Zeit Sprüche – klassisch

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Was verkürzt mir die Zeit? – Tätigkeit! Was macht sie unerträglich lang? – Müßiggang! Was bringt in Schulden? – Harren und Dulden! Was macht gewinnen? – Nicht lange besinnen! Was bringt zu Ehren? – Sich wehren!

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan. Buch der Betrachtungen. Fünf andere (Dinge)

Mein Erbteil wie herrlich, weit und breit! Die Zeit ist mein Besitz, mein Acker ist die Zeit.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 - 1819. Buch der Sprüche

Die Zeit ist unendlich lang und ein jeder Tag ein Gefäß, in das sich sehr viel eingießen läßt, wenn man es wirklich ausfüllen will.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811-1812, 2. Teil, 8. Buch

Das Unwandelbare »Unaufhaltsam enteilet die Zeit.« - Sie sucht das Beständge. Sei getreu, und du legst ewige Fesseln ihr an.

Schiller, F., Gedichte. 1795

Wir leben in einer Zeit, die zuviel liest, um weise, und zuviel denkt, um schön zu sein.

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Zuletzt, nicht der Letzte. Last, not least.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608

Laßt uns lieben, singen, trinken, Und wir pfeifen auf die Zeit; Selbst ein leises Augenwinken Zuckt durch alle Ewigkeit.

Busch, W., Gedichte. Kritik des Herzens, 1874. Aus: Seid mir nur nicht gar so traurig

Es ist ein weißes Pergament Die Zeit, und jeder schreibt Mit seinem besten Blut darauf, Bis ihn der Strom vertreibt.

Keller, G., Gedichte. Aus der Brieftasche. Aus: Die Zeit geht nicht, 1849

Personen sind es, welche die Geschichte machen. Wie es zugeht, daß der rechte Mann zur rechten Zeit erscheint, wird uns Sterblichen immer ein Rätsel sein: die Zeit bildet das Genie, aber sie schafft es nicht.

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Ich wundere mich oft, wenn ich sehe, daß man andere bittet, uns ihre Zeit zu widmen, und daß die darum Ersuchten sich so überaus gefällig erweisen. Beide lassen sich bestimmen durch die Rücksicht auf das, was die Bitte um Zeit veranlaßte, keiner von beiden durch die Rücksicht auf die Zeit selbst: man bittet um sie, als wäre sie nichts; man gewährt sie, als wäre sie nichts.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 8. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923)

Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.

Dostojewski, Das Dorf Stepantschikowo und seine Bewohner, 1859

Vor Kant waren wir in der Zeit; jetzt ist die Zeit in uns.

Schopenhauer, A., Nachlass. Foliant II (1827)

Einige Menschen sind die Barbiere ihres Jahrhunderts; einige Jahrhunderte die Barbiere der Zeit.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837

Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.

Heine, Die romantische Schule, 1836. Erstes Buch

Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist die Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.

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Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis.

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Alle Stunden verwunden, die letzte tötet.

Inschrift. Auf einer Sonnenuhr

Alles ist fremd, nur die Zeit ist uns ureigen.

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Alte Zeiten waren selten Honigschlecken.

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Wer nicht kommt zu rechten Zeit, muß nehmen, was übrig bleibt.

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Die Zeit ist das kostbarste Gut; man kann sie für Geld nicht kaufen.

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