Zeit Sprüche – zukunft

341 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Zeit zukunft

Die Zeit ist ein Knabe, der spielt, hin und her die Brettsteine setzt: Knabenregiment!

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 52.

Wie viele in dieser Zeit halten sich für stark und sind Schwächlinge, wie viele halten diese Zeit für groß, und sie ist klein! Unsere Zeit ist die Zeit der Geschwächten.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Lied der alten Spinnerin Rollend Spinnrad spinnt die Zeit, Jahre wehn wie Flocken, Hinter uns, wie liegen weit Lebenslenz und Locken. Rollend Spinnrad spinnt die Zeit, Wolken ziehn wie Jahre, Stille Träne, vieles Leid Spinnt uns Silberhaare. Rollend Spinnrad spinnt die Zeit, Schnee und Flocken fliegen, Nur die Arbeit, froh bereit, Kann dich, Leid, besiegen.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Jedes Ding hat seine Zeit.

Shakespeare, Komödie der Irrungen (The Comedy of Errors), Erstdruck 1623

Die Zeiten starben am Fett oder an der Auszehrung. Die hier will den Tod durch eine überernährte Armut foppen.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. VII. Pro domo et mundo

Die Zeit vergeht, und allmählich wird alles wahr, was man erlogen hatte.

Internet

Ich will neu lernen, die Zeit auszukaufen.

Internet

Jedes Jahrhundert hat seinen eigenen Geist der Zeit, folglich auch seine eigenen Lächerlichkeiten, die nach dem nachfolgenden erst klar und zum Lachstoff werden.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Der Geist der Zeit

Schicksals-Spruch Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der Zeit, in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen, unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit, wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen. Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch, den ewige Kraft auf ihre Werke tut, ein Blinzeln – der Geschlechter lange Reihn, ein Blick – des Erdballs Werdnis und Verglut.

Morgenstern, C., Gedichte. Ich und die Welt, 1898

Sie [die Zeit] mildert viel, macht aber nichts ungeschehen.

Detlef, Benedikta, 3 Bde., 1876

Wie du sie selber benutzest, die Zeit, Ist sie, dir zu dienen oder zu schaden, bereit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1874

Doppelte Schwing' hat die Zeit. Mit der einen entführt sie die Freuden: Doch mit der anderen sanft kühlt sie den tränenden Blick.

Geibel, E., Gedichte. Kleinigkeiten

Die Zeit, die wesenlose, Verschwindet als wie ein Traum.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909. Aus: Immerhin

Zeit hinter uns, Zeit vor uns, mit uns ist sie nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Es ruht noch manches im Schoße der Zeit, das zur Geburt will.

Shakespeare, Othello, Erstdruck 1622

Wehe den Menschen, die in jeder Beziehung ihrer Zeit voraus sind; sie erliegen ihrer Zeit!

Internet

Heute genieß' ich der Zeit, denn das Morgen liegt im Verborgenen.

Internet

Du möchtest der Zeit nach immer leben, mein lieber Piepmeyer? Aber wenn du auf immer neuen Planeten ewig ein neues Zeitleben lebst, so kommt es in jedem derselben immer nur darauf an, ob du vermagst, ins Zeitlose emporzusteigen. Von der endlosen Zeit, mein Lieber, hast du gar nichts.

Internet

Wer Zeit hat, kann vieles abwarten.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Zeit ist ein wunderbares Kapital, dessen Wert unberechenbar, dessen rechte Benutzung hauptsächlich in der Angewöhnung und im Blute liegt.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Der Zeit kann und muß nichts vorgreifen, nicht Religion, nicht Weisheit, sie leidet es nicht; nur sie kann den Schmerz lindern.

Internet