Seele Sprüche – liebe

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Eine Seele, die durch die Augen zu sprechen vermag, kann auch mit Blicken küssen.

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Und der einzige Tropfen genügt, Eine himmlische Seele, Die hier unten in Schmerz erstarrt, Wieder in Wonne zu lösen.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: Gebet

Der Körper ist an keiner Stelle ohne Seele, weil sie mit ihrer eigenen Wärme den ganzen Körper durchströmt.

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Wenn die Seele etwas spürt, was für sie und ihren Leib ungünstig ist, zieht sie das Herz, die Leber und die Gefäße zusammen. So bildet sich in der Herzgegend gleichsam ein Nebel und hüllt das Herz in Dunkel, und so wird der Mensch traurig.

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Das Gemüt ist reich und arm, nicht die Kiste.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Depressionen sind, wenn man im Sonnenuntergang auf einer Wiese am See liegt, die Vögel zwitschern, die Luft ist warm, es ist ruhig, ein lieber Freund dabei - und man merkt es nicht.

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Die sich aufschwingende Seele setzt sich nie über die Gebote der Sittlichkeit und der Liebe hinweg.

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Die Seele füllt den ganzen Körper aus.

Midrasch Raba. Zu 5. Mose

Die Beziehungen der Seele zum göttlichen Geist sind so rein, daß es eine Entweihung wäre, zwischen ihnen vermitteln zu wollen.

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Wenn sich die Seele durch den Intellekt ausdrückt, ist sie Genie; durch den Willen Tugend; durch die Empfindungen Liebe.

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Gewiß ist, daß die Verhältnisse der Seelenkräfte unter einander so fein sind, daß es sehr leicht ist, die Harmonie derselben zu verletzen.

Wieland, Platonische Betrachtungen über den Menschen, 1755

Es ist kein schöner Music, dann so der mensch von innen wol zusamen ist gestimpt.

Egenolff (Hg.), Sprichwörter / Schöne / Weise Klugredenn. Darinnen Teutscher vnd anderer Spraach-en Höfflichkeit [...] In Etliche Tausent zusamen bracht, 1552. Etliche Sprichwörter. Originaltext

Wenn auch die Menschen sterblich sind, die ich liebe, so ist doch das unsterblich, was ich an ihnen vor allem liebe.

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Die Seele liebt ihren Leib und hält ihn für ein schönes Gewand und eine erfreuliche Zier.

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Das menschliche Gemüt ist wie ein Erdreich, das so beschaffen ist, wie es angebaut wird.

Swedenborg, Himmel und Hölle (De coelo et ejus mirabilibus et de inferno), 1758

Eine beengte Seele kann Gott nicht freudig dienen.

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In seiner königlichen Seele herrscht Ein Etwas, das mich in Beklemmung setzt.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Ernst Ortlepp 1838. 3. Akt, 1. Szene, Macbeth

Dein Schatzhaus ist in dir. Es birgt alles, was du je brauchen wirst.

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Möge die Nacht ein sanftes Ruhekissen für deine Seele sein.

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Unsere Sinnlichkeit kann wahrhaft als unsere Seele bezeichnet werden, weil sie Einheit mit Gott hat.

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Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678