Zeit Sprüche – zukunft

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Jedes Zeitalter hat sein eigenes Gespenst, und unter Zittern und Zähneklappern vor demselben erziehen sich die Völker.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Man schaue auf die Zeichen der Zeit.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Wir müssen der Zeit Zeit geben.

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Wir sind die Jungen. Uns gehört die Zeit; aber wir gehören auch der Zeit.

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Die Welt kann nichts weniger ertragen als gute Tage.

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Ich bin ein Kind meiner Zeit und will es sein; aber ein Kind meiner Tage will ich nicht sein.

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Es gibt immer genug Zeit, aber weniger als gestern.

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Unsere Zeit ist eine Zeit der Gleichheit, in der jeder alle anderen überragen will.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Deutsche Rundschau, Bd. 117), 1903

Die Zeit verändert viel, Verborg'nes bringt sie ans Licht und birgt, was sichtbar war, im Dunkeln.

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Die Zeit fliegt über uns hinweg, aber ihren Schatten läßt sie hinter sich.

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Wochenkalender Montag erst. – Entsetzlich! Freudelos Neu beginne, wo die Woche schloß. Dienstag erst. – Entsetzlich! Ohne Sinn Spinnen fort des Lebens grau Gespinn. Mittwoch erst. – Entsetzlich! Ohne Ziel Neu durchspielen das durchspielte Spiel. Donnerstag. – Entsetzlich! Ohne Gnad Neu durchmessen den durchmessnen Pfad. Freitag schon. – Entsetzlich! Wirrer Tand Neu durchwaten den durchwatnen Sand. Samstag schon. – Entsetzlich! Ohne Gruß Ewig wandern um des Hügels Fuß. Sonntag heut. – Entsetzlich! Wieder neu Segeln an dem Leuchtturm hier vorbei.

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Wir leben in einer Zeit des Überganges. Das Alte stirbt ab, das Neue gewinnt an Kraft und dringt vorwärts. Der Widerstreit des Rücklaufenden und des Vorwärtsstrebenden verleiht den Verhältnissen oft ein wunderliches Gepräge, sodaß bei oberflächlichem Zuschauen es oft unklar bleibt, ob man in der ärgsten Reaktion oder schon in der Morgendämmerung einer neuen Zeit lebt.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Keine Zeit ist mit der Zeit zufrieden; das heißet, die Jünglinge halten die künftige für idealer als die gegenwärtige, die Alten die vergangne.

Jean Paul, Vorschule der Ästhetik nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteien der Zeit, 2. Auflage 1813 (EA: 1804). Erste Abteilung. 5. Programm. Über die romantische Poesie. § 21. Das Verhältnis der Griechen und der Neuern

Kein Zeitalter spinnt aus sich allein sein Gewebe. Jedes Tatenwerk ruht auf der Vergangenheit Grund und Boden.

Jahn, Merke zum Deutschen Volkstum, 1833

Die Zeiten sind nicht leer, und sie rollen nicht spurlos durch unser Empfinden.

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Die Zeiger der Zeit verbinden gestern und heut.

Inschrift. Spruch auf einer Sonnenuhr

Landleuten, welche mit Taschenuhren nicht versehen sind oder mit denselben auf gespanntem Fuße stehen, rate ich immer, sie sollen auf eine Minute zwei Vaterunser rechnen.

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Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen. Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir wandern.

Kyber, Die drei Lichter der kleinen Veronika. Roman einer Kinderseele in dieser und jener Welt, 1929

Wann letztendlich werden wir sagen ›bis wann‹?

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Es ist die Zeit – hab' ich gefunden – Ein großer Charlatan. Warum? Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, Jedoch sie bringt uns Alle um.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1895

Zeitgeist Willst du den Geist der Zeit versteh'n, So mußt du mit ihr vorwärts geh'n, – Sonst holst du sie nicht ein in Jahren. Die Welt geht ruhig ihren Gang, Sie steht nicht still und wartet lang, Bis du ihr keuchend nachgefahren.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1895