Alle Sprüche
Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.
26202 Sprüche gefunden
Die Liebe wird auch im künftigen Leben bleiben; Glaube und Hoffnung aber werden aufhören.
Vierzeilen 1 Du weißt doch, was ein Kuß bekennt? Sonst hör du auf zu küssen! Ich dächt, er sei ein Sakrament, Das alle Völker wissen. 2 Und weißt du, warum so trübe, So schwer mir das Herz muß sein? Du hast mich geküßt ohne Liebe, Das wolle dir Gott verzeihn! 3 Die Lieb ist wie ein Wiegenlied; Es lullt dich lieblich ein; Doch schläfst du kaum, so schweigt das Lied, Und du erwachst allein.
Weiß ich doch, wenn das Blut kocht, wie das Gemüt der Zunge freigiebig Schwüre leiht.
Liebende sind für sich allein ihre ganze Familie.
Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn; so wollen wir von ihm für einst erflehn: er lasse uns auf irgendeinem Stern als einen Strauch voll Rosen auferstehn. Ich will die Wurzel sein, Du sei der Strauch, ich will die Zweige sein, Du sei das Blatt, ich sei die Rose, Du sei ihr Arom. So ineinander unaufhörlich satt, so eins in jeder Faser, jedem Hauch, sei unser Leben dann Ein Dankesstrom.
Wen die Liebe ergreift, der ist ihr verfallen […] Und wenn sie kommt, ist sie uns stets willkommen, gleichgültig, ob sie tötet oder nicht.
Doch du bist fern Doch du bist fern, und meine Jugend muß Von dir vereinzelt in sich selbst verlodern; Ich kann dir nicht, wie meine Brust begehrt, Das Höchste geben und das Höchste fordern. Kaum darf ich hoffen, daß die späte Zeit Noch unsre welken Hände mög vereinen, Damit wir das verlorne Jugendglück Vereinigt, doch vergebens dann beweinen.
Schlußseufzer Hab' manches Land durchmessen müssen, Verstürmte Sehnsucht im Gemüt, Und wurde früh in puncto Küssen Begeisterter Kosmopolit. Doch internationales Lieben Greift eine deutsche Wade an. Ich wollt', ich wär' daheim geblieben Als wohlrasierter Bürgersmann!
Die Frau spricht 2. Eine Frau denkt Mein Mann schläft immer gleich ein … oder er raucht seine Zeitung und liest seine Zigarre … Ich bin so nervös . . . und während ich an die Decke starre, denke ich mir mein Teil. Man gibt ihnen so viel, wenigstens zu Beginn. Sie sind es nicht wert. Sie glauben immer, man müsse hochgeehrt sein, weil man sie liebt. Ob es das wohl gibt: ein Mann, der so nett bleibt, so aufmerksam wie am ersten Tag, wo er einen nahm …? Einer, der Freund ist und Mann und Liebhaber; der uns mal neckt, mal bevatert, der immer neu ist, vor dem man Respekt hat und der einen liebt … liebt … liebt … ob es das gibt? Manchmal denke ich: ja. Dann sehe ich: nein. Man fällt immer wieder auf sie herein.[100] Und ich frage mich bloß, wo diese Kerls ihre Nerven haben. Wahrscheinlich … na ja. Die diesbezüglichen Gaben sind wohl ungleich verteilt. So richtig verstehen sie uns nie. Weil sie faul sind, murmeln sie was von Hysterie. Ist aber keine. Und wollen wir Zärtlichkeit, dann haben die Herren meist keine Zeit. Sie spielen: Symphonie mit dem Paukenschlag. Unsere Liebe aber verzittert, das ist nicht ihr Geschmack. Hop-hop-hop – wie an der Börse. Sie sind eigentlich nie mehr als erotische Statisterie. Die Hauptrolle spielen wir. Wir singen allein Duett, leer in der Seele, bei sonst gut besuchtem Bett. Mein Mann schläft immer gleich ein, oder er dreht sich um und raucht seine Zigarre. Warum? Weil … Und während ich an die Decke starre, denke ich mir mein Teil.
Vorüber! O darum ist der Lenz so schön Mit Duft und Strahl und Lied, Weil singend über Tal und Höhn So bald er weiter zieht; Und darum ist so süß der Traum, Den erste Liebe webt, Weil schneller wie die Blüt' am Baum Er hinwelkt und verschwebt. Und doch! Er läßt so still erwärmt, So reich das Herz zurück; Ich hab' geliebt, ich hab' geschwärmt, Ich preis' auch das ein Glück. Gesogen hab' ich Strahl auf Strahl Ins Herz den kurzen Tag; Die schöne Sonne sinkt zu Tal. Nun komme, was kommen mag! Sei's bittres Leid, sei's neue Lust, Es soll getragen sein: Der sichre Schatz in meiner Brust Bleibt dennoch ewig mein.
Offenbar kommt jeder von uns als Lehrer des anderen auf die Welt, um den Wirrwarr des Lebens möglichst zu komplizieren.
Ich habe zur letzten guten Nacht Ich habe zur letzten guten Nacht Dein liebes Bild geküßt, Da war mir, als hätte der Mund gelacht, Das Auge mich freundlich begrüßt. Die Züge lebten in warmem Glanz, Durchhaucht vom atmenden Weh'n, Du warst es selbst, du warst es ganz, Als sei ein Wunder geschehn. Da hab' ich zur letzten guten Nacht Noch einmal dein Bild geküßt; Mir ist, als hättest du gelacht, Und als ob ich weinen müßt'. –
Ja oder nein? Ach, so zu lieben, Ist eine Pein! Liebst du mich, sag' mir Ja oder nein? Ach, was erlitt ich, Seit ich dich sah! Sag' mir doch endlich Nein oder ja? Hoffe kein Wörtchen Groß oder klein; Eh' du mir sagest Ja oder nein! Wochen vergingen, Monden beinah – Und noch nicht hör' ich Nicht nein, nicht ja! All mein Sehnen, Still wird es sein, Hör' ich ein ernstes Ja oder nein! Lieben wird Sterben, Sterben, ja, ja, Höret man niemals Nein oder ja!
Der Quell, aus dem die Liebe schöpft, hat Begrenzungen.
Die frühe Liebe Schon im bunten Knabenkleide Pflegten hübsche Mägdelein Meine liebste Augenweide, Mehr als Pupp' und Ball zu sein. Ich vergaß der Vogelnester, Warf mein Steckenpferd ins Gras, Wenn am Baum bei meiner Schwester Eine schöne Dirne saß. Freute mich der muntern Dirne, Ihres roten Wangenpaars, Ihres Mundes, ihrer Stirne, Ihres blonden Lockenhaars. Blickt auf Busentuch und Mieder, Hinterwärts gelehnt am Baum; Streckte dann ins Gras mich nieder, Dicht an ihres Kleides Saum. Was ich weiland tat als Knabe, Werd' ich wahrlich immer tun, Bis ich werd' im kühlen Grabe Neben meinen Vätern ruhn.
Nicht im Vorübergehen Mutwillig sollst Du keine Blume brechen, Sie wegzuwerfen oder zu zerpflücken; Sollst einem Mädchen nie von Liebe sprechen, Willst du sie nicht mit deiner Hand beglücken. Der Kuß, den dir errötend sie gegeben, Ein süßrer Mund kann wieder ihn verwehen; Sie aber fühlt den deinen all ihr Leben: Es liebt das Weib nicht im Vorübergehen!