Seele Sprüche – gedanken

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Das sind die wahren Stunden, Die meine Seele lebt, In denen durchempfunden Die Welt an mir vorüberschwebt.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Wer innerlich in Fessel sich geschlagen, Der wird auch äußerlich bald Ketten tragen.

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Bei dieser körperlichen Untätigkeit ist indes meine Seele noch tätig, noch erzeugt sie Gefühle und Gedanken, und ihr inneres, moralisches Leben scheint durch das Absterben alles irdischen und zeitlichen Interesses noch zugenommen zu haben.

Rousseau, Träumereien eines einsamen Spaziergängers (Les Rêveries du promeneur solitaire), entstanden 1776-78, Erstdruck 1782 (posthum)

Das unbotmäßige Leid einer schmerzerstarrten Seele banne durch Vernunft.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 290.

Die Leute: Haust wirklich eine Seel in mir? Mimnermus: Das frage deine Gäste. Denn, siehst du, ich gestehe dir: Das artige Wesen, das, entzückt, Sich selbst und andre gern beglückt, Das möcht ich Seele nennen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott und die Welt. Die Weisen und die Leute

Eigentum Ich weiß, daß mir nichts angehört Als der Gedanke, der ungestört Aus meiner Seele will fließen, Und jeder günstige Augenblick, Den mich ein liebendes Geschick Von Grund aus läßt genießen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder

Seele ist alles.

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Es ist die Eigenschaft der menschlichen Seele daß sie sich dann am schnellsten erhebt wenn sie am stärksten niedergedruckt wird.

Goethe, Wilhelm Meisters theatralische Sendung, Fragment eines Theaterromans (Urmeister), 1777. 6. Buch, 14. Kapitel

Es ist um Gemütszustände ein kurioses Ding, ein paar zu lose oder zu schroff angespannte Nerven, und das ganze Instrumentchen ist verstimmt.

Uhde-Bernays (Hg.), Henriette Feuerbach. Ihr Leben in ihren Briefen, 1912. An Christian Heydenreich, 26. Juli 1842

In einem jeden Menschen gibt es zwei: den inneren und den äußeren. Es gibt so manche Menschen, die verzehren der Seele Kräfte allzumal für den äußeren Menschen. Das sind die Leute, die alle Sinne und Gedanken auf äußere und vergängliche Güter richten, die nichts vom inneren Menschen wissen. Das raubt der Seele die Kraft. Man muß aber auch wissen, daß der äußere Mensch gar wohl aktiv sein kann und dabei doch der innere frei und unbewegt zu sein vermag. Das ist wie bei einer Tür: Während sich das Türblatt, das unserem aktiven Teil entspricht, bewegt, so bleibt doch die Angel, in der die ganze Tür hängt, ruhig und wird nicht im Geringsten verändert. Die Angel, das ist der innere Mensch.

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Die menschliche Seele ist doch ein wunderbares Wesen, und der Zentralpunkt aller ihrer Geheimnisse ist der Traum.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Jeder Mensch trägt eigentlich [...] einen noch besseren Menschen in sich, der sein viel eigentlicheres Selbst ausmacht, dem er aber wohl einmal untreu wird, und an diesem inneren und nicht so veränderlichen Sein, nicht an dem veränderlichen und alltäglichen muß man hängen, auf jenes dieses zurückführen, und manches verzeihen, woran jenes tiefere Sein unschuldig ist.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 2. Dezember 1822

Du kannst vor dem davonlaufen, was hinter dir her ist, aber was in dir ist, das holt dich ein.

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Kennst du das Passwort zu deinem eigenen Innern?

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Wir möchten den inneren Frieden haben, jedoch nach innen schauen wir nicht.

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Die Tiefen der Menschenseele sind unergründlich, die Wandlungen eines Herzens rätselhaft und unberechenbar.

Verena, Über Alles die Pflicht. Roman, 1870

Eine fremde Seele, das ist ein dichter Wald.

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Schwer [...] ist es mit der Gemütswillkür zu kämpfen; denn wovon sie begehrt, daß es sei, das erkauft sie mit dem Leben.

Lassalle, Die Philosophie Herakleitos des Dunklen von Ephesos, 1858

Wir merken vor allem dann, daß wir eine Psyche haben, wenn sie uns bedrückt.

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Seele führt zur Selbstbetrachtung Und zu klaren Sinns Umnachtung.

Ibsen, Peer Gynt, 1867

Innerer Reichtum ohne Fähigkeit innerer Sammlung ist ein begrabener Schatz.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927