Seele Sprüche – tiefgründig

89 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Seele tiefgründig

Deine Seele ist ein dunkler Wald. Aber die Bäume sind von besonderer Art: genealogische Bäume.

Internet

Es gibt viele hochbegabte Naturen, die nur selten im Stande sind, die gesammelten Schätze ihres Innern zum bündigen Ganzen zu gestalten, weil ihnen sehr oft – wie sie selbst sagen – die »rechte Stimmung« dazu fehlt.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Zu jeder Seele gehört eine andre Welt; für jede Seele ist jede andre Seele eine Hinterwelt.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Der Genesende

Erkunden wollt' ich, wo der Garten Eden Und wo die Hölle sei, der Marterort; Da hört' ich meinen Meister also reden: »In dir sind beide; such sie dort!«

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Himmel und Hölle liegen in den Tiefen der Menschenseele.

Internet

Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht, Der hört, was man nicht redt, und siehet in der Nacht.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675. Fünftes Buch, 129. Das Innere bedarf nicht des Äußeren

Seelengeheimnis Was tief im Grund sich birgt, Keiner kann's künden, Was heimlich Großes wirkt, Wer will's ergründen? Dir selber unbewußt Liegt es verschleiert, Bis es in tiefster Brust Auferstehen feiert. Kommt wie der Dieb so sacht, Hebt sich zum Leben. Fühlst es um Mitternacht Rätselvoll weben. Dann wird voll Graun dir klar Dein innres Wesen, Daß fremd du immerdar Dir selbst gewesen. Daß etwas in dir ist Und lebt im stillen, Was einzig Richtschnur ist Für deinen Willen, Daß frei wir keine Spur Hier ziehn auf Erden, Daß wir doch alle nur Geleitet werden.

Internet

Manche Menschen glauben ein Innenleben zu haben, dabei haben sie höchstens einen Bandwurm.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Geistige Qualen sind stärker als physische Schmerzen, im gleichen Maße, wie Seele und Körper voneinander getrennt sind.

Balzac, Kleine Leiden des Ehestandes (Petites misères de la vie conjugale), 1830 (dt. 1847)

Es gibt Menschen, die ihre Seele auf dem Gesicht tragen, und andere am Hinterkopf.

Internet

Wenn ich einen Blick in deinen Papierkorb tue, so tue ich einen Blick in dein Inneres.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Soll dich äußrer Lärm nicht stören, Mußt du mit der Seele hören.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Von unserem wahren Wesen glauben wir oft, es wäre eine Maske, daher auch das viele seelische Unglück.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Es muss leichter sein, die Bahn eines Sterns zu berechnen, als ein Stückchen seiner eigenen Seele klar zu legen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Der Verstand ist nicht seltner der Feind des Gemüts, wie das Gemüt der Feind des Charakters.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Während gelehrte Fakultäten über stets veränderte Tiefe hüpfen wie Irrlichter, steht Psyche in hellen Flammen, sobald man Bodenschätze des Unterbewußten entdeckt.

Bleibtreu, Der Aufgang des Abendlandes, 1925 (unter dem Pseudonym John Macready veröffentlicht)

Wir wissen vielleicht gar nicht, wie wahr wir sind, wenn wir von Seelentiefen sprechen, denn wir haben oft Überraschungen von Eigenschaften, die uns verhüllt blieben, bis zu einem gewissen Augenblick.

Sylva, Geflüsterte Worte. Essays und Lyrik, 5 Bde., 1903-1912. Aus: Über die Seele

Das Wort Seele gehört zu den Worten, die jedermann braucht, ohne sie zu verstehen. Wir verstehen nur die Dinge, von denen wir eine Vorstellung haben. Von der Seele, vom Geist haben wir keine Vorstellung; also verstehen wir sie nicht.

Internet

Die Seele eines wahren Menschen ist das komplizierteste, zarteste und klangvollste Musikinstrument. Solche Seelen gibt es wenige auf der Welt.

Internet

Man kann die Seele mit einem Schlachtfeld vergleichen, auf dem zwei Armeen bereitstehen, sich jeden Augenblick anzugreifen.

Goldsmith, Der Weltbürger oder Briefe eines chinesischen Philosophen aus London an seine Freunde im Orient (The Citizen of the World or Letters from a Chinese Philosopher, residing in London, to his Friends in the East), 1762

Der Mensch ist gegen sich selbst, gegen Auskundschaftung und Belagerung durch sich selber, sehr gut verteidigt, er vermag gewöhnlich nicht mehr von sich, als seine Außenwerke wahrzunehmen. Die eigentliche Festung ist ihm unzugänglich, selbst unsichtbar, es sei denn, dass Freunde und Feinde die Verräter machen und ihn selber auf geheimem Wege hineinführen.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein