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26202 Sprüche gefunden
Das Steigen hat seine Grenze, aber nicht das Fallen.
Alles Träumen Tauget nichts, Wert ist's kaum Des Stückchen Lichts Alles schwindet Um uns her, Groß ist nur der Vergangenheit Meer. – Tief gelegen Hinter mir, Ist der Traum, Der goldne mir. Alles Träumen Tauget nichts, Wert ist's kaum Des Stückchen Lichts.
Vor und nach dem irdischen Leben gibt es kein irdisches, aber doch ein Leben.
Es ist vielen möglich, die Bahn ihrer Jahre nach persönlichem Willen in Größe oder in Kleinheit zu durchschreiten. Indessen, wer nur Behagen will, verdient es nicht, da zu sein.
Definition der mittleren Jahre: Die stille, friedliche, schöne Zeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind und bevor man bei den ersten Enkelkindern helfen muß. Die mittleren Jahre dauern in der Regel drei bis fünf Monate.
Ernst ist das Leben, heiter die Kunst. Da aber das Leben auch eine Kunst ist, ist auch das Leben heiter.
Jedes Lebendige freuet sich seines Lebens; es fragt und grübelt nicht, wozu es da sei; sein Dasein ist ihm Zweck, und sein Zweck das Dasein.
Menschen: Wilde, wilde Meereswogen, Von dem Monde angezogen, Von dem Sturme fortgetrieben, Von der Erde eingesogen.
Das Leben sagt kein »gardez« an, wenn Gefahr im Verzuge ist.
Wie wenn das Leben wär nichts andres Wie wenn das Leben wär nichts andres Als das Verbrennen eines Lichts! Verloren geht kein einzig Teilchen, Jedoch wir selber gehn ins Nichts! Denn was wir Leib und Seele nennen, So fest in eins gestaltet kaum, Es löst sich auf in Tausendteilchen Und wimmelt durch den öden Raum. Es waltet stets dasselbe Leben, Natur geht ihren ew'gen Lauf; In tausend neuerschaffnen Wesen Stehn diese tausend Teilchen auf. Das Wesen aber ist verloren, Das nur durch ihren Bund bestand, Wenn nicht der Zufall die verstäubten Aufs neu zu einem Sein verband.
Das Leben ist ein Traum, der sich selbst bezweifelt.
Das Leben ist eine Schuld, welche man bezahlen muß, ein Depositum, welches man zu jeder Stunde, wenn es gefordert wird, zurückgeben muß.
Die Kunst als das Jubelfest des Willens ist die stärkste Verführerin zum Leben. Die Wissenschaft steht auch unter der Herrschaft des Triebes zum Leben: die Welt ist wert erkannt zu werden: der Triumph der Erkenntnis hält am Leben fest.
Viele leben zu sehr in der Gegenwart; die Leichtsinnigen. Andere zu sehr in der Zukunft: die Ängstlichen und Besorglichen. Selten wird einer genau das rechte Maß halten.
Jeder ist mir verächtlich, der nicht bis zum letzten Atemzug um sein geistiges und körperliches Leben kämpft.
Ob glücklich oder unglücklich, das Leben ist der einzige Schatz, den der Mensch besitzt; und wer es nicht liebt, ist seiner nicht wert.