Seele Sprüche – sinn

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Die Seele liebt das vernünftige Maß, und Essen und Trinken können ihr bei Unmäßigkeit Schaden zufügen.

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Ein toter Körper wiegt ebensoviel, wie ein lebendiger, die Seele fügt dem Gewicht keine Unze hinzu.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1839

Jede Seele ist so groß wie die Welt und in jeder Seele ist Raum genug, daß sich darin alle Tragödien der Welt von neuem abspielen, wie auch die Pfütze groß genug ist, um die ganze Sonne darin zu fassen.

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Ich beugte mich über deinen Schlummer diese Nacht: Wie keusch dein ganzer Leib durchs arme Lager fließt! Da sah ich, gleich einem, der angespannt liest, Sah: Unter dieser Sonne ist alles umsonst gemacht. Das Leben, wie sacht nur wird dies Wunder vollbracht, Maschine, nicht standhafter als die Blume sprießt – O wie der Gedanke mit dem Wahnsinn schließt! Du, Lieber, schlaf, ich bin aus Furcht um dich erwacht. Zu fühlen nur dies endliche Gefühl, das birst! Du atmest wie du einst verhauchen wirst, Geschlossen die Augen, die der Tod ganz so bricht! O Mund, der lächelnd im Traum an den meinen denkt, Bis später ein wüstes andres Lachen ihn verrenkt – Rasch, wach auf, und sagte mir: Die Seele stirbt nicht?

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Zu jeder Seele gehört eine andre Welt; für jede Seele ist jede andre Seele eine Hinterwelt.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Der Genesende

Auch die menschliche Seele hat keinen Anschluss an die Engel, eher an die Tiere, diese rätselhaftesten, verschlossensten Geschöpfe.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Seele des Menschen ist göttlich.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt In euch? Was, wie der Klang der Narrenschellen, Um Beifall bettelt und um Würde wirbt Und endlich arm ein armes Sterben stirbt Im Weihrauchabend gotischer Kapellen, – Nennt ihr das Seele? Schau' ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit, In der die Welten weite Wege reisen, Mir ist: Ich trage ein Stück Ewigkeit In meiner Brust. Das rüttelt und das schreit Und will hinauf und will mit ihnen kreisen ... Und das ist Seele.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Advent, 1897

Die Seele bildet den Leib.

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Die Seele verlieren heißt nicht zu ewiger kirchlicher Hölle vorausbestimmt sein, sondern heißt sich im Dickicht der Leidenschaften verlieren, sich im Kreise selbstsüchtiger Gedanken drehen.

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Diejenigen, welche die Seele vom Körper unterscheiden … besitzen keines von beiden.

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Eine Seele ohne Gedanken muß, wie ein Gebäude ohne Einwohner, bald in Verfall geraten.

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Eineabgeklärte Seele bringt unserm Geschlechte mehr Segen als ein ganzes Dutzend aufgeklärter Köpfe.

Dechent, Was mich das Leben gelehrt, 1927

Der Leib ist nur eine Gelegenheit für die Seele.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

... Was kann der Mensch geben zum Werte seiner Seele? »Geld, Geld, reich, reich« hätte ihm [Christen] früher immer in den Ohren geklungen. ... In Zukunft sollte »Friede, Friede, fromm, fromm« in seinen Ohren sein. ...

Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/44

Das lebendige Gemüt hat Macht zu allen Dingen.

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… eine Seele in ihrer Qual verspotten, ist etwas Grausiges. Wer das tut, dessen Leben ist unschön.

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Die Seele ist Gott, der in dem menschlichen Körper sein Asyl gefunden hat.

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Seelengeheimnis Was tief im Grund sich birgt, Keiner kann's künden, Was heimlich Großes wirkt, Wer will's ergründen? Dir selber unbewußt Liegt es verschleiert, Bis es in tiefster Brust Auferstehen feiert. Kommt wie der Dieb so sacht, Hebt sich zum Leben. Fühlst es um Mitternacht Rätselvoll weben. Dann wird voll Graun dir klar Dein innres Wesen, Daß fremd du immerdar Dir selbst gewesen. Daß etwas in dir ist Und lebt im stillen, Was einzig Richtschnur ist Für deinen Willen, Daß frei wir keine Spur Hier ziehn auf Erden, Daß wir doch alle nur Geleitet werden.

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Aber die Welt ohne Seele wäre wie ein Haufen Kehricht.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Drittes Buch, 3. Kapitel

Manche Menschen glauben ein Innenleben zu haben, dabei haben sie höchstens einen Bandwurm.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931