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26202 Sprüche gefunden

Ich empfand das Leben nicht mehr als Selbstverständlichkeit; ich empfand es als ein seltenes Geschenk, das man auszunutzen verpflichtet ist.

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Gottlob! daß ich auf Erden bin Und Leib und Seele habe; Ich danke Gott in meinem Sinn Für diese große Gabe. Der Leib ist mir doch herzlich lieb Trotz seiner Fehl und Mängel, Ich nehme gern mit ihm vorlieb Und neide keinen Engel. Ich küsse gern mein braunes Weib Und meine lieben Kinder, Und das tut wahrlich doch mein Leib, Und mir ist es gesünder, Als wenn ich mit Philosophie Die Seele mir verdürbe, Denn ein klein wenig Not macht sie, Die liebe Weisheit, mürbe.

Novalis, Gedichte. Gottlob! daß ich auf Erden bin...

Wenn diese ganze Existenz nur provisorisch ist, wozu braucht man die Beständigkeit suchen?

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Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Wer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient.

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Wie kann man das Leben verstehen, wenn man es nicht auffaßte als das Arbeiten jedes Einzelnen am Geiste, man kann wohl sagen, am Heiligen Geiste.

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Es sprach der Geist… Es sprach der Geist: Sieh auf! - Die Luft umblaute ein unermeßlich Mahl, so weit ich schaute; da sprangen reich die Brunnen auf des Lebens, da streckte keine Schale sich vergebens, da lag das ganze Volk auf vollen Garben, kein Platz war leer, und keiner durfte darben.

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Das Leben ist nie so schön, wie man hofft und nie so schrecklich, wie man glaubt.

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Leben heißt, tief einsam sein.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: An die Jünglinge, 1839

Der rechte Weg Viele Wege geh'n durch den Wald, Wer nicht Bescheid weiß, verirrt sich bald. Viel Wege auch durchs Leben geh'n – Mußt immer den dir auserseh'n, Ob mancher auch sonst dich locken möchte, Von dem das Herz sagt: der ist der rechte.

Trojan, J., Gedichte. Von drinnen und draußen, 1888

Es lebte nichts, wenn es nicht hoffte.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Leben! Auch du bist eine Gewebe von Träumen Fröhlichen leicht, Betrübten schwer.

Schmidt/Lautsch (Hg.), Klamer Eberhard Karl Schmidt's Leben und auserlesene Werke hg. von dessen Sohne Wilhelm Werner Johann Schmidt und Schwiegersohne Friedrich Lautsch, 3 Bde., 1826-1828

Denken Sie weniger und leben Sie mehr.

Hamann, J. G., Briefe. An Herder, 18. Mai 1765

Wenn du geliebt, wenn du gehofft, Wenn du gestrebt, gerungen, Wenn du mit starkem Willen oft Dein blutend Herz bezwungen: Dann fühlst du, wie zu vollem Wert Erwacht dein ganzes Leben, Denn jeder Schmerz, der dich beschwert Wird dich nur höher heben. Dein Glück, es ist so selten echt, Und wird dich doch betören: Der Schmerz verleiht dir erst ein Recht, Dem Leben zu gehören. Ob du umfingst in Jugendluft Die Welt mit Liebesarmen, Es lehrt dich Leid erst und Verlust Ein heiligstes Erbarmen.

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Daß sie in Tränen dauernder dufte, preßt man die Rose; Daß sie Tränen rührender siege, leidet die Unschuld. Selig, wenn nicht irren die Rätsel des dämmernden Lebens.

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Wer einen Stein nicht allein erheben mag, der soll ihn auch selbander liegen lassen.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 13. Juni 1807

Niemand kann dir die Brücke bauen, auf der gerade du über den Fluss des Lebens schreiten musst, niemand außer dir allein.

Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen, 1873-76. Schopenhauer als Erzieher, 1874

Heute, wie zu allen Zeiten? Oben schwammen auf die Zweiten.

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Nur ein Leben Ein Tropfen fällt: es klingt Das Meer nur leise. Die Stelle wird umringt Von Kreis' an Kreise. Und weiter, immer mehr. Nun ruht es wieder. Wo kam der Tropfen her? Wo fiel er nieder? Es war ein Leben nur Und nur ein Sterben, Und kam, auch eine Spur Sich zu erwerben.

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Des Lebens höchste Offenbarung Doch immer aus dem Herzen blüht.

Fontane, T., Gedichte. Sprüche

Nachtgalle Weil meine beiden Beine Erfolglos müde sind Und weil ich gerade einsam bin, Wie ein hausierendes Streichholzkind, Setz ich mich in die Anlagen hin Und weine. Nun hab ich lange geweint. Es wird schon Nacht; und mir scheint, Der liebe Gott sei beschäftigt. Und das Leben ist - - alles, was es nur gibt: Wahn, Krautsalat, Kampf oder Seife. Ich erhebe mich leidlich gekräftigt. Ich weiß eine Zeitungsfrau, die mich liebt. Und ich pfeife. Ein querendes Auto tutet. – Nicht Gold noch Stein waren echt An dem Ring, den ich gestern gefunden. – Die nächtliche Straße blutet Aus tausend Wunden. Und das ist so recht.

Ringelnatz, J., Gedichte. Turngedichte, 1923