Zeit Sprüche – klassisch

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Das Mittelalter ist die Tiergeschichte der Menschheit, ihre Zoologie.

Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechts-Philosophie, 1843-44. Kritik des Hegelschen Staatsrechts (§ 307)

Ein Schatz. Unendlich reich ist der Ärmste auch, Ein Schatz liegt ihm in Händen, O möchte er durch guten Gebrauch Den Schatz, die Zeit, verwenden!

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913

Im Grunde ist alles eins Man redt von Zeit und Ort, von Nun und Ewigkeit: Was ist denn Zeit und Ort und Nun und Ewigkeit?

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Die Zeiten sind in uns und nicht wir in ihnen.

Barlach, Die gute Zeit. 10 Akte, 1929

Ich habe der Zeit ihr Geheimnis geraubt, Von Gestern zu Gestern zurück sie geschraubt, Und schraube zurück sie von Tag zu Tag, Wie einst ich zu Adam gelangen mag.

Chamisso, Gedichte. Aus: Das Dampfross, 1831

Spiele, wenn du älter wirst, nichts Modisches. Die Zeit ist kostbar. Man müßte hundert Menschenleben haben, wenn man nur alles Gute, was da ist, kennen lernen wollte.

Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln, in: Neue Zeitschrift für Musik 1850, Jg. 17, Bd. 32, Beilage zu Nr. 36 (3. Mai 1850)

Wagt es aber einer, der selbst für sich niemals Zeit hat, über die Überheblichkeit eines anderen zu klagen?

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 2. Kapitel, Übers. Internet Originaltext: Audet quisquam de alterius superbia queri, qui sibi ipse nunquam vacat

Einen solchen Umfang bietet dem Weisen seine Lebenszeit wie einem Gott die Ewigkeit.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 53. Brief. Übers. Internet. Originaltext: Tantum sapienti sua quantum deo omnis aetas patet.

Die Erde wird erkalten, und nie mehr werden Menschen auf ihr wandeln. Welcher Zeitraum ist der Rede wert, wenn man ihn an Ewigkeiten mißt!

Dohm, Werde, die Du bist, 1894

Lauter als unsere redseligsten Verteidiger redet die stumme Zeit für uns, darum vertraut dieser, wo ihr ohnmächtig seid gegen den Schein oder den bösen Willen der Menschen.

Pauly, Aphorismen, 1905

Was verzehrt ihr nicht, was, ihr langen Tage, ihr Jahre?

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 9,49 Übers. Internet Originaltext: Quid non, longa dies, quid non consumitis, anni?

Wie lang kann oft ein Augenblick sein und wie kurz ist oft die Ewigkeit.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Dritte Folge, 1928

Nur der ist Herrscher, der über seine Zeit allein gebieten kann.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Der ist wirklich arm zu nennen, der nicht einmal mehr Zeit hat.

Lorenz, Zeitlose Wahrheiten. Zweihundert und einige Aphorismen (Erstdruck 1940 unter dem Decknamen Pieter Gruiter), 1941