Sterben Sprüche – zeit
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Der Bettler scheidet ebenso schwer von seiner Armut, als der König von seiner Herrlichkeit.
Alle Pfade, die zum Leben führen, alle führen zum gewissen Grab.
Sei fest bereit zu sterben, denn Tod und Leben, beides wird dadurch süßer.
Nichts stand in seinem Leben ihm so gut, Als wie er es verlassen hat; er starb Wie einer, der sich auf den Tod geübt, Und warf das Liebste, was er hatte, von sich, Als wär's unnützer Tand.
Kein Leugnen hilft, kein Widerstreben, wir müssen sterben, weil wir leben.
Denn hinderlich, wie überall, Ist hier der eigne Todesfall.
Dem, der zu sterben wünscht, kann der Tod niemals fern sein.
Der hat die Weisheit erfasst, der eben so sorglos stirbt, als er geboren wird.
Sterben ist das Letzte.
Dein Bewußtsein wird, ach schneller als du dachtest, bald versiegen und der Leib gleich einem Holzstück wertlos auf dem Boden liegen.
Leben und Tod In dem Leben wohnet Sterben; in dem Sterben wohnet Leben; Lasse dir das Sterben lieben du, dem Leben nur ist eben!
Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch. Wenn der Mensch stirbt, wird er Geist. Freier Tod des Geistes, freier Tod des Menschen.
Man stirbt nur einmal – und für so lange.
Selbst, wenn das Sterben vom Willen des Menschen abhinge, würde keiner am Leben bleiben.
Der Gedanke, nicht mehr zu sein, ist so süß! Welch tiefe Ruhe ist über alle Friedhöfe gebreitet!
Besser schnell gestorben als langsam verdorben.
Langlebigkeit: ungewöhnliche Verlängerung der Todesfurcht.
Letztes Ziel Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Zeit dieses Lebens nur einen Augenblick währt, daß der Zustand des Todes ewig ist, von welcher Natur er auch sein mag, und daß darum alle unsere Handlungen und Gedanken sich in ihren Wegen dem Zustande dieser Ewigkeit so sehr anpassen müssen, daß es unmöglich ist, mit Verstand und Urteil auch nur einen Schritt zu tun, ohne ihn nach der Wahrheit jenes Punktes einzurichten, der unser letztes Ziel sein muß.
Jedoch, es ist nun Zeit, daß wir gehen, ich, um zu sterben, und ihr, um zu leben. Wer aber von uns beiden zu dem besseren Geschäft hingehe, das ist allen verborgen außer nur Gott.
Stimme eines jungen Bruders Ich verrinne, ich verrinne wie Sand, der durch Finger rinnt. Ich habe auf einmal so viele Sinne, die alle anders durstig sind. Ich fühle mich an hundert Stellen schwellen und schmerzen. Aber am meisten mitten im Herzen. Ich möchte sterben. Laß mich allein. Ich glaube, es wird mir gelingen, so bange zu sein, daß mir die Pulse zerspringen.
Vergangen nicht, Verwandelt ist, Was war.