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26202 Sprüche gefunden

Hat alles auf Erden sein' Zeit und sein Ziel, Sorge und Leiden und fröhliches Spiel. Zieh' deine Straße im eigenen Licht! Lebe lebendig! Mehr braucht es nicht! Das andre erfüllt sich, so wie es muß! Lebendiges kommt zum lebendigen Schluß.

Sonntagsfeier. Andachten aus der Schatzkammer der Denker und Dichter, Verlag des Vereins für soziale Ethik und Kunstpflege in Berlin

Das Leben ist in Wahrheit eine Gabe Gottes, die uns arme Menschenkinder erfrischt und aufheitert gleich einem Gewitter, das nach langer Dürre die lechzende Natur wieder stärkt und zu neuem Leben verjüngt. Wer nicht mehr lachen kann, für den hat das Erdenleben, seinen Schmelz und Duft, seine Heiterkeit und Frische verloren, und wer so recht aus voller Seele lacht, der kann kein schlechtes Gewissen haben.

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Sind uns die kurzen bunten Lumpen zu mißgönnen, die ein jugendlicher Mut, eine angefrischte Phantasie um unsers Lebens arme Blöße hängen mag? Wenn ihr das Leben gar zu ernsthaft nehmt, was ist denn dran? Wenn uns der Morgen nicht zu neuen Freuden weckt, am Abend uns keine Lust zu hoffen übrig bleibt, ist's wohl des An- und Ausziehens wert?

Goethe, Egmont, 1788. 2. Akt, Egmont zum Sekretär

Dann geleiten Alter und Erfahrung Hand in Hand ihn zum Tode und lehren ihn, nach so schmerzvollem und so langem Forschen, dass er sein ganzes Leben auf falschem Wege war.

Rochester, A Satyr Against Reason and Mankind, um 1674. II, 25-28. Originaltext: Then Old Age, and Experience, hand in hand, // Lead him to death, and make him understand, // After a Search so painful, and so long, // That all his Life he has been in the wrong.

Input is in, Output is out.

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Die Götter haben die Brunnen des Lebens vor den Menschen geheim gehalten.

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Gewöhne dich an den Gedanken, daß der Tod uns nichts angehe; denn alles Gute und Schlimme beruht auf Empfindung; der Tod aber besteht eben in der Aufhebung der Empfindung. Deshalb ermöglicht uns die richtige Erkenntnis, daß der Tod uns nichts angehe, erst den Genuß des sterblichen Lebens [...].

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Der Brief an Menoikeus

Das Leben ist hart, aber es übt ungemein.

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Vom schöpferischen Gemüt aus das Leben erneuern; nicht von unten noch von oben, nicht von rechts noch von links, sondern parteilos von innen heraus umgestalten, wo die Kernzelle glüht, wo der Gral aufleuchtet, wo das Rosenkreuz aufblüht: ja, das ist es, worauf es ankommt.

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Wer lange lebt, erlebt viel Schlimmes.

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Was blieb mir noch an des Verlorenen statt? Ein Stück Erinnerung, ein verwelktes Blatt, Das ist des Lebens ganzer Erntesegen.

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Den preis' ich selig, der von innerm Zuge Geführt sich einen Lebensgang erkoren, Und für ihn seine Kräfte fühlt geboren. Wie sich der Aar geboren fühlt zum Fluge.

Aurora. Mit Beiträgen von Freih. von Rachwitz, Franz Bonn, Fr. von Münchberg, Theodoret Volker, Dr. H. Holland, J. B. Vogl, Friedrich Klar, J. Schrott. Hg. von Reding von Biberegg, 1854. Aus: Neue Sonette (III.)

Jeder Mensch sollte sich seinen Lebensplan zurechtlegen, ebenso durchdacht und geschlossen wie ein mathematischer Beweis. Wer sich getreulich an ein solches System hielte, hätte darin die Handhabe folgerechten und allzeit zielsicheren Handelns. Auf diese Weise wäre einer imstande, jeglicher Gestaltung der Dinge und jedem Ereignis das abzugewinnen, was ihn auf seinem Wege zum Ziel weiterführt, so daß alles zur Ausführung seines Planes dienen müßte.

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Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?

Modersohn-Becker, Tagebuchblätter. 26. Juli 1900

Der Strom des Lebens Fließe, des Lebens Strom! Du gehst in Wellen vorüber, Wo mit wechselnder Höh eine die andre begräbt. Mühe folget der Mühe; doch kenn' ich süßere Freuden Als besiegte Gefahr oder vollendete Müh? Leben ist Lebens Lohn, Gefühl sein ewiger Kampfpreis. Fließe, wogiger Strom! nirgend ein stehender Sumpf.

Herder, J. G., Gedichte

Der Mensch Die Liebe hält im Mutterarm Den zarten Säuglin sanft und warm, Sie weidet sich, ihn anzuschau'n In hoffnungsvollem Gottvertrau'n. Er wächst empor in Lust und Kraft, Er träumt von früher Meisterschaft; Er reißt sich los vom Vaterhaus Und wagt sich in die Welt hinaus. O, Zuversicht und Jugendblut, Wie schön vollendet ihn der Mut! Er reift zum Mann, er kehrt zurück, Er baut sein Haus und sucht sein Glück. Zum höchsten Ziel strebt er hinan, Setzt rüstig Leib und Leben dran; Allein erschöpft sich seine Kraft, Bevor er noch sein Werk geschafft. Er schaut zurück auf seine Bahn, sie fing so vielversprechend an; Was ist das Ziel? Was ist der Preis? Ach, karge Freude, saurer Schweiß! Sein Leben war ein kurzer Schritt, Das Ganze flutend riß ihn mit, Es lockte hier, es trieb ihn dort, Zog ihn heran und stieß ihn fort. Die Millionen zählen nur, Der einzelne läßt keine Spur, Er stirbt; die Lücke füllt sich aus, Noch ehe man ihn trägt vom Haus. Still ist sein bleiches Angesicht, Als wüßt' er und empfänd' er nicht, Was unerfüllte Wünsche sind, Und überm Grabe saust der Wind. Doch Klage ziemt deshalb uns nicht: Was Gott gewollt, ist unsre Pflicht, Und was wir sind in That und Wort, Das pflanzt sich lebend weiter fort. In unsers Daseins Sorg' und Qual Ist uns gewährt ein Hoffnungsstrahl, Wie sehn empor in Seelenruh' Und streben der Vollendung zu. Wir schau'n aus dieser kleinen Welt Hinaus in Gottes Sternenzelt, Und leben auf dem Erdenball Das Leben nur im großen All.

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Das Leben Beklage nicht, daß deinem Leben Der Herr nur kurze Frist gegeben, Dem Traume gleich dein Dasein ist. Zu bösen Thaten, wie zu guten, Brauchst du nur wenige Minuten; - Wie lang' ist deines Lebens Frist! Wie bei dem Vater aller Seelen Jahrtausende nur Tage zählen, Zählt jeder Tag Jahrtausend' dir: In einem Tage soviel Gutes Kannst du vollbringen frohen Mutes, Als wärst du ein Jahrtausend hier!

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Der Mensch muß so leben, daß er Stunden und Zeiten hat, da er sein Gemüt sammelt, daß sein Leben an Durchsichtigkeit gewinne.

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Was einzig die Geschicke unterscheidet, ist, ob die Seele heldenmütig ist oder nicht.

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Der ganze Strudel strebt nach oben; Du glaubst zu schieben und du wirst geschoben.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Walpurgisnacht, Mephistopheles zu Faust

Schiffahrt ist nothwendig, Leben ist nicht nothwendig!

Inschrift. Am Haus der Seefahrt in Bremen