Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Das Leben ist ein Mysterium, das man vom schöpferischen Herzen aus erlebt.

Internet

Daß ich für alle fossilen Gegenstände seit geraumer Zeit eine besondere Vorliebe gehegt, ist Ihnen nicht verborgen geblieben.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Bernhard Cotta, 15. März 1832

Man nützt und versteht nur solche Lebensregeln, von denen man die Erfahrungen, worauf sie ruhen, so durchgemacht, daß man die Regeln hätte selber geben können.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Erster Teil. 20. Sektor

Warum treibt sich das Volk so und schreit? Es will sich ernähren, Kinder zeugen und die nähren, so gut es vermag. Merke dir, Reisender, das, und tue zu Hause desgleichen! Weiter bringt es kein Mensch, stell' er sich, wie er auch will.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigramme. Venedig 1790

Ein töricht Wesen dünkt mich der Mensch, Treibt dahin auf den Wogen der Zeit, Endlos geschleudert auf und nieder, Und wie er ein Fleckchen Grün erspäht, Gebildet von Schlamm und stockendem Moor Und der Verwesung grünlichem Moder, Ruft er: Land! und rudert d'rauf hin, Und besteigt's – und sinkt – und sinkt – Und wird nicht mehr gesehn.

Grillparzer, Das goldene Vließ. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen (Der Gastfreund, Die Argonauten, Medea), 1819

Für jeden Menschen kommt der Augenblick, in dem der Lenker seines Sterns ihm selbst die Zügel übergibt. Nur das ist schlimm, daß er den Augenblick nicht kennt, daß jeder es sein kann, der vorüberrollt.

Hebbel, Herodes und Mariamne, 1848

Du wolltest leben und kamst nicht dazu. Du willst leben und vergißt es vor lauter Geschäftigkeit. Du willst das spüren, was in dir ist, und hast eifrig zu tun mit dem, was um dich ist – Verschüttet ist dein Lebensgefühl. Wenn du tot bist, wird es dir sehr leid tun. Noch ist es Zeit –!

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Dein Lebensgefühl, in: Die Weltbühne, 28.10.1930, Nr. 44 (Kaspar Hauser), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Von Grund aus liebe ich nur das Leben — und, wahrlich, am meisten dann, wenn ich es hasse!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Tanzlied

Viele Jahre schwer daneben, viele Jahre einmaleins: ich und ich. Zwei leere Leben machen keins.

Internet

Sterben ist schön, aber leben ist auch nicht schlecht.

Internet

Liebe ist Tollheit: Sie überspringt einen Bach, wo es eine Brücke gibt.

Internet

Wenn du dein ganzes Leben lang einsammelst, wann willst du das Gesammelte genießen?

Internet

Das Reich Gottes ist weder Schwärmen noch schöngeistiges Genießen, sondern Wirken in Liebe und Weisheit, in Schönheit und Güte.

Internet

Das Leben ist für die unglücklichen Arbeiter nicht viel mehr als ein Kampf gegen den Tod, ein Leiden, um sich gegen das Leiden stark zu machen.

Internet

Das Leben wäre nicht so kurz – aber man misst es gewöhnlich erst, wenn bereits viel davon fehlt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Hätt' ich gezaudert zu werden, Bis man mir's Leben gegönnt, Ich wäre noch nicht auf Erden, Wie ihr begreifen könnt, Wenn ihr seht, wie sie sich gebärden, Die, um etwas zu scheinen, Mich gerne möchten verneinen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 5

Hoch zu kommen ist schwer, wo enge Lage im Hause hemmt die Entfaltung der Kraft.

Internet

Ich darf nicht glauben, daß ich lebe. Nicht ich lebe, sondern das geistige Wesen in mir. Ich bin nur die Öffnung, durch welche dieses Wesen zum Vorschein kommt.

Internet

Das Leben des Menschen liegt nicht im Körper, sondern in der Seele, und nicht im Körper und in der Seele, sondern nur in der Seele.

Tolstoi, Der Lebensweg, 1912 (posthum)

Wenn der von uns in der Ethik aufgestellte Grundsatz zu Recht besteht, daß das glückliche Leben ein Leben gemäß unbehinderter Tugend und die Tugend eine Mitte ist, so muß das mittlere Leben das beste sein, ein Leben, sagen wir, in einer Mitte, die für jeden zu erreichen ist.

Aristoteles, Politik. 1295a (IV, 11.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Wenn ich betrachte meines Lebens Dauer, der Jahre Flucht und wie ich mich verlor, das Feuer sank, in dem ich glühend fror, die Ruhe schwand der regungslosen Trauer, wie Liebeswahn und Hoffen mir erstorben, wie in zwei Teile uns der Tod geteilt - auf Erden dieser, der im Himmel weilt -, wie ich verlor, was ich so schwer erworben, dann schreck ich hoch und berge mein Gesicht und neide noch dem Ärmsten seine Not, so bin von Angst und Schmerz ich übermannt. Mein Stern, mein Los, o ihr, Geschick und Tod, o unerbittliches und süßes Licht, in welche Tiefe habt ihr mich verbannt!

Internet