Weisheit Sprüche

Weise Gedanken und Erkenntnisse

632 Sprüche in dieser Kategorie

Der Weise betrachtet Leben und Tod wie Morgen und Abend.

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Wer sich nicht oft gern täuscht, der hat die rechte Weisheit noch nicht.

Feuchtersleben, Blätter aus dem Tagebuche des Einsamen (in: Beiträge zur Literatur, Kunst-, und Lebenstheorie), 1841

Denn dies wird ja als der erste Schlüssel zur Weisheit bestimmt: das beständige und häufige Fragen.

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Weisheit ist wie Feuersbrunst. Du kannst dich ihr nicht gefahrlos nähern. Weisheit ist wie ein klarer, kühler Teich, von allen Seiten zugänglich.

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Der Weisheit Beginn ist, ledig der Torheit sein.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 41 Originaltext: Virtus est vitium fugere.

Ich habe nichts gegen das Wissen, aber Weisheit ist mir lieber. Weisheit entspringt nicht so sehr dem Verstand wie dem Herzen.

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Man findet tausend Gelehrte, bis man auf einen weisen Mann stößt.

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Zwing das eigne Selbst zuvörderst in des Guten recht Geleise; Dann belehre du den andern. So wahrt sich vor Leid der Weise.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 158. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Die Weisen machten durch ihre eigene Erleuchtung die Menschen erleuchtet. Heutzutage macht man durch die eigene Umnachtung die Menschen erleuchtet.

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Unsinnig ist die Behauptung, wir könnten ohne gelehrte und fromme Lehrer keine Erleuchtung finden. Die Weisheit ist angeboren, und wir können uns alle selbst erleuchten.

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Die Ansicht eines Weisen und den Rat eines Greisen soll man nicht von sich weisen.

Wander (Hg.), Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 5 Bde., 1867-80

So lange man schweigt, kann man für weise gelten, aber wenn man spricht, ist's lauter Weisheit selten.

al-Hariri, Makamen, deutsche Nachdichtung von Friedrich Rückert (Die Verwandlungen des Abu Seid von Serûg oder die Makâmen des Hariri, in freier Nachbildung; Teil 1 1826, 2. vervollständigte Auflage 1837). Vorwort

Ein Weiser soll die Dummheit eines gemeinen Menschen nicht mit Nachsicht vorbeigehn lassen, denn es bringt auf beiden Seiten Schaden: das Ansehn jenes wird verringert und die Torheit dieses wird verstärkt.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Einst wollte ein Meister gerade zu einer Darlegung anheben, als ein Vogel zu singen begann. Der Meister sagte nichts, und alle lauschten dem Vogel. Als dieser verstummte, sagte der Meister, die Darlegung sei bereits erfolgt – und ging seiner Wege.

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Der Edle muß im Leeren weilen und im Stillen wandeln und darf keine eigene Weisheit haben wollen, dann kann er alle Weisen auf Erden für sich gebrauchen.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XXV - Sï Schun Lun. 4. Kapitel: Unterschied der Ämter / Fen Dschï

Demokrit war recht groß. Darum war man erstaunt, als er eine sehr kleine Frau heiratete. Demokrit erklärte: "Von den Übeln wählt der Weise immer das kleinste!"

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Der Weise nennt mit Ehrfurcht Gottes Namen, Er weiß, daß er das Wesen nicht erfaßt; Der Tor malt Gottes Bild wie es zum Rahmen Des engen Torenhirnes paßt.

Bodenstedt, Aus dem Nachlasse Mirza-Schaffys, 1874. Drittes Buch: Buch der Sprüche

Der, der morgens die Weisheit entdeckt, darf abends sterben.

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Weisheit ist Harmonie.

Novalis, Schriften, 4 Bde., hg. von Paul Kluckhohn und Richard Samuel, Leipzig 1929

Gäb es keine Narren, so gäb es keine Weisen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Sie [die Weisheit] ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen, und glücklich sind, die sie festhalten.

Altes Testament. Die Sprüche Salomos (#Spr 3,18)