Wahrheit Sprüche – philosophisch

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Die Wahrheit hat noch bei jedem Streite gewonnen. Der Streit hat den Geist der Prüfung genährt, hat Vorurteil und Ansehen in einer beständigen Erschütterung erhalten; kurz, hat die geschminkte Unwahrheit verhindert, sich an Stelle der Wahrheit festzusetzen.

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Das Gezierte und Unwahre macht augenblicklich langweilig; denn nichts als die Wahrheit kann Teilnahme erwecken.

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Mich kränkt es nicht, daß die Wahrheit hart ist, die ganz großen Seligkeiten sind immer jenseits der Härte und im Allgemeinen.

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Alle solche spitze Gedanken sind nur Versuche, sich der Wahrheit zu bemächtigen. Oft blinkt das reine Gold heran, aber das Netz zerreißt unter seiner Last, es ist nur für Goldfische gemacht! O Gehirn! O Herz!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1841

Die Antithese ist die enge Pforte, durch welche sich am liebsten der Irrtum zur Wahrheit schleicht.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Viertes Hauptstück. Aus der Seele der Künstler und Schriftsteller

Nur wer natürlich ist, ist ehrlich; und nur wer ehrlich ist, kann die Wahrheit erkennen.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). Von edlen Seelenkräften. 1. Genie

Ich schätze das Auffinden einer einzigen, wenn auch unbedeutenden Wahrheit höher als das Herumdisputieren über die höchsten Fragen.

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Es gibt Wahrheiten, die sind nicht da, sondern sie werden da – wenn Menschen da sind, die für sie werden.

Merian (Hg.), Kraft durch Innerlichkeit. 365 deutsche Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1946

Nicht die Wahrheit wird verdunkelt, nur der Mensch; die Sonne steht nicht im Krebs und Skorpion und Wassermann, nur die Erde, die um sie eilt.

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Drittes Bändchen. III. Traumdichtungen in der ersten Nachmitternacht des neuen Jahrs

Die Wahrheit schafft immer klare Lagen.

Ernst, Erdachte Gespräche, 1921

Die Wahrheit ist, von ihrer Sicht aus gesehen, unterdrückt.

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Nichts an mir bleibe, was nicht echt und wahr ist!

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Ein vernünftiger Mensch soll mit nichts Mißbrauch treiben, selbst nicht mit der Wahrheit.

Friedrich II., Prüfung des Versuchs über die Vorurtheile (Examen de l’ Essai sur les préjugés), 1770

Wo man nicht wahr gegen sich selbst ist, ist man allemal auch nicht klar.

Bismarck, Gedanken und Erinnerungen, 2 Bde., 1898 (3. Band nach langen Auseinandersetzungen zwischen der Familie Bismarck, dem Verlag und dem ehemaligen Kaiser Wilhelm II. publiziert im Jahr 1921). Erstes Buch. Fünftes Kapitel

Die unlogischen Wahrheiten können schädlicher sein als die logischen Fehler.

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Wahrheit, die Beweise benötigt, ist nur eine halbe Wahrheit.

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Die Wahrheit kann und darf vor Männern das Licht nicht scheuen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Es gibt keine Wahrheit, die man vor Vernünftigen verbergen müßte.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Wahrheit behauptet stets und überall ihre Unbeschränktheit. Sie wird zur Verbrecherin, wenn sie sich zur Sklavin der Menschen machen läßt.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Der Mensch muß das Licht lieben, gleichgültig, woher es kommt. Er muß die Rose lieben, gleichgültig, in welchem Boden sie wächst. Er muß ein Sucher nach Wahrheit sein, gleichgültig, aus welcher Quelle sie fließt. Anhänglichkeit an die Lampe ist nicht Liebe zum Licht.

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Jede Wahrheit, die wissenschaftlich bewiesen wird, trägt bei zur Vollendung und Befestigung des Fundaments aller Wahrheit. Wer durch exakte Forschung ein wissenschaftliches Ergebnis feststellt, vermehrt die großen Überlieferungen des Lichts.

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