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26202 Sprüche gefunden
Einen festen Charakter haben heißt soviel, wie sich unter dem Einfluß anderer Charaktere bewähren; diese anderen sind also notwendig.
Alle Veredlung des Menschen, die nur von außen kommt, ist wie die Blume, welche der Gärtner durch künstliche Befruchtung verschönert. Wie lange wird es währen, so fällt sie in ihre ursprüngliche Art zurück?
Die „Geister“ unter der Menschheit bereiten die Zeit vor, aber die Charaktere führen sie aus.
Manche Menschen gleichen jenen schlecht gebundenen Büchern, die trotz des gewaltsamsten Öffnens und Auseinanderpressens doch immer wieder von selbst zusammenschlagen. Sie gestatten keinen tieferen Einblick in ihr Herz und Gemüt [...].
Ich wage zu behaupten, daß es sehr nachteilig ist, stets redlich zu sein: aber fromm, treu, menschlich, gottesfürchtig, redlich zu scheinen, ist sehr nützlich.
Fast überall ein kaum nachzukommender Fortschritt, nur nicht in den Gesinnungen.
Nichts gibt es auf den Blättern der Geschichte, das mich so ergriffe wie die nicht seltne Wahrnehmung, daß bedeutende Menschen oft gerade da, wo sie fehlgreifen, ihren eigentlichen Charakter in das schönste Licht stellen.
Alle komischen Charaktere sind tragisch im höchsten Grade.
Um fest zu bleiben, muß man's Ohr verkleben; Wer Gründen lauscht, hat sich schon halb ergeben.
Was halb ist, Freund, Sei dir nicht recht! Merk' dir: halb gut Ist auch halb schlecht.
Nach edleren Charakteren muss man im Leben tief graben, wie nach reinem Golde. Sie hängen nicht da, wie das lose Gras am Abhang der Berge, das jeder vorübergehende Bock beliebig abfressen kann.
Das Urteil über einen Menschen hängt oft bedeutend von seiner formellen Bildung ab. Manche Leute sind wie Münzsammler, die nur auf das Gepräge sehen, nicht darauf: ob Gold oder Kupfer, Silber oder Blei?
Jeder Charakter, so eigentümlich er sein möge, und jedes Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit; denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur einmal da wäre.
Sei du! Sei gar nichts anderes, nichts Hohes, nichts Tiefes, nichts Glänzendes und nichts Scheinendes, sei nur du selbst!
Manche Menschen sind nie schäbiger, als wenn sie eine Anwandlung von Noblesse haben.
Je länger man lebt, desto höher steigt uns der Wert der Charaktere im Verhältnis zu den Talenten.
Eines Menschen leidige Dornen, die bei Gelegenheit hervortreten, verletzen den Eigner derselben wohl am meisten.
Ein Mensch, der kein beständiges Principium seiner Handlungen, mithin keine Einförmigkeit hat, hat keinen Charakter.
Dein Nein sei eine eherne Mauer, an der das Kind fünf- oder sechsmal seine Kräfte erschöpfen mag, um es nie wieder zu versuchen, sie umzustürzen.