Sterben Sprüche – trauerkarte
170 Sprüche gefunden
Nicht trauern wollen wir, daß wir dich verloren haben, sondern dankbar sein, daß wir dich gehabt haben, ja auch jetzt noch besitzen, denn wer in Gott stirbt, der bleibt in der Familie.
Sie glauben, Gott werde keine Freude an der Ankunft eines Menschen haben, der trotz ergangenem Ruf nicht herbeieilt, sondern unwillig und widerspenstig muß herangeschleppt werden. Sehen sie einem solchen Sterben zu, so schaudern sie.
Hoffe: daß durch Todesnacht Gott dich führt in Sonnen ein! Was er immer mit dir macht, du bist dein nicht, du bist sein.
Nun störet die Ähren im Feld ein leiser Hauch, wenn eine sich beugt, so betet die andere auch. Es ist, als ahnten sie alle der Sichel Schnitt - Die Blumen und fremden Halme erzittern mit.
Sterb ich dir heute nicht, sterb ich dir morgen: Schwebend im Gleich des All sind wir geborgen.
Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht, Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht. Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden; Dein roter Mund besiegelt des Freundes Umnachtung.
Zu spät Fröhlich kam ich. Auf zur Sonne Schaute stolz die weiße Lilie; Und die Lilie war so schön! Träumend blieb ich und ich träumte Nur von ihr und meiner Liebe; Und die Lilie war so schön! Und ich ging. Doch als im Gehen Ich die Lilie pflücken wollte, Ach, da war sie längst verblühet! … Und so verblüh' ich, wie die Lilie, Und so sterb' ich hin wie sie.
Wenn ich mal tot bin, werde ich mich sehr vermissen.
Wenn ich sterbe Wenn ich sterbe, bitte ich dich steh nicht am Grab, beweine mich nicht. spiel keine traurige Musik, sing vom Leben und vom Glück - Lass bloß keinen Pfarrer in der Bibel lesen, und erzählen wie gut ich gewesen. Lasst bei mir bitte Gerechtigkeit siegen - und begrabt mich nicht unter Lügen. Ich war mal gut, ich war mal böse - macht mich nicht besser, als ich gewesen. Am Ende werd ich doch selber wissen - was ich tun oder lassen hätte müssen. Das, was ihr begrabt in aller Stille - ist im Endeffekt nur eine Hülle. Indem die Seele gewisse Frist hier auf dieser Erde ist. Ganz gewiss seh ich Euch zu - wenn ihr mich bettet zur letzten Ruh. Ich, die dann gewisse Zeit - hier im Lande Frieden bleibt. Und mich wenn die Zeit gegeben - reinstürze in ein neues Leben.
Wenn ihr mich sucht, sucht mich in eurem Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, dann bin ich bei euch.
Die Guten sterben immer zuerst; man muss sich schämen, dass man noch am Leben ist.
Stirbt ein Elternteil, so stirbt die Vergangenheit. Stirbt ein Partner, so stirbt die Gegenwart. Stirbt ein Kind, so stirbt die Zukunft.
Ich möchte hingehn wie das Abendrot Und wie der Tag in seinen letzten Gluten – O leichter, sanfter, ungefühlter Tod! – Mich in den Schoß des Ewigen verbluten. Ich möchte hingehn wie der heitre Stern, Im vollsten Glanz, in ungeschwächtem Blinken; So stille und so schmerzlos möchte gern Ich in des Himmels blaue Tiefen sinken. Ich möchte hingehn wie der Blume Duft, Der freudig sich dem schönen Kelch entringet Und auf dem Fittich blütenschwangrer Luft Als Weihrauch auf des Herren Altar schwinget. Ich möchte hingehn wie der Tau im Tal, Wenn durstig ihm des Morgens Feuer winken; O wollte Gott, wie ihn der Sonnenstrahl, Auch meine lebensmüde Seele trinken! Ich möchte hingehn wie der bange Ton, Der aus den Saiten einer Harfe dringet, Und, kaum dem irdischen Metall entflohn, 20 Ein Wohllaut in des Schöpfers Brust erklinget. Du wirst nicht hingehn wie das Abendrot, Du wirst nicht stille wie der Stern versinken, Du stirbst nicht einer Blume leichten Tod, Kein Morgenstrahl wird deine Seele trinken. Wohl wirst du hingehn, hingehn ohne Spur, Doch wird das Elend deine Kraft erst schwächen, Sanft stirbt es einzig sich in der Natur, Das arme Menschenherz muß stückweis brechen.
Was für den einen Erlösung, bedeutet für den anderen Schmerz und unersetzlichen Verlust.
Ein Verlust ist weiter nichts als eine Umwandlung, und darin findet die Allnatur Vergnügen, sie, die alles mit so großer Weisheit tut, von Ewigkeit her gleicherweise tat und ins Unendliche so tun wird.
Im Namen der Liebe Umhüll' sie mit dem Mantel der Liebe, damit sie nicht friert. Bahn' ihr den Weg, damit sie sich nicht verirrt. Trag' sie auf deinen Händen, damit sie sich nicht verlassen fühlt.
Wäre kein Schmerz in der Welt, so würde der Tod alles aufreiben. Wenn mich eine Wunde nicht schmerzte, würde ich sie nicht heilen, und würde daran sterben.
Sterben ist ebenso natürlich wie das Geborenwerden, und für einen Säugling ist das eine vielleicht so schmerzhaft wie für uns das andere.
Sterben ist kein ewiges Getrenntwerden. Es gibt ein Wiedersehen an einem helleren Tage.
Weh dem, der sterben sah. Er trägt für immer Die weiße Blume bleiernen Entsetzens.
Im Arm der Liebe Im stillen Stübchen dämmert die Nacht, Am Bettlein sitzet ein Weib und wacht; Ein blonder Knabe lächelt ihr zu Am Mutterbusen, wie fromm die Ruh'! Sie wieget und singet beim Lampenschein: "Im Arm der Liebe – so schlummre ein!" Im kühlen Grunde am Waldeshang – Die Wipfel rauschten, die Quelle klang; Wir saßen einsam, nur ich und du. Ach, Herz am Herzen, wie süß die Ruh'! Du sangst in die Seele mir tief hinein: "Im Arm der Liebe – so schlummre ein!" Vom Friedhof tönet ein Glöcklein bang' Dem Pilger zu seinem letzten Gang; Hier legt' er nieder so Stab und Schuh: Im Schoß der Erde, wie tief die Ruh'! Sie senken hinab den schwarzen Schrein: "Im Arm der Liebe – so schlummre ein!"