Wahrheit Sprüche – philosophisch
943 Sprüche gefunden
Die reine Wahrheit taugt in diese[r] Welt des Scheins nicht. Rein ist sie Gift, verdünnt Arznei. Nur ein ideales Verhältnis erträgt völlige Wahrheit und Offenheit.
Es ist etwas Großes um die hehre Majestät der Wahrheit. Nur muß man zittern, wenn sie hereingetreten ist. Gar leicht kann sie verscheucht werden.
Die Wahrhaftigkeit ist jene Mutter Erde, auf der feststehend der ringende Geist nicht zu besiegen und niederzuwerfen ist.
Man darf ganz allgemein erstaunt sein, dass der Wahrheitsdrang der Menschen soviel stärker ist, als man für gewöhnlich einschätzt.
Man sagt, die Wahrheit ärgere den Menschen, und sie ärgert ihn wirklich, denn sie ist nicht vergnüglich. Die Lüge, der Mythos, die Religion sind viel tröstlicher.
Je mehr Idole ein Mensch hat, desto weniger ist er imstande, die Wahrheit zu finden.
Jede Sekte hat ihre Wahrheit und jede Wahrheit ihre Sekte.
Zur Erkenntnis der Wahrheit bin ich vielleicht gekommen, zur Seligkeit sicherlich nicht.
Schwache Menschen, ihr gebt vor, es sei euch bloß um Wahrheit und Ausbreitung der Erkenntnis zu tun, in der Tat aber beschäftigt euch bloß eure Eitelkeit.
Wahrhaftigkeit in Aussagen, die man nicht umgehen kann, ist formale Pflicht des Menschen gegen jeden.
Wo sich viele Wahrheiten treffen, da liegt die Wahrheit.
Zwischen Ja und Nein wird die Wahrheit erforscht.
Wer nur die Wahrheit sieht, hat ausgelebt; Das Leben gleicht der Bühne, dort wie hier Muß, wann die Täuschung weicht, der Vorhang fallen.
Die Wahrheit aber wissen wir nicht ohne Erkenntnis der Ursache.
Die Wahrheit ist von Ewigkeit. Aber die Zeitlichkeit ist nicht außer der Ewigkeit. Und so ist die ewige Wahrheit wirksam in der Zeit. Die Ewigkeit erhält die Wahrheit in der Zeit, indem sie den Atem anhält. Und so erleben wir, immer wieder, die Wahrheit im Augenblick von Ewigkeit.
Motto Wahrheit sag ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:MeineWahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.
Wahrheit war die Botschaft, die alle großen Männer an die Menschheit zu verkündigen hatten; Wahrheit, Verhältnis der Dinge unter einander und zu uns.
Nicht jeder kann die Wahrheit sehn, aber sein.
Ist denn nicht jede Darstellung auch von den Dingen außer uns und von dem, was man Tatsachen nennt, subjektiv? Über den aufrichtigen Willen, die Wahrheit zu sagen, kommt niemand hinaus.
Es gibt eine Anschauung vom Leben, welche meint, daß da, wo die Menge ist, auch die Wahrheit sei, daß es der Wahrheit selber ein Bedürfnis sei, die Menge für sich zu haben.
Ein jeder aber hält für Wahrheit, was er sieht, und tut so lange recht daran, als er allein steht und niemand fragen kann, ob er etwa dasselbe auch sähe. Aber so, wie ein Auge dem andern aushilft und erst durch diese gegenseitige Aushilfe ein richtiges Bild gefaßt werden kann, so kommt auch die Vernunft erst durch gegenseitige Aushilfe derer, die wirklich nach Wahrheit fragen, ganz zu sich selber und erhebt sich von der Subjektivität zur Objektivität, und das erst ist die Vernunft in ihrer Einheit, welche als das köstlichste Gut der Menschheit gepriesen wird.