Seele Sprüche – philosophisch
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Der wahren Schönheit bildende Schöpferin ist nur die Seele, läßt sie den Widerstrahl von ihrem innern heil'gen Leben hell auf das spiegelnde Antlitz leuchten.
Über Angelegenheiten, die unser Inneres in Anspruch nehmen, sollten wir nicht mit anderen reden: denn uns ist es dabei ernst, den andern nicht.
Ja, dem Gemüte kommt ein Teil von Allwissenheit zu.
Du triffst Vorsorge für das Alter, damit dem Körper nichts fehle. Solltest du dir nicht Gedanken darüber machen, ob der Seele etwas fehlt?
In der Seele nämlich finden wir einen vernünftigen Teil, welcher herrschen, und einen sinnlichen, welcher beherrscht werden soll. Jeder hat seine eigne Tugend. Beide Tugenden aber sind Tugenden des Geistes. So verhält es sich auch mit allen andern Obern und Untergebenen.
Seelenleere befällt häufig junge Menschen, denen es an Leitung fehlt, und die nicht wissen, was anzufangen mit ihrem Leben. Sie entsteht dann, wenn die Seelenkräfte in keinem Gleichgewicht zu einander stehen, besonders wenn Phantasie und Empfindung im Gefolge aller Leidenschaften über Verstand und Vernunft die Oberhand gewinnen.
Wer in seiner eigenen Seele daheim ist, der schaut Gott.
Die Klarheit seines Innern ist für den Menschen das höchste Gut.
Die Seele durchdringt die Augen, sind diese doch die Fenster, durch welche sie die äußere Natur erkennt.
Alles, was existiert, dient der Entwicklung der Menschenseele; sobald es aufhört, als in diesem Dienst stehend zu walten, ist es ein Götze.
Das höchste Streben und Verlangen eines Dinges, das ihm zuerst von der Natur eingeprägt, ist die Heimkehr zu seinem Ursprung; und weil Gott der Ursprung ist unserer Seele, – also verlangt sie vornehmlich heimzukehren zu ihm.
Wenn man denkt, was mit der Seele nach dem Tode wird, kann man nicht anders als denken, was mit ihr vor der Geburt war. Wenn du irgendwo gehst, mußt du irgendwoher gekommen sein. So auch im Leben: wenn du in dieses Leben gekommen bist, bist du irgendwoher gekommen. Wenn du später leben wirst, hast du auch früher gelebt.
Es ist oft wünschenswerter, bloß mit der Oberfläche unsers Wesens beschäftigt zu sein, als immer seine ganze Seele, sei es in Liebe oder in Arbeit, der zerstreuenden Wirklichkeit auszusetzen.
Wer in sich blickt, der findet eine Welt, die schadlos er für die da draußen hält.
Über die Seele haben wir durch Vorsatz und Sammlung des Gemüts eine große Gewalt.
Die Seele ist Gott, der in dem menschlichen Körper sein Asyl gefunden hat.
Wir können uns nicht selbst mit Vorsatz überraschen. Aber in dem, was unsere eigene Seele uns aus dem unbekannten Dunkel ihres Arbeitsraumes überreicht, erleben wir dieselbe Überraschung, als ob ein Fremder sie uns verbreitet hätte.
Die Menschenseele ist der Blick, mit welchem Gott sich selbst betrachtet.
Von unserem wahren Wesen glauben wir oft, es wäre eine Maske, daher auch das viele seelische Unglück.
Alle seelischen Vorgänge laufen von vornherein auf ein Ziel der Erhöhung der Persönlichkeit los.
Die Seele, die nie Wahrheit erkannte, kann nie Menschengestalt annehmen.