Seele Sprüche – tiefgründig
89 Sprüche gefunden
Es gibt eine Tiefe im menschlichen Gemüte, die tiefer ist, als der Eimer reicht, mit dem die Philosophie ihre Weisheit schöpft.
Der ist ein Arzt, der das Unsichtbare weiß, das keinen Namen hat, das keine Materie hat, und hat doch seine Wirkung.
Ein Schüler kam auf der Suche nach der Wahrheit des Buddhismus ins Kloster: "Was willst du in einem Kloster?" fragte der Meister. "Warum kümmerst du dich nicht um den Schatz in deinem eigenen Hause?" "Was ist mein Schatz?" fragte der Schüler. "Der da fragt ist dein Schatz", sagte der Meister.
Der äußere Mensch kann in dem verwirrten Labyrinthe kontemplativen und sinnlichen Lebens verirren, aber die Seele kennt immer ganz genau die Wahrheit.
Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.
Sowohl des Menschen Körper als auch seine Taten können erblickt werden. Vielmehr aber liegt inwendig in ihm, was keiner sieht und keiner kennt.
Eine gereinigte Seele ist nicht eine reine Seele.
Ein Seelenbad ist wichtiger als Sonnenbaden.
Gar viele Himmel gibt's im Bereich der Seelen, die diesen unsern Himmel hier befehlen. Im Weg der Liebe gibt es Hoch und Tiefen, sehr hohe Berge und auch Meerestiefen.
Es ist eine große Kunst, jede Seele zu ertragen.
Es ist schwer, den Menschen ganz auszuziehen.
Die Seele kann nur durch die Sinne gesunden, die Sinne werden nur durch die Seele genesen.
Nur das, was man in sich verarbeitet hat, wird fruchtbar.
Wenn es uns im Dunkeln beißt, so können wir gemeiniglich mit einer Nadelspitze die Stelle finden, was für einen gnauen Plan muß die Seele von ihrem Körper haben?
Stets muß das Innere noch einmal so viel sein, als das Äußere. Dagegen gibt es Leute von bloßer Fassade, wie Häuser, die, weil die Mittel fehlten, nicht ausgebaut sind und den Eingang eines Palasts, den Wohnraum einer Hütte haben.
Gemüt ist mehr als Geist, denn das Gemüt besteht Als Wurzel, wenn der Geist wie Blütenduft vergeht.
In unserm Innern ist viel Land, für das es keine Karte gibt.
Eine einzige Seele war für seinen Leib zu wenig, er hätte zwoen zu tun genug geben können.
Der Stoff ist das Mögliche, die Form das Wirkliche. Da nun das aus beiden Zusammengesetzte ein beseeltes Wesen ist, so ist der Körper nicht die Wirklichkeit einer Seele, sondern die Seele die Wirklichkeit eines bestimmten Körpers.
In einem jeden Menschen gibt es zwei: den inneren und den äußeren. Es gibt so manche Menschen, die verzehren der Seele Kräfte allzumal für den äußeren Menschen. Das sind die Leute, die alle Sinne und Gedanken auf äußere und vergängliche Güter richten, die nichts vom inneren Menschen wissen. Das raubt der Seele die Kraft. Man muß aber auch wissen, daß der äußere Mensch gar wohl aktiv sein kann und dabei doch der innere frei und unbewegt zu sein vermag. Das ist wie bei einer Tür: Während sich das Türblatt, das unserem aktiven Teil entspricht, bewegt, so bleibt doch die Angel, in der die ganze Tür hängt, ruhig und wird nicht im Geringsten verändert. Die Angel, das ist der innere Mensch.
Jeder Mensch trägt eigentlich [...] einen noch besseren Menschen in sich, der sein viel eigentlicheres Selbst ausmacht, dem er aber wohl einmal untreu wird, und an diesem inneren und nicht so veränderlichen Sein, nicht an dem veränderlichen und alltäglichen muß man hängen, auf jenes dieses zurückführen, und manches verzeihen, woran jenes tiefere Sein unschuldig ist.