Sterben Sprüche – zeit
294 Sprüche gefunden
Wem es bestimmt war, geboren zu werden, dem ist es auch bestimmt, zu sterben.
Kommt einmal der Bote des Todes zu dir, um dich zu holen, dann bleibt keine Zeit zum Unterhandeln.
Das eine Ufer wird beständig unterspült, das andere stets angeschwemmt: Das ist des Flusses und des Lebens Lauf.
Wie wenn im frost'gen Windhauch tödlich des Sommers letzte Blüte krankt, und hie und da nur, gelb und rötlich, ein einzeln Blatt im Windhauch schwankt, so schaudert über meinem Leben ein nächtig trüber kalter Tag, warum noch vor dem Tode beben, o Herz, o Herz, mit deinem ew'gen Schlag! Sieh rings entblättert das Gestäude! Was spielst du, wie der Wind am Strauch, noch mit der letzten welken Freude? Gib dich zur Ruh, bald stirbt sie auch.
Von Gott kommt alles her, der läßt auch im Sterben die Seinen nicht verderben; sein' Hand ist nicht zu schwer.
Nur nicht denken, nicht immerfort dran denken. Nicht an Tod und Sterben denken.
Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune.
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
Beendet ist der Weg, die Stunde schlug, es ist Zeit heimzukehren.
Heute ist ein guter Tag um zu sterben; denn alle Dinge meines Lebens sind anwesend.
O Welt, ich muß dich lassen, Ich fahr dahin mein Straßen Ins ewig Vaterland; Mein Geist will ich aufgeben, Dazu mein Leib und Leben Setzen in Gottes Hand. Mein Zeit ist nun vollendet, Der Tod das Leben schändet, Sterben ist mein Gewinn: Kein Bleiben ist auf Erden Das Ewig muß mir werden, Mit Fried fahr ich dahin. Ob mich gleich hat betrogen Die Welt, von Gott abgezogen Durch Schand und Büberei: Will ich doch nit verzagen, Sondern mit Glauben sagen, Daß mir vergeben sei.
Wir sterben nicht uns, – das ist unsre Unsterblichkeit; wir leben nur uns, – das ist unser ewiges Leben.
Nun störet die Ähren im Feld ein leiser Hauch, wenn eine sich beugt, so betet die andere auch. Es ist, als ahnten sie alle der Sichel Schnitt - Die Blumen und fremden Halme erzittern mit.
Sterb ich dir heute nicht, sterb ich dir morgen: Schwebend im Gleich des All sind wir geborgen.
Was, wenn die heutige die letzte Nacht der Welt wäre?
Wüsste ich nicht, dass ich schon längst gestorben bin, beklagte ich gewiss, dass ich das Leben lassen muss.
O Grille, sing O Grille, sing, Die Nacht ist lang. Ich weiß nicht, ob ich leben darf Bis an das End von deinem Sang. Die Fenster stehen aufgemacht. Ich weiß nicht, ob ich schauen darf Bis an das End von dieser Nacht. O Grille, sing, sing unbedacht, Die Lust geht hin, Und Leid erwacht. Und Lust im Leid, - Mehr bringt sie nicht, die lange Nacht.
Der Weg, von dem so oft ich vorher schon gehört: Ach gestern dacht ich nicht, ihn heut schon zu beschreiten.
Zu spät Fröhlich kam ich. Auf zur Sonne Schaute stolz die weiße Lilie; Und die Lilie war so schön! Träumend blieb ich und ich träumte Nur von ihr und meiner Liebe; Und die Lilie war so schön! Und ich ging. Doch als im Gehen Ich die Lilie pflücken wollte, Ach, da war sie längst verblühet! … Und so verblüh' ich, wie die Lilie, Und so sterb' ich hin wie sie.
Eine böse Stunde lässt alle Freude vergessen; und wenn der Mensch stirbt, tritt erst hervor, wie er gelebt hat. Darum rühme niemand vor seinem Ende; denn was einer für ein Mensch gewesen ist, das zeigt sich in seiner Todesstunde.
Wenn ich sterbe Wenn ich sterbe, bitte ich dich steh nicht am Grab, beweine mich nicht. spiel keine traurige Musik, sing vom Leben und vom Glück - Lass bloß keinen Pfarrer in der Bibel lesen, und erzählen wie gut ich gewesen. Lasst bei mir bitte Gerechtigkeit siegen - und begrabt mich nicht unter Lügen. Ich war mal gut, ich war mal böse - macht mich nicht besser, als ich gewesen. Am Ende werd ich doch selber wissen - was ich tun oder lassen hätte müssen. Das, was ihr begrabt in aller Stille - ist im Endeffekt nur eine Hülle. Indem die Seele gewisse Frist hier auf dieser Erde ist. Ganz gewiss seh ich Euch zu - wenn ihr mich bettet zur letzten Ruh. Ich, die dann gewisse Zeit - hier im Lande Frieden bleibt. Und mich wenn die Zeit gegeben - reinstürze in ein neues Leben.