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26202 Sprüche gefunden

Was kraucht da in dem Busch herum? Ich glaub', es ist Napolium!

Pistorius (Füsilier Kutschke), Kutschkelied, Erstdruck 22. August 1870 (anonym)

Handle rechtschaffen. Diese einfache Regel ist das Resultat aller Bildung, sie ist Inbegriff aller Bedingungen zu einem glücklichen Leben.

Tschernyschewski, Was tun?, 1863. Aus dem Russischen übertragen von M. Hellmann, Berlin 1947

Schicksale von Völkern und Staaten, Richtungen von ganzen Zivilisationen können daran hangen, daß ein außerordentlicher Mensch gewisse Seelenspannungen und Anstrengungen ersten Ranges in gewissen Zeiten aushalten könne.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Der Charakter ist nun einmal nicht das Resultat eines guten Vorsatzes – nie und nimmer – ebensowenig wie der köstliche rotwangige Apfel die Leistung eines einzigen schönen Sommertages ist.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Wie klein ist der, welcher andere erniedrigen muß, um sich selbst zu erhöhen.

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Gute Eigenschaften tilgen schlechte nie aus, wie Zucker, mit Gift gemischt, das Gift nicht hindert, tödlich zu sein.

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Laß dir nicht den Geist umnachten! Laß nicht Andre für dich denken! Lerne früh der Selbstsucht Trachten Und die Glaisnerei verachten. Lern' den Sinn auf's Hohe lenken Und dich in dich selbst versenken! Lern' trotz allen schlauen Ränken An des ew'gen Borns Geschenken Deine durst'ge Seele tränken!

Storch, B. v., Gedichte, 1872. Sinnsprüche

Kinder haben sehr kenntliche Individualitäten, ohne noch Charakter zu besitzen.

Herbart, Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet, 1806

Schmutzigkeit ist alles Niedrigen Wiege.

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Integer vitae… Mit reinen Händen und weißer Weste Tut eure Arbeit, feiert die Feste, Schlagt eure Schlachten, dankt für die Siege … Schmutzigkeit ist alles Niedrigen Wiege. Die auf den Höhen der Menschheit wohnen, Führer der Völker, Träger der Kronen, Wahrt eure Schilde! Denn es erscheinen Groß alle Flecken drunten im Kleinen. Winziger Wolken Schatten bedecken Nieden am Boden riesige Strecken – Klar müssen Sonnen sein und Gedanken, Denen wir Licht und Leben verdanken! Das ist die höchste Ehre auf Erden: Niemals im Leben schmutzig zu werden, Und auch das Schwerste nur zu vollenden Mit weißer Weste und reinen Händen.

de Nora, Gedichte. Hochsommer. Neue Gedichte, 1912

Es ist übel in der Welt eingerichtet, daß auch die größten Künstler nur zeitweise ihr ganzes Genie zur Verfügung haben, daß sich aber auch die kleinsten Schurken im ununterbrochenen Besitz ihres Charakters befinden.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Stille den Durst, üb' die Geduld und lasse den Hochmut. Sündiger Freude fröhne nicht. Sprich die Wahrheit; gehe den Pfad des Rechts, und an die Wissenschaft gewöhne dich. Wer's verdient, den ehre. Liebe selbst den Feind und schätze gering die eigene Kraft. Guten Namen schütze. Kummer bringe Linderung: das ist's, was der Edle schafft!

Lüttringhaus (Hg.), Lebensworte aus dem Munde guter und großer Menschen aller Zeiten und Völker für Geist und Gemüt, hg. von J. D. Lüttringhaus, Lüdenscheid, um 1880

Sei künftig auf der Lebensreise, Wie hier in diesem Buch Die vollgeschrieb'nen Blätter, weise, Doch berg' es vor der Menge klug, Durch Thaten nur, nicht durch Sentenzen, Such' mild wie Mondenlicht zu glänzen, Moral'sche Schwätzer gibt's genug!

Album- und Gedenksprüche. Eine Aehrenlese, C. Daberkow's Verlag, Wien 1893

Strenge gegen sich selbst, mit Weichheit gegen andre verbunden, macht den wahrhaft vortrefflichen Charakter aus. Aber meistens wird der gegen andere weiche Mensch es auch gegen sich selbst, und der gegen sich selbst strenge es auch gegen andere sein; weich gegen sich und streng gegen andre ist der verächtlichste Charakter.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, 1793-1794. Dreizehnter Brief

Der Charakter eines Menschen lässt sich leicht daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können.

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Warum so stolz!– Ein edler Charakter unterscheidet sich von einem gemeinen dadurch, daß er eine Anzahl Gewohnheiten und Gesichtspunktenicht zur Hand hat, wie jener: sie sind ihm zufällig nicht vererbt und nicht anerzogen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Seelenstärke ohne Seelengröße bildet die bösartigen Charaktere, wie wir sie in den höhern Sphären der Macht und der Ehre nicht selten finden.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Zucht des Temperaments, Charakter

Mitten in der Welt stehen und nicht mit ihr gehen – das nenne ich Knochen und Rückgrat haben.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Charakter ist Gold und Wissen ist Blei – vor Gott.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Charakter kann man nicht logisch erklären, nicht empirisch erzeugen, nicht geistig errechnen.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Ein entschiedener Charakter wird man durch Anschluß an entschiedene Charaktere.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930