Seele Sprüche – hoffnung

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Die Seele ist die Brücke, die zur Unsterblichkeit führt.

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Ich bewundere Menschen, deren Seelen größer sind als ihre Wunden…

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Das größte Elend hienieden ist nicht das soziale, sondern die Verkümmerung so vieler Menschenseelen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Es ist kein leerer, schmeichelnder Wahn, Erzeugt im Gehirne des Thoren, – Im Herzen da kündet es laut sich an: Zu was Besserm sind wir geboren, Und was die innere Stimme spricht, Das täuscht die hoffende Seele nicht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Hoffnung. 1798. Originaltext

Außer dir nur, was in dir!

Rittershaus, E., Gedichte. 1858

Der Tag neigt sich zu Ende, Es kommt die stille Nacht; Nun ruht, ihr müden Hände, Das Tagwerk ist vollbracht. Du aber, Seele, ringe Dich von der Erde los, Und werde leicht und schwinge Dich auf in Gottes Schoß. Hinauf mit Glaubensflügeln, Die Liebe fliegt voran, Wo über dunkeln Hügeln Der Himmel aufgetan.

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Ins ew'ge Licht das Irdische getaucht, Das ist's, was deine Seele braucht.

Steinhausen, Aus meinem Leben. Erinnerungen und Betrachtungen, 1912

So wuchs der Sintlingerhübel gleich einem Berge in die Luft hinauf, von dem zwanzig, dreißig Dörfer das Ahnen eines geheimnisvollen Lichtes auf der Welt erhielten, einem Licht, das in dem Menschen brennt, aus dem einen herrlich herausglüht, in dem andern hinter Schmutz und Trümmern verborgen bleibt, das gleichwohl niemand entbehrt.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Drittes Buch, 2. Kapitel

Eine schöne Seele ist wie eine Flamme, die sich gegen Himmel hebt.

Petit-Senn, Blüthen und Knospen (Bluettes & Boutades). Frei bearbeitet von Franz August Stocker, 1861

Unser Gemüt ist wie eine Waage. Wenn die eine Schale durch den Druck der Erde niedersinkt, so steigt die andere in die Höhe.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Seelenrast Lagernd unter Busch und Halm Blick' ich in den Abend, Bläulich schwillt des Ackers Qualm, Aug' und Seele labend. Kühle, kühl', o feuchte Flur, Meines Busens Glühen! Löse liebend, o Natur, Alles Lebens Mühen!

Fercher von Steinwand (Kleinfercher), Gedichte

Fragt schöne Seelen aus Gewissen, Zu welcher Wahl sie sich entschließen: Gebrochen Bein? Gebrochen Herz? – Sie wählen sicher den Seelenschmerz.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

In den Kampf Seele, sieh', es keimt der Tag; Was verhüllt im Dunkeln lag, Alles hebt sich aus der Nacht, Was dich wieder kämpfen macht, Was dich wieder mit der Welt In der Zweifel Fragen stellt: Wirst du heute dich befrei'n, Oder ihr Gefang'ner sein? Tröste dich und warte nur, Alles findet seine Spur, Hält uns nur den Glauben jung Irrtum und Begeisterung.

Fischer, J. G., Gedichte

Es ist das selige Bangen, Es ist das müde Umfangen, Der Schauer im dämmernden Wald, Der Winde schmeichelnd Umschlingen, Wann vom grauen Gezweige das Singen Der kleinen Stimmen erschallt. O dies zarte Zirpen und Girren, Dies junge Gezwitscher und Schwirren, Klingt hold wie Gräser im Wind, Als ob über blanken Kieseln Mit heimlichem Rauschen und Rieseln Das murmelnde Wasser verrinnt. Die Seele, die lebt im Zagen Der leise schlummernden Klagen, Ist es die unsere? sag! Die meine ja und die deine, Die so mit stillem Geweine Verhaucht im scheidenden Tag.

Verlaine, Ausgewählte Gedichte, übersetzt von Wolf Graf von Kalckreuth, Leipzig 1891; Erstdruck der Sammlung bei Lemerre, Paris 1866

Stärker als alles Schicksal ist die Seele.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 98. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Valentior enim omni fortuna animus est

Vogelstraußpolitik ist nicht immer ganz vom Übel. Ich erfahre es oft in den Kämpfen meiner Seele, in denen ich zugrunde gehen müsste, wenn ich nicht einen vorübergehenden Frieden auf Vogelstraußmanier mitunter erzwänge.

Hauptmann, Das gesammelte Werk [Ausgabe letzter Hand zum 80. Geburtstag des Dichters, 15. November 1942], Berlin 1943. 17. Band. Einsichten und Ausblicke. Aphorismen. Zuerst erschienen 1942

Trage selbst Sorge für deine Seele, soviel du kannst.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Es schafft die Not mit Hämmern, die Güte schafft mit Licht; es schaffen Not und Liebe der Seele Angesicht.

Seemann, Funken, 1940