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26202 Sprüche gefunden

In der Liebe der Frauen ist fast immer ein Element des Blutschänderischen enthalten; den älteren Mann lieben sie immer ein wenig wie einen Vater, den jüngeren wie einen Sohn.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

In der Liebe erkennen wir meist zu spät, ob ein Herz uns nur geliehen, ob es uns geschenkt oder ob es uns gar geopfert wurde.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Die Liebe soll wohl mit ein' Anflug von Schwärmerei garniert sein, sich aber ja nicht strähnzwirnartig abhaspeln in endloser Schwärmerei. So ein trunkenes Paar Liebesseelen verfehlt das Ziel wie zwei Rauschige, die einander nach Haus führen wollen.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Ein geliebter Mensch, das bedeutet sieben Mal Schmerz und einmal Freude.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Liebe ist wie ein Ei. Wenn du sie genießen willst, darfst du nicht zu hart und nicht zu zaghaft zugreifen.

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Liebe ist wie das Fett in der Suppe. Sie schmeckt nur, wenn sie heiß ist.

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Letzte Liebe Wie an der Neige unserer Zeit Wir zarter, abergläubischer lieben! Als Abglanz der Vergänglichkeit Ist, letzte Liebe, dein Strahl geblieben. Den halben Himmel deckt die Nacht, Und nur im Westen schweifen Lichter. Verweile, verweile, du Abendpracht, Verstrick mich, Zauber, dicht und dichter. Mag spärlich das Blut sich regen, Doch voller Zartheit ist das Herz. O letzte Liebe, Fluch und Segen Und Glück und hoffnungsloser Schmerz.

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Anfang, Mitte und Ende von jedem Beginnen sei Liebe!

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [3]

Man liebt, wo man kann.

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Merkst du denn nicht, wie meine Lippen beben? Kannst du nicht lesen diese bleichen Züge, Nicht fühlen, daß mein Lächeln Qual und Lüge, Wenn meine Blicke forschend dich umschweben? Sehnst du dich nicht nach einem Hauch von Leben, Nach einem heißen Arm, dich fortzutragen Aus diesem Sumpf von öden, leeren Tagen, Um den die bleichen, irren Lichter weben? So las ich falsch in deinem Aug, dem tiefen? Kein heimlich Sehnen sah ich heiß dort funkeln? Es birgt zu deiner Seele keine Pforte Dein feuchter Blick? Die Wünsche, die dort schliefen, Wie stille Rosen in der Flut, der dunkeln, Sind, wie dein Plaudern: seellos ... Worte, Worte?

Hofmannsthal, H., Gedichte. Erstes überliefertes Gedicht, das Hofmannsthal als Gymnasiast unter dem Pseudonym »Loris Medikow« veröffentlichte, 1890

Die Liebe dringt beim Manne durch die Augen ein, bei der Frau durch die Ohren.

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Wir gehen einer Liebe nach, die unser Herz längst aufgegeben hat.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Wie dir, so mir Wie Dir geschah, so solls auch mir geschehn, nur wo Du hinkamst, will auch ich hingehn; Ich will ins Licht nur, wirst im Licht Du sein, bist Du in Nacht, so will ich in die Nacht, bist Du in Pein, so will ich in die Pein, Von Dir getrennt hab ich mich nie gedacht, zu Dir, zu Dir will ich allein, allein!

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Die Herzen, die sich am schnellsten geben, nehmen sich auch am schnellsten zurück.

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"Ich bitt Ihnen, schrein S' nicht so – wenn's meine Frau höret, ich wär des Todes –!" "A Frau hast? Und fürchst di vor ihr? Das söhnt mich wieder a bisserl mit 'n Schicksal aus."

Nestroy, Frühere Verhältnisse, 1862

Das Mysterium der Liebe ist tiefer als die geheimnisvollen Wunder des Todes.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Meine Straße mir entgegen Ist heut eine Frau gegangen, Deren Tragen und Bewegen All mein Sinnen hält gefangen. Was ich liebend je gepriesen, Wenn ich kurzes Glück genossen, Alle Pracht schien mir in diesen Schlanken Körper eingegossen. Sichrer Schritt auf graden Beinen, Hohe Schultern, schmaler Rücken. In den Augen trocknes Weinen Und verhaltenes Entzücken. Eh' sie meinem Blick entschwände, Folgt ich lange ihren Spuren, Und dann formten meine Hände Ihre herrlichen Konturen Aus der Luft, bis ich verloren Heimging, voll von allem Süßen, Ihren Duft in meinen Poren, Ihren Gang in meinen Füßen. Daß sie doch noch einmal käme! Dann will ich sie knieend fragen, Ob sie mich zum Gatten nähme, – Und sie wird »Sie Esel!« sagen. (Erna)

Mühsam, E., Gedichte. Aus: Wüste – Krater – Wolken. Die Gedichte, 1914

Die Frau, die zwei liebt, betrügt beide.

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In der Liebe ist alles wahr, alles falsch. Sie ist das einzige Ding, über das man nichts Absurdes sagen kann.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Liebe muß die Wurzel all unseres Denkens und Tuns sein.

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Liebe sei dir wie Gott, in welcher Gestalt sie erscheine!

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [44]