Zeit Sprüche – zukunft
341 Sprüche gefunden
Jedes Zeitalter hat sein eigenes Gespenst, und unter Zittern und Zähneklappern vor demselben erziehen sich die Völker.
Man schaue auf die Zeichen der Zeit.
Wir müssen der Zeit Zeit geben.
Wir sind die Jungen. Uns gehört die Zeit; aber wir gehören auch der Zeit.
Die Welt kann nichts weniger ertragen als gute Tage.
Ich bin ein Kind meiner Zeit und will es sein; aber ein Kind meiner Tage will ich nicht sein.
Es gibt immer genug Zeit, aber weniger als gestern.
Unsere Zeit ist eine Zeit der Gleichheit, in der jeder alle anderen überragen will.
Die Zeit verändert viel, Verborg'nes bringt sie ans Licht und birgt, was sichtbar war, im Dunkeln.
Die Zeit fliegt über uns hinweg, aber ihren Schatten läßt sie hinter sich.
Wochenkalender Montag erst. – Entsetzlich! Freudelos Neu beginne, wo die Woche schloß. Dienstag erst. – Entsetzlich! Ohne Sinn Spinnen fort des Lebens grau Gespinn. Mittwoch erst. – Entsetzlich! Ohne Ziel Neu durchspielen das durchspielte Spiel. Donnerstag. – Entsetzlich! Ohne Gnad Neu durchmessen den durchmessnen Pfad. Freitag schon. – Entsetzlich! Wirrer Tand Neu durchwaten den durchwatnen Sand. Samstag schon. – Entsetzlich! Ohne Gruß Ewig wandern um des Hügels Fuß. Sonntag heut. – Entsetzlich! Wieder neu Segeln an dem Leuchtturm hier vorbei.
Wir leben in einer Zeit des Überganges. Das Alte stirbt ab, das Neue gewinnt an Kraft und dringt vorwärts. Der Widerstreit des Rücklaufenden und des Vorwärtsstrebenden verleiht den Verhältnissen oft ein wunderliches Gepräge, sodaß bei oberflächlichem Zuschauen es oft unklar bleibt, ob man in der ärgsten Reaktion oder schon in der Morgendämmerung einer neuen Zeit lebt.
Keine Zeit ist mit der Zeit zufrieden; das heißet, die Jünglinge halten die künftige für idealer als die gegenwärtige, die Alten die vergangne.
Kein Zeitalter spinnt aus sich allein sein Gewebe. Jedes Tatenwerk ruht auf der Vergangenheit Grund und Boden.
Die Zeiten sind nicht leer, und sie rollen nicht spurlos durch unser Empfinden.
Die Zeiger der Zeit verbinden gestern und heut.
Landleuten, welche mit Taschenuhren nicht versehen sind oder mit denselben auf gespanntem Fuße stehen, rate ich immer, sie sollen auf eine Minute zwei Vaterunser rechnen.
Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen. Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir wandern.
Wann letztendlich werden wir sagen ›bis wann‹?
Es ist die Zeit – hab' ich gefunden – Ein großer Charlatan. Warum? Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, Jedoch sie bringt uns Alle um.
Zeitgeist Willst du den Geist der Zeit versteh'n, So mußt du mit ihr vorwärts geh'n, – Sonst holst du sie nicht ein in Jahren. Die Welt geht ruhig ihren Gang, Sie steht nicht still und wartet lang, Bis du ihr keuchend nachgefahren.