Gefährliche Nachfolge Freunde, bedenket euch wohl, die tiefere, kühnere Wahrheit Laut zu sagen: sogleich stellt man sie euch auf den Kopf.
Die Übereinstimmung Wahrheit suchen wir beide; du außen im Leben, ich innen In dem Herzen, und so findet sie jeder gewiß. Ist das Auge gesund, so begegnet es außen dem Schöpfer, Ist es das Herz, dann gewiß spiegelt es innen die Welt.
Festen Mut in schwerem Leiden, Hülfe, wo die Unschuld weint, Ewigkeit geschwornen Eiden, Wahrheit gegen Freund und Feind.
Was nutzt Schädliche Wahrheit, wie zieh ich sie vor dem nützlichen Irrtum! Wahrheit heilet den Schmerz, den sie vielleicht uns erregt.
Nicht dem Guten gehöret die Erde. Er ist ein Fremdling, er wandert aus Und suchet ein unvergänglich Haus. Solang er glaubt, daß dem irdschen Verstand Die Wahrheit je wird erscheinen, Ihren Schleier hebt keine sterbliche Hand, Wir können nur raten und meinen. Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort, Doch der freie wandelt im Sturme fort.
In der Wahrheit findet man das Schöne.
Was hat der Mensch dem Menschen Größeres zu geben als Wahrheit!
Licht und Wärme Der beßre Mensch tritt in die Welt Mit fröhlichem Vertrauen, Er glaubt, was ihm die Seele schwellt, Auch außer sich zu schauen, Und weiht, von edlem Eifer warm, Der Wahrheit seinen treuen Arm. Doch alles ist so klein, so eng, Hat er es erst erfahren, Da sucht er in dem Weltgedräng Sich selbst nur zu bewahren, Das Herz in kalter stolzer Ruh Schließt endlich sich der Liebe zu. Sie geben, ach! nicht immer Glut, Der Wahrheit helle Strahlen. Wohl denen, die des Wissens Gut Nicht mit dem Herzen zahlen! Drum paart, zu eurem schönsten Glück, Mit Schwärmers Ernst des Weltmanns Blick.
Mitteilung Aus der schlechtesten Hand kann Wahrheit mächtig noch wirken, Bei der Schönheit allein macht das Gefäß den Gehalt.
Ein vorzüglicher Kopf muß es immer sein, von dem die Wahrheit ohne Ohrfeige wegkommt.
Wahrheit Eine nur ist sie für alle, doch siehet sie jeder verschieden; Daß es eines doch bleibt, macht das Verschiedene wahr.
Und vor der Wahrheit mächtgem Siege Verschwindet jedes Werk der Lüge.
Motto Wahrheit sag ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:MeineWahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.
Sie geben, ach! nicht immer Glut, Der Wahrheit helle Strahlen. Wohl denen, die des Wissens Gut Nicht mit dem Herzen zahlen!
Nur dem Ernst, den keine Mühe bleichet, Rauscht der Wahrheit tief versteckter Born.
Ein Götterkind, das sie mirWahrheitnannten, Die meisten flohen, wenige nur kannten, Hielt meines Lebens raschen Zügel an.
In der schamhaften Stille deines Gemüts erziehe die siegende Wahrheit, stelle sie aus dir heraus in der Schönheit, daß nicht bloß der Gedanke ihr huldige, sondern auch der Sinn ihre Erscheinung liebend ergreife.
Eine starke Seele bei aller feinen, zarten Fühlbarkeit ist doch das glücklichste Geschenk des Himmels.
Was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.
Jeden ohne Unterschied reizt der nahe Gewinn, aber nur große Seelen wird das entfernte Gute bewegen.
Doch Schönres find' ich nichts, wie lang ich wähle, Als in der schönen Form – die schöne Seele.