Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Wenn ich jetzt sterben müßte, würde ich sagen: »Das war alles?« – Und: »Ich habe es nicht so richtig verstanden.« Und: »Es war ein bißchen laut.«

Tucholsky, Werke 1907-1935. Mein Nachruf, in: Die Literarische Welt, 15.04.1927, Nr. 15 (Kurt Tucholsky), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928, auch unter dem Titel »Wie soll Ihr Nekrolog aussehen?

Wem's Leben viel gegeben, dem gab es Müh' und Not. Der Tod nur ist das Leben, und alles Leben – Tod.

Internet

Ein glückliches Leben ist unmöglich: Das Höchste, was der Mensch erlangen kann, ist ein heroischer Lebenslauf.

Schopenhauer, A., Nachlass. Senilia (1853)

Ich bin, weil wir sind.

Internet

Ich bin Gottes Soldat, und wo er mich hinschickt, da muß ich gehn, und ich glaube, daß er mich schickt und mein Leben zuschnitzt, wie Er es braucht.

Bismarck, O., Briefe. An seine Frau, am 3. Mai 1851

Perfektibilität Möcht' ich doch wohl besser sein, Als ich bin! Was wär' es! Soll ich aber besser sein, Als du bist, so lehr' es! Möcht' ich auch wohl besser sein Als so mancher andre! »Willst du besser sein als wir, Lieber Freund, so wandre.«

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigrammatisch.

Das Leben zu verlängern ist die Kunst, unsere Jugend zu erhalten. Jugend ist Eindrucksfähigkeit, Wirkungskraft, Bereitschaft, Sprungbereitschaft.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920. Das Leben – ein Erleben

Rückschau Ich habe gerochen alle Gerüche In dieser holden Erdenküche; Was man genießen kann in der Welt, Das hab ich genossen wie je ein Held! Hab Kaffee getrunken, hab Kuchen gegessen, Hab manche schöne Puppe besessen; Trug seidne Westen, den feinsten Frack, Mir klingelten auch Dukaten im Sack. Wie Gellert ritt ich auf hohem Roß; Ich hatte ein Haus, ich hatte ein Schloß. Ich lag auf der grünen Wiese des Glücks, Die Sonne grüßte goldigsten Blicks; Ein Lorbeerkranz umschloß die Stirn, Er duftete Träume mir ins Gehirn, Träume von Rosen und ewigem Mai – Es ward mir so selig zu Sinne dabei, So dämmersüchtig, so sterbefaul – Mir flogen gebratne Tauben ins Maul, Und Englein kamen, und aus den Taschen Sie zogen hervor Champagnerflaschen – Das waren Visionen, Seifenblasen – Sie platzten – Jetzt lieg ich auf feuchtem Rasen, Die Glieder sind mir rheumatisch gelähmt, Und meine Seele ist tief beschämt. Ach, jede Lust, ach, jeden Genuß Hab ich erkauft durch herben Verdruß; Ich ward getränkt mit Bitternissen Und grausam von den Wanzen gebissen; Ich ward bedrängt von schwarzen Sorgen, Ich mußte lügen, ich mußte borgen Bei reichen Buben und alten Vetteln – Ich glaube sogar, ich mußte betteln. Jetzt bin ich müd' vom Rennen und Laufen, Jetzt will ich mich im Grabe verschnaufen. Lebt wohl! Dort oben, ihr christlichen Brüder, Ja, das versteht sich, dort sehn wir uns wieder.

Heine, H., Gedichte. Romanzero. Zweites Buch. Lamentationen. Lazarus, 2.

Ein Leben ist kein Licht; ein Licht kann ich wieder anzünden. Das Leben ist eine Flamme Gottes; einmal lässt er sie auch brennen auf Erden, dann nicht wieder.

Gotthelf, Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht, 2 Bde., 1843/44

Tod, Verbannung und alles andere, was als furchtbar gilt, halte dir täglich vor Augen, besonders aber den Tod, und du wirst niemals kleinliche Gedanken haben oder etwas übermäßig begehren.

Epiktet, Handbüchlein der Moral (Encheiridion), von Arrian angefertigter Auszug aus den Lehrgesprächen Epiktets, um 125 n. Chr. [21]

Letztes Gedicht Wenn quälend mich die Angst beschleicht, Mein Teuerstes auf Erden, Mein Liebstes könnte mir vielleicht Einst noch entrissen werden; Dann tröstet der Gedanke mich: »Weshalb davor erbeben? Dies große Leid vermöchte ich Ja nicht zu überleben.« Die Hoffnung, die sich in dir regt, Bevor du ihrer dich entschlagen, Daß keinem werde auferlegt So viel als er kann tragen. Wie groß das Leid, wie tief die Not, Du wirst dich d'rein ergeben, Und was dir bitt'rer als der Tod, Du wirst es überleben.

Internet

So gleichmäßig sacht fließt kein Lebenslauf, daß er nicht einmal gegen einen Damm stößt und sich dort in einem Kreisel dreht, oder daß ihm die Menschen Steine in's klare Wasser werfen.

Internet

Richte dein Leben ein, wie du denkst, aber vergiß nicht zu denken!

Internet

Des Menschen Leben ist mühselig, doch überwiegt das Leben alles, wenn die Liebe in der Schale liegt.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 1786

Selbst Fliegen hängen am Leben und fürchten den Tod.

Internet

Das Leben ist so schwer nicht zu begreifen, Du mußt es nur durchleben, nicht durchschweifen.

Heusenstamm, Gedichte. 1845

Mißachte nicht deine Lage: in ihr mußt du schaffen, leiden und siegen.

Internet

So gelebt zu haben, daß man mit Freuden auf sein Leben zurückblickt, heißt zweimal gelebt zu haben.

Internet

Das Leben selbst ist das größte Nichts ohne das Gefühl eines höheren Lebens.

Internet

Es gibt in Wahrheit zwei Reisen: die Reise vom Ursprung zum Leben in der Welt und die Reise vom Leben in der Welt zurück zum Ursprung. So wie es natürlich ist, aus dem ewigen Ursprung hinauszugehen, so ist es notwendig, vom sich wandelnden Leben zum unwandelbaren zurückzukehren.

Internet

Die Menschen leben heutzutage nicht – sie holen nur etwa zehn Prozent aus dem Leben heraus.

Internet