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26202 Sprüche gefunden
Ich darf dich nicht lieben und kann dich nicht hassen, Ich darf dich nicht halten und kann dich nicht lassen: O sage, wie lös' ich den bitteren Streit? Und ach, was das innerste Herz mir zerrissen, Ich kann's nicht ertragen – und möcht' es nicht missen Das quälend-verlockende, wonnige Leid. Ich kann dich nicht hassen und darf dich nicht lieben, So steht es im Buch der Geschicke geschrieben – O schmerzlicher Kampf, der das Herz mir entzweit! Ich kann dich nicht lassen und darf dich nicht halten, So wollen es ewiger Sterne Gewalten – O sage, wie lös' ich den bitteren Streit? Vergebens in einsamen Nächten und Tagen Erneur' ich sie ewig, die schwerste der Fragen, Und nähre das quälende, wonnige Leid. Ich darf dich nicht lieben und kann dich nicht hassen, Ich darf dich nicht halten und kann dich nicht lassen – O sage, wie lös' ich den bitteren Streit?
Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen, Wenn es euch nicht von Herzen geht.
Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.
Liebe ist ein Ding, nicht abzuweisen, wenn es kommt, nicht aufzuhalten, wenn es geht. Ein Gefühl ist sie, das entarten kann zur Tyrannei, indem sie das Geliebte zum willenlosen Werkzeug machen will. Diesen Drang zur Entartung muß sie zu unterdrücken wissen.
Wie Nachtigallen am liebsten vor einem Echo schlagen, so spricht unser Herz am lautesten vor Tönen.
Hat die Liebe einen reifen Mann erfaßt und durchdrungen, so schlingt sie sich, wie die Blutadern, durch sein ganzes Wesen und kann nur mit seinem Leben vernichtet werden.
Du ahnst gar nicht, in wie großer Gesellschaft du dich manchmal befindest, auch wenn du mit deiner Geliebten allein zu sein glaubst. Viele sind mit euch, von denen du nichts weißt: ihre vergangenen – viele, von denen sie selber nichts weiß: ihre zukünftigen Liebhaber.
Im Wiesengrunde am Baches Strand Ein allerliebstes blau' Blümlein stand; Vom süßen Dufte angezogen, Ein bunter Falter kam geflogen. Sie kosen und tändeln im Sonnenlicht, Manch herziges Wörtlein der Bunte spricht: Zu spät merkt's das Blümlein, daß der Tropf Nur "Raupen ihm setzte in den Kopf".
Geschenke gibt man, wenn man anfängt und aufhört zu lieben.
Die wirklich lieben, stehlen keine Herzen.
Daß du jeder Schürze nachgerannt, Wird dir mit Unrecht verübelt; Nur weil du niemals Liebe gekannt, Hast du so viel geliebelt.
Liebesnacht O weile, süßer Geliebter! Es trügt dich nur, noch hellt, nur wolkengetrübter, der Mond die Flur. »Doch nimmer weilen und halten die Wolken dort, es führen sie wilde Gewalten von Ort zu Ort.« Ein Traum ist alle das Treiben in dunkler Höh, doch uns muß ewig verbleiben der Sehnsucht Weh. »Ich seh' nur Kommen und Scheiden am Himmelszelt, es zieht die Seele der Leiden durch alle Welt.« Die Wolken wandern so nächtig ohn Schmerz und Lust, ich aber ziehe dich mächtig an meine Brust.
Nach Liebe suchend – und immer die Larve‚ die verfluchte Larve finden und zerbrechen müssen!
Denn wer liebt, der ist voller Sehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen.
Die physische Liebe ist ein Bedürfnis, das dem Hunger gleicht; mit dem Unterschied jedoch, daß der Mensch immer ißt, daß aber in der Liebe sein Appetit nicht so ausdauernd ist und so regelmäßig wie bei Tische.
Wir dürfen die Menschen nicht so lieben, wie die Feinschmecker ihren Hühnerbraten lieben. Alle Speisen lieben wir nur, um sie zu vernichten und uns durch sie zu erquicken. Dürfen wir aber die Menschen lieben, um sie zu vernichten? Es gibt jedoch eine Liebe des Wohlwollens, die uns dazu führt, diejenigen zu beschenken, die wir lieben.
Sicherung Du meinst, daß Nacht und Frost die Glut verscheuchten, Weil Flammen nicht mehr heiß in Dunkel schwellen – Mich sättigt wunschlos das gestillte Leuchten, In dessen Hut sich Weg und Ferne hellen. Ich spüre, wie auf immer uns vereine Der Glanz, den unvergessne Tage spenden, Und trage still, wie in geweihtem Schreine, Ihr Heiligstes in unbeschwerten Händen. Ich weiß mich fahrlos, was mir auch begegnet, Und nah, wie auch ins Ferne Schicksal ladet, Ich fühle jedes Glück von Dir gesegnet Und jede Schönheit nur durch Dich begnadet.
Um seine Kinder zu lieben, muß man manchmal für sie weinen; um seine Frau zu lieben, muß man sie manchmal verlassen.
Die Tugend ist das Göttliche, die Liebe das Menschliche im Menschen; wo sie sich vereinigen, da wird ein genügendes Dasein verlebt.