tröstete, dass auch andere Unrechtes tun. Ein fünftes Mal, als sie etwas aus Schwäche unterließ und ihrer Langmut Stärke zuschrieb. Das sechste Mal, als sie die Hässlichkeit eines Gesichtes verachtete und nicht erkannte, dass es eine ihrer eigenen Masken war. Und das siebte Mal habe ich meine Seele verachtet, als sie zu einem Lobgesang anhob und das für Kunst hielt.

Gibran, Sand und Schaum. Aphorismen (Sand and Foam), 1926, übersetzt von Hans-Josef Fritschi, Books on Demand 2018

Meine Seele ist losgelöst von jedem geschaffenen Ding, und über sich selbst erhoben, und in einem köstlichen Leben, allein auf ihren Gott gestützt.

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Doch wenn der Seele Glut sich nicht mit Geist vermischt Und körperlos erscheint, – ist jeder Reiz verwischt.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Laßt es euch nur inwendig gut gehen, so läuft das Auswendige von selber gut hinten nach.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Drittes Buch, 5. Kapitel

Die Seele kann nur durch die Sinne gesunden, die Sinne werden nur durch die Seele genesen.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Stets muß das Innere noch einmal so viel sein, als das Äußere. Dagegen gibt es Leute von bloßer Fassade, wie Häuser, die, weil die Mittel fehlten, nicht ausgebaut sind und den Eingang eines Palasts, den Wohnraum einer Hütte haben.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [48.]

Allein das äußere Auge weckt das innere auf, und das innere Auge ist das Organ des Bewußtseyns.

Heinroth, Die Psychologie als Selbsterkenntnißlehre, 1827

Die Seele eines guten Menschen ist eine uneinnehmbare Festung.

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Gemüt ist mehr als Geist, denn das Gemüt besteht Als Wurzel, wenn der Geist wie Blütenduft vergeht.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Die Geschichte einer Menschenseele, auch der kleinsten, ist fast fesselnder und nützlicher als die eines ganzen Volkes, besonders wenn sie das Ergebnis der Beobachtungen ist, die ein reifer Geist an sich vornimmt, und wenn sie ohne den eitlen Wunsch, Teilnahme oder Bewunderung zu wecken, geschrieben ist. Die Beichte Rousseaus hat schon den Fehler, daß er sie seinen Freunden vorlas.

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Was die Seele benötigt, schafft sie sich in den Bildern ihrer Träume.

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