Sterben Sprüche – sinn
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Liebe das Leben und fürchte den Tod nicht, das ist das Gesetz und die Propheten, die einzige wahre Seelenstimmung, um glücklich und alt zu werden.
Wir wissen ja, daß wir sterben müssen; warum wollen wir uns also nicht des Lebens freuen?
Es liegt wenig daran, wie man geboren werde; aber es ist viel daran gelegen, wie man sterbe.
Der Wege durch das Leben gehen viele, Ganz gleich ist keiner; Doch aus dem Leben und zum letzten Ziele Führt uns nur einer.
Ein dünner Faden ist das Leben, Doch aber zäh', unendlich zäh'; Er überdauert Lust und Reben, Er überdauert Wonn' und Weh'. Darum entschlage dich des Bangens, Zieh' ruhig, frage nicht um mich! Trotz alles Hangens und Verlangens Werd' ich auch leben ohne Dich!
Im Nirwana des Inders nimmt sich das Bild der Welt aus wie eine Null, die sich in den Schwanz beißt.
Mancher fürchtet weit weniger den Tod, als die Operation des Sterbens. Da macht man sich die allersonderbarsten Begriffe von der letzten Todesnot, der gewaltsamen Trennung der Seele von ihrem Körper u. dgl. mehr. Aber dies alles ist völlig ungegründet. Gewiß hat noch kein Mensch das Sterben selbst empfunden, und eben so bewußtlos, wie wir ins Leben treten, eben so treten wir wieder heraus. Anfang und Ende fließen hier wieder zusammen.
Den Ernst aber werden sie [unsere ungläubige gebildete Welt] kennen lernen in der Todesstunde, und dann werden die Leichtsinnigen inne werden, daß sie eigentlich nur wie in einer Komödie gelebt, nur eine ihnen behagliche Rolle gespielt haben, ohne je an die Wirklichkeit außerhalb ihrer Theateratmosphäre, an die minder glücklichen Zustände der Mitmenschen und an das große Schicksal, welches draußen sich vollzieht, an das Ende aller irdischen Dinge und an ihren eigenen ewigen Beruf zu denken, auf den nicht vorbereitet zu sein sie dann plötzlich mit Schauer und Angst erfüllen wird.
Ein ruhiges Leben ist zur Hälfte nicht so viel wert, als ein ruhiger Tod!
Wohin können wir denn sterben, wenn nicht in immer höheres, größeres – Leben hinein!
O leben, wie man wünscht zu leben, Und, seines ganzen Lebens sich bewußt, Die Freundes-Hand dem Tode geben; So sterben, das ist eine Lust!
Ein Sprichwort in Neverland sagt, dass jedesmal, wenn du atmest, ein Erwachsener stirbt.
… wenn ich nicht sterben will, dürfte ich nicht leben.
Die meisten unserer Brüder sterben gemeinhin in Fragezeichen, einige in Verwunderungszeichen, viele in Komma; wer stirbt im Punktum?
Die menschliche Spezies ist die einzige, die weiß, dass sie sterben muss.
Schlecht wird leben, wer nicht zu sterben weiß.
Wenn man stirbt, hat man ganz andere Dinge zu tun, als an den Tod zu denken.
Sterblich ist alles Gut der Sterblichen.
Ist das nicht, so frage ich, Irrsinn, zu sterben nämlich, um nicht zu sterben?
Ist es wirklich Pflicht, ein krankes, schwaches Leben nach Möglichkeit noch zu verlängern? Ist ein schnelles Verflackern nicht besser, wo die Flamme noch bis zuletzt wärmen und leuchten kann, anstatt eines langsamen, trüben Verglimmens?
Man staunt oft über den lachenden, tanzenden Leichtsinn der Menschen, die es doch alle wissen, dass jeder Schritt sie ganz bestimmt dem Tode entgegenführt!