Seele Sprüche – sinn

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Nie hätte das Auge je die Sonne gesehen, wäre es nicht selbst sonnenhafter Natur; und wenn die Seele nicht schön ist, kann sie das Schöne nicht sehen.

Plotin, Die Enneaden. I, 6. Übersetzung bei Georg Büchmann, 1889

In jedem Menschen ist ein Abgrund. Den kann man nur mit Gott füllen.

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Das Zentrum der Seele ist Gott. Wenn sie ihn liebt mit allen Fasern ihres Seins, mit der ganzen Kraft ihres Tuns und Wünschens, gelangt sie zu ihrer tiefsten Mitte.

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Was bringt uns dazu, eine Seele anzunehmen? Warum nennen wir ein Tier beseelt, die Pflanze nicht?

Steffens, Über die wissenschaftliche Behandlung der Psychologie. Vorgelesen in der K. Akademie der Wissenschaften 1845, 1846 (posthum)

Nur in seiner Seele findet der Mensch die Kraft zur Erfüllung seiner wirklichen Bestimmung in der Welt.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Den Menschen ziemt es, auf die Seele mehr Rücksicht zu nehmen als auf den Leib; denn die Vollkommenheit der Seele kann die Gebrechlichkeit des Leibes ergänzen, Körperkraft aber ohne Geist macht die Seele in keiner Hinsicht besser.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 55.

Die Seele wird nicht satt Ein Bürgersmann, der eine Königstochter geheiratet hatte, umgab sie mit Glanz und Herrlichkeit, jedoch vergebens: alles kam ihr gering vor, nicht der Beachtung wert, weil sie ewig ihre hohe Herkunft im Sinn hatte. So auch die Seele – mag sie der Mensch mit allen irdischen Freuden umgeben, sie wird nicht befriedigt sein, denn sie ist eine Tochter des Himmels.

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Der Seele Freude ist es, im Leibe wirksam zu sein.

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Keine Seele hat je vollkommenen Frieden, außer jene, die keinerlei Willen mehr hat.

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Die Seele kann nur zu sich selbst kommen, wenn es ihr gerade nicht um sich selbst zu tun ist.

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Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir.

Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 1894

Reinertrag Was wir sammeln, was wir speichern, mag's die Erben noch bereichern, einst vergeht's. Nur der Schatz der Seelenspenden wächst, je mehr wir ihn verschwenden, jetzt und stets.

Dehmel, R., Gedichte. Schöne wilde Welt. Neue Gedichte und Sprüche, 1913

Der Stoff ist das Mögliche, die Form das Wirkliche. Da nun das aus beiden Zusammengesetzte ein beseeltes Wesen ist, so ist der Körper nicht die Wirklichkeit einer Seele, sondern die Seele die Wirklichkeit eines bestimmten Körpers.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 414a (II, 2.) Übersetzt von Adolf Busse (1911)

So bedenke denn erstlich jede Seele dies, daß sie selbst es ist, die alle Lebewesen geschaffen hat und ihnen Leben einhauchte, welche die Erde nährt... und die göttlichen Gestirne am Himmel; daß sie die Sonne und sie unsern gewaltigen Kosmos geschaffen hat, sie ihn formte, sie ihn in bestimmter Ordnung kreisen läßt; und daß sie das alles tut, als eine Wesenheit, die verschieden ist von den Dingen, die sie formt, die sie bewegt und lebendig macht: daß sie notwendig wertvoller ist als diese, denn sie werden oder vergehen, je wie die Seele sie verläßt oder ihnen das Leben dargibt, sie selbst aber ist immerdar, weil sie sich selbst nicht verläßt.

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Eins tut not Mehr als je brauchen wir den dröhnenden Ruf: Eins ist not! Und was ist dieses Eine? Die Durchgöttlichung unserer Seele! Eins tut not: daß den tüchtigen Werktagen der entsprechend edle Sonntag nicht fehlt! Nur ein Genie, ein seelischer Bismarck kann diesem "Eins tut not!" neue, siegreich-bezwingende Ausdrucksform für die Gesamtheit geben. Der weil aber haben wir anderen die ehrenvolle Aufgabe, Fackelhalter zu sein. Fackelhalter am Tor zur durchleuchteten Persönlichkeit.

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Das Leben ist kurz, und das Gemüt ist unendlich.

Schleiermacher, F., Briefe. An Henriette Herz, 23. Juli 1798

Die Leute: Haust wirklich eine Seel in mir? Mimnermus: Das frage deine Gäste. Denn, siehst du, ich gestehe dir: Das artige Wesen, das, entzückt, Sich selbst und andre gern beglückt, Das möcht ich Seele nennen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott und die Welt. Die Weisen und die Leute

Seele ist alles.

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Willst du, eignen Schmerz zu tragen, Dir den Busen kräftigen, Lerne, mit der Menschheit Fragen Edel dich beschäftigen: Wie die Seele sich erweitert, Wird dein Leben auch erheitert.

Feuchtersleben, Gedichte, 1836

Wir leben jener, der Seelen, Tod und jene leben unsern Tod.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 77.

So reicht die Erde der Seele alle ihre Schätze dar. Aber die Seele wird nie satt. Warum? Weil sie die Tochter des Himmels ist.

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