Seele Sprüche – hoffnung
123 Sprüche gefunden
Gewalt und Druck über sich macht gewiß weniger Elend als Leere, innere Leerheit.
Die Seele ist wagemutig, wenn sie viel Unglück erfahren hat.
Das wäre eine schwache Innerlichkeit, der das äußere Kleid aufhelfen müßte: das Innere soll dem Äußeren aufhelfen.
Dem rauhen Troß verbirg, verhehle Das Lenzgeheimnis deiner Seele.
Eine gesunde Seele erträgt alles, eine kranke nicht einmal das Glück.
Starke Seelen ertragen auch das Trostlose ungebeugten Mutes.
Träume nur, Seele… In den verdämmernden Herbsttag hinein zauberst du lachenden Sonnenschein, und aus der Blätter vergilbendem Flor blühen dir duftige Veilchen empor, träumende Seele – Tönt denn der Glocken dumpfhallender Klang dir wie ein schmetternder Lerchengesang? Siehst du der Erde verweintes Gesicht, fühlst du die eisigen Nebel denn nicht, träumende Seele? – Träume nur, träume… der Frühling ist weit; Rosen hat's nimmer im Winter geschneit – dumpf; nur und klagend, verweht vom Nordwest, läuten die Glocken zum Totenfest. Träume nur, Seele…
Die Sonne geht auf von Rot umhaucht, Die Sonne sinkt nieder, in Rot getaucht. Eine große Seele zeigt sich gleich. In Glück, in Unglück an Schönheit reich.
Ein Mensch, der ein paar donquichotische Züge im Gesicht hat, hat stets auch ein paar schöne Züge in der Seele.
Manche Seele macht uns schauern, Hofft sie, ewig fortzudauern.
Menschen mit großer und schöner Seele sind immer ruhig und zufrieden!
Die Götter sterben – aber der Gott im Menschen, der sich auflehnt gegen das Häßliche, Verderbliche, Gemeine, der stirbt nicht.
Eineabgeklärte Seele bringt unserm Geschlechte mehr Segen als ein ganzes Dutzend aufgeklärter Köpfe.
Denn dies haben die Krankheiten der Seele vor den körperlichen voraus, daß keine unheilbar ist, sobald der Patient geheilt sein will.
Weder die Erde blüht ohne Regen, noch die Seele ohne Tränen.
Je mehr die Seele über irdische Dinge erhaben ist, umso kräftiger ist sie.
Auch im höchsten Verderben unserer Natur löscht sich das Licht Gottes, das ewige, in der menschlichen Seele nicht aus.
Freue dich, o Seelenvogel, Lasse deine Jubel schallen, Daß du in der Rose zarte, Liebe, süße Haft gefallen! Nicht in eines Vogelstellers Rohe Netze wirst du sinken, Nicht ergriffen wirst du werden Mörderisch von Räuberkrallen. Zwar es hat der Dorn der Rose Tief genug dein Herz verwundet, Und so wirst du dich verbluten Und hinab zu Grabe wallen. Doch der Tod, der dich erwartet, Ist der schönste Tod von allen; Sterben wirst du nach dem edlen Sterbebrauch der Nachtigallen.
Es gibt eine Kraft, die alles erträgt.
Das Große, das Göttliche, das du in deiner Seele hast und in der fremden liebst, such auf keinem Sonnenkrater, auf keinem Planetenboden – die ganze zweite Welt, das ganze Elysium, Gott selbst erscheinen dir an keinem andern Ort als mitten in dir.
Den Körper kann man heilen, die Seele aber nicht.