Wahrheit Sprüche – philosophisch

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Daher hat keine Wahrheit die andere zu fürchten. Trug und Irrtum hingegen haben jede Wahrheit zu fürchten.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum ersten Buch. Zweite Hälfte. Kapitel 9. Zur Logik überhaupt

Die Wahrheit ist nützlicher für den, der sie erfährt, als für den, der sie sagt.

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Das Wahre und Gute ist mannigfach zeitlich gefärbt und bedingt; auch z. B. das Gewissen ist zeitlich bedingt; aber die Hingebung, zumal die mit Gefahren und Opfern verbundene, an das zeitlich bedingte Wahre und Gute ist etwas unbedingt Herrliches.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum). I. Einleitung. 1. Unsere Aufgabe

Der Geistreiche ist der Wahrheit sehr nahe.

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Es gibt keine Wahrheit, die nicht noch wahrer wäre bei beschränkterer Denkungsart.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Die Wahrheit ist freilich etwas Verschiedenes auf den verschiedenen Ebenen des Lebens.

Ernst, Erdachte Gespräche, 1921. Der Dichter

O du Land des Wesens und der Wahrheit, Unvergänglich für und für! Mich verlangt nach dir und deiner Klarheit; Mich verlangt nach dir.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Aus: Als der Sohn unsers Kronprinzen, nach der Geburt, gestorben war

Jede Wahrheit, besonders, wenn sie etwas Neues an sich hat, ist einem Mißbrauch von unverständigen Leuten ausgesetzt.

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Wir befinden uns schon innerhalb der Wahrheit, wenn wir nach ihr fragen. Könnten wir das, wenn wir nicht schon von ihr berührt wären?

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Wahrheit ist im sittlichen wie im geistigen Leben die erste aller Pflichten; Rembrandt ist der Maler der Wahrheit und Natürlichkeit; und darauf ist seine ganze Meisterschaft gegründet. Was ist Wahrheit? hat man oft genug in der Kunst gefragt und oft auch hier den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen. Wahr ist, wer wahrt. Der Künstler hat seine Persönlichkeit zu wahren; durch sie wird er schöpferisch: und desto mehr, je mehr er sie wahrt – gegenüber allen äußeren Ansprüchen von Tradition, Markt, Mode, Theorie, eigener Schwäche und fremder Anmaßung. Wahr ist, was währt.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). Von Rembrandts Volks- und Kunstgeist. 1. Wahrheitsliebe

Wir haben die Ewigkeit nur insoweit gegenwärtig, als wir uns zugleich im Kampf immer wieder von neuem entscheiden, und die Wahrheit nur insoweit, als wir uns ihr immer wieder stellen.

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Kein Zweck kann so groß sein, daß man dafür die Wahrheit verraten dürfte.

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Der Mensch kann die Wahrheit verherrlichen, nie aber verherrlicht die Wahrheit den Menschen.

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Wahrheit muß man suchen, nicht Beredsamkeit!

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Die Wahrheit erweist sich darin, daß wahr wird, was vorher nicht wahr war.

Keyserling, Südamerikanische Meditationen, 1932. X. Die Traurigkeit der Kreatur. Glauben

Der Irrtum wiederholt sich immerfort in der Tat, deswegen muß man das Wahre unermüdlich in Worten wiederholen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 5. Bandes 3. Heft, 1826. Einzelnes

Wahrheit ist ein starker Trank, Wer ihn braut, hat selten Dank, Denn der Menge schwacher Magen Kann ihn nur verdünnt ertragen.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

So wenig Wahrheit es auf der Welt auch gibt, das Angebot übersteigt die Nachfrage noch bei weitem.

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Die Wahrheit zu sagen ist eine ziemlich harte Sache.

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Wer wahr sein will, ist's schon nicht ganz mehr, er muß es gar nicht wissen.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Mai 1799

Einer, der selbst nicht wahr ist, wird sich nie einreden lassen, ein anderer sei wahr.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1844