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26202 Sprüche gefunden
Daß ich für alle fossilen Gegenstände seit geraumer Zeit eine besondere Vorliebe gehegt, ist Ihnen nicht verborgen geblieben.
Man nützt und versteht nur solche Lebensregeln, von denen man die Erfahrungen, worauf sie ruhen, so durchgemacht, daß man die Regeln hätte selber geben können.
Warum treibt sich das Volk so und schreit? Es will sich ernähren, Kinder zeugen und die nähren, so gut es vermag. Merke dir, Reisender, das, und tue zu Hause desgleichen! Weiter bringt es kein Mensch, stell' er sich, wie er auch will.
Ein töricht Wesen dünkt mich der Mensch, Treibt dahin auf den Wogen der Zeit, Endlos geschleudert auf und nieder, Und wie er ein Fleckchen Grün erspäht, Gebildet von Schlamm und stockendem Moor Und der Verwesung grünlichem Moder, Ruft er: Land! und rudert d'rauf hin, Und besteigt's – und sinkt – und sinkt – Und wird nicht mehr gesehn.
Für jeden Menschen kommt der Augenblick, in dem der Lenker seines Sterns ihm selbst die Zügel übergibt. Nur das ist schlimm, daß er den Augenblick nicht kennt, daß jeder es sein kann, der vorüberrollt.
Du wolltest leben und kamst nicht dazu. Du willst leben und vergißt es vor lauter Geschäftigkeit. Du willst das spüren, was in dir ist, und hast eifrig zu tun mit dem, was um dich ist – Verschüttet ist dein Lebensgefühl. Wenn du tot bist, wird es dir sehr leid tun. Noch ist es Zeit –!
Von Grund aus liebe ich nur das Leben — und, wahrlich, am meisten dann, wenn ich es hasse!
Viele Jahre schwer daneben, viele Jahre einmaleins: ich und ich. Zwei leere Leben machen keins.
Das Reich Gottes ist weder Schwärmen noch schöngeistiges Genießen, sondern Wirken in Liebe und Weisheit, in Schönheit und Güte.
Das Leben ist für die unglücklichen Arbeiter nicht viel mehr als ein Kampf gegen den Tod, ein Leiden, um sich gegen das Leiden stark zu machen.
Das Leben wäre nicht so kurz – aber man misst es gewöhnlich erst, wenn bereits viel davon fehlt.
Hätt' ich gezaudert zu werden, Bis man mir's Leben gegönnt, Ich wäre noch nicht auf Erden, Wie ihr begreifen könnt, Wenn ihr seht, wie sie sich gebärden, Die, um etwas zu scheinen, Mich gerne möchten verneinen.
Ich darf nicht glauben, daß ich lebe. Nicht ich lebe, sondern das geistige Wesen in mir. Ich bin nur die Öffnung, durch welche dieses Wesen zum Vorschein kommt.
Das Leben des Menschen liegt nicht im Körper, sondern in der Seele, und nicht im Körper und in der Seele, sondern nur in der Seele.
Wenn der von uns in der Ethik aufgestellte Grundsatz zu Recht besteht, daß das glückliche Leben ein Leben gemäß unbehinderter Tugend und die Tugend eine Mitte ist, so muß das mittlere Leben das beste sein, ein Leben, sagen wir, in einer Mitte, die für jeden zu erreichen ist.
Wenn ich betrachte meines Lebens Dauer, der Jahre Flucht und wie ich mich verlor, das Feuer sank, in dem ich glühend fror, die Ruhe schwand der regungslosen Trauer, wie Liebeswahn und Hoffen mir erstorben, wie in zwei Teile uns der Tod geteilt - auf Erden dieser, der im Himmel weilt -, wie ich verlor, was ich so schwer erworben, dann schreck ich hoch und berge mein Gesicht und neide noch dem Ärmsten seine Not, so bin von Angst und Schmerz ich übermannt. Mein Stern, mein Los, o ihr, Geschick und Tod, o unerbittliches und süßes Licht, in welche Tiefe habt ihr mich verbannt!